Veranstaltungen

Hier ist eine Liste meiner kommenden und besuchten Veranstaltungen. Die Veranstaltungen in der Zukunft mögen fest geplant sein oder auch wage Hirngespinste, als Mensch der mit anarchistischen Ideen etwas anfangen kann, gewähre ich mir da Freiheiten und entscheide nach Lust und Laune was in meinem Leben passiert – soweit es möglich ist. Aber bei vergangenen Terminen, da war ich auch. Die Kosten von Veranstaltungen sind konsequent in Klammern angegeben, wenn nicht’s dasteht, musste ich nicht’s zahlen.

Geplante Veranstaltungen sind nun hier

2015 ist nun hier

2014:

Dezember:

Mittwoch, den 31.12.:

Dienstag, den 30.12.: Budapest – 13:10 Abfahrt in B. mit RJ 66 – Ankunft um 20:25 in München

Montag, den 29.12.: Budapest

Sonntag, den 28.12.: Budapest

Samstag, den 27.12.: Budapest

Freitag, den 26.12.: Budapest – 9:34 Abfahrt in München mit dem RJ 63 – Ankunft um 16:49 Uhr

Donnerstag, den 25.12.:

Mittwoch, den 24.12.: Privat

Dienstag, den 23.12.: Gasteig – Weihnachtsoratorium – 19:30 Uhr – Link

Montag, den 22.12.: 18 Uhr beim K. treffen

Sonntag, den 21.12.: 13 Uhr bei P.

Samstag, den 20.12.: München: 9:28 Uhr, Gleis 19, ICE 610 nach Stuttgart, Ankunft 11:47 – Stuttgart nach München um 21:12 Uhr, Gleis 16, ICE 693, Ankunft um 23:29 Uhr.

Freitag, den 19.12.: Vorgemerkt L.

Donnerstag, den 18.12.: Bayerische Staatsoper – Paquita – 19:30 Uhr

Mittwoch, den 17.12.: Grüne Jugend MünchenMitgliederversammlung – 19 Uhr –

Dienstag, den 16.12.: Lenbachhaus (Kunstbau) – 18 Uhr – Florine Stettheimer

Montag, den 15.12.:

Sonntag, den 14.12.: Arbeit – 9 bis 18:30 Uhr

Samstag, den 13.12.:

Freitag, den 12.12.:

Donnerstag, den 11.12.:

Mittwoch, den 10.12.: Hypo-Kunsthalle – Mit Leib und Seele – Münchner Rokoko von Asam bis Günther 19 Uhr – Ausstellungseröffnung

Es ist einfach jedes Mal unglaublich, was die Hypo-Stiftung zusammenbringt. Diese Ausstellung ist einzigartig, da sie Stücke zusammenbringt, welche sich Jahrhunderte nicht bewegten. Eine Fülle an schweren Holzskulpturen, Porzellanarbeiten und Putti.

Dienstag, den 9.12.:

Montag, den 8.12.:

Sonntag, den 7.12.: Café im Hinterhof  – 10 Uhr  – Treffen mit Ho. – 15 Uhr

Samstag, den 6.12.:

Freitag, den 5.12.:

Donnerstag, den 4.12.:

Mittwoch, den 3.12.:  Die Münchner Philharmoniker – Philharmonie im Gasteig – Link – 19:30 Uhr – George Gershwin – Concerto in F; Antonín Dvořák – Symphonie Nr. 9 e-Moll op. 95 »Aus der Neuen Welt«

Dienstag, den 2.12.:

Montag, den 1.12.: Verleihung des Geschwister Schollpreises an Glenn Greenwald

Hinter den Kulissen – Führung durch die Magazine der Bayerischen Staatsbibliothek – 16 Uhr

November:

Sonntag, den 30.11.: Arbeit – 9 bis 18:30 Uhr

Samstag, den 29.11.: Cinemaxx – Interstellar – 14:15 Uhr

Freitag, den 28.11.: Das “Gerücht über die Juden”. Vortrag: Christine Kirchhoff – Zur (Psycho-)Analyse von Antisemitismus und Verschwörungstheorie – 19:30 Uhr

Donnerstag, den 27.11.:

Mittwoch, den 26.11.: Vorgemerkt A. / P.

Dienstag, den 25.11.: Museum Ägyptischer Kunst München – 18 Uhr – danach: Osterdia Italiana Essen

Montag, den 24.11.:

Vorgemerkt A. / P.

Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern – GESICHTER AFGHANISTANS – 18 Uhr

Yvonne v. Schweinitz Fotografien 1953 / Dokumentarfilme 1950-73 / War Rugs der 1980er Jahre

Sonntag, den 23.11.:

Samstag, den 22.11.: Himmelfahrtskirche München-Sendling (Kidlerstr. 15) – Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem d-moll – 19 Uhr

Einfach hervorragend.

Freitag, den 21.11.: Mixed Munich Arts – Katharina-von-Bora-Straße 8 – Die Diktatur der Kunst – Meese trifft Meyer | Literaturfest

Donnerstag, den 20.11.:

Mittwoch, den 19.11.: Gasteig – Eröffnung Literaturfest München

Völlig absurde und bescheuerte Eröffnungsveranstaltung. Ich glaube der Literaturbetrieb macht das absichtlich, damit sich die Schriftsteller*innen darüber aufregen und vor Wut Gutes schreiben.

Dienstag, den 18.11.: Grüne Jugend MünchenMitgliederversammlung – 19 Uhr – Thema: Netzfeminismus

Montag, den 17.11.:

Hypo-Kunsthalle – REMBRANDT – TIZIAN – BELLOTTO – 18 Uhr

Die Ausstellung mit Rembrandt oder Tiziano zu bewerben ist fast betrügerisch, so hängen von beiden nur je ein Bild. Das hätte die Ausstellung nicht nötig gehabt, denn sie war ansonsten sehr gut, gerade durch die Vielfalt der Bilder des 16. und 17. Jahrhundert.

Sonntag, den 16.11.: Arbeit – 9 bis 18:30 Uhr

Samstag, den 15.11.:

Freitag, den 14.11.: Cafe Netzwerk – GamesNight 22 bis 0:30 Uhr. (für mich jedenfalls)

Donnerstag, den 13.11.:

Mittwoch, den 12.11.: Grüne Jugend München – Bildungsplanungstreffen – 18 Uhr

Dienstag, den 11.11.:

Montag, den 10.11.:

Sonntag, den 9.11.:

Samstag, den 8.11.: Murnau

In Murnau zuerst einen +8km Spaziergang im Murnauer Moos bei bestem blauen Himmel und Wärme, dann zu Mittag gegessen. Anschließend das Münther-Haus, den Friedhof am Schloss, sowie die Hauptstraße, wo dann noch hervorragend Kuchen und Haferl Schokolade verspeist wurde.

Abends in München noch eine private Geburtstagsfeier.

Freitag, den 7.11.:

Donnerstag, den 6.11.:

Mittwoch, den 5.11.:

Dienstag, den 4.11.:

Montag, den 3.11.:

Sonntag, den 2.11.: Arbeit – 9 bis 18:30 Uhr

Samstag, den 1.11.: Allerheiligen Privat

Oktober:

Freitag, den 31.10.: Münchner Kammerspiele – “Totally Happy” – 4,83€

Aufgrund der Kommunikation va. Körpertheater. Seltene Form von Wechselwirkung mit Publikum. Auch nice: Ein Fake Ende, Publikum zum Klatschen bringen, dann weitermachen. Viel Ekstase. Zitate von allen, die was zu Masse schrieben. Canetti, Lenin, Byung-Chul Han uvm. Kannte glücklicherweise alle, kann also intellektuell beruhigt sein.

Donnerstag, den 30.10.: Verleihung der diesjährigen Literaturstipendien des Freistaats

Mittwoch, den 29.10.: Akademie der schönen Künste Bayern – Hesiod. Theogonie – Lesung: Raoul Schrott (pdf) – 19 Uhr

Schrott ist richtig großartig.

Dienstag, den 28.10.:

Montag, den 27.10.:

Sonntag, den 26.10.: Wien

Kunsthistorisches Museum Wien

Café Demel

Samstag, den 25.10.: Wien

Akademietheater – (Burgtheater) – Thomas Bernhard – Thomas Bernhard – “Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen

Buchhandlung Mirawa

Café Central

Führung im Burgtheater

Wiener Staatsoper – Kammermusik der Wiener Philharmoniker 2 – Koll-Trio & Robert Nagy – 11:00-12:30

Wolfgang Amadeus Mozart: Dissonanzenkonzert (Streichquartett C-Dur KV-465)

Antonín Dvořák: Terzetto C-Dur op.74 für 2 Violinen und Viola

Antonín Dvořák: “Amerikanisches” (Streichquartett F-Dur op. 96)

Joseph Haydn: Baryton-Trio A-Dur Hob.XI:8

Freitag, den 24.10.: Wien

Donnerstag, den 23.10.:

Mittwoch, den 22.10.:

Dienstag, den 21.10.:

Montag, den 20.10.:

Sonntag, den 19.10.: Arbeit – 9 bis 18:30 Uhr

Samstag, den 18.10.:

Freitag, den 17.10.:

Donnerstag, den 16.10.:

Mittwoch, den 15.10.:

Dienstag, den 14.10.:

Montag, den 13.10.: Akademie der schönen Künste Bayern – Was ist noch schön an den Künsten? – Schönheit als Gegenstand und als Ereignis im Gedicht – Vortrag (pdf): Peter von Matt

Sonntag, den 12.10.: Benediktbeuren – Philosophie Erstsemesterwochenende

Samstag, den 11.10.:Benediktbeuren – Philosophie Erstsemesterwochenende

Freitag, den 10.10.: Benediktbeuren – Philosophie Erstsemesterwochenende

Donnerstag, den 9.10.:

Mittwoch, den 8.10.:

Dienstag, den 7.10.: Jane Goodall – 18:30 – Große Aula

Montag, den 6.10.:

Sonntag, den 5.10.: Bayerische Staatsoper – Richard Strauss / Stefan Zweig / Ben Jonson – “Die schweigsame Frau” – 18 Uhr

Sonntag, den 5.10.: Arbeit – 9 bis 18:30 Uhr

Samstag, den 4.10.:

Freitag, den 3.10.: Die Münchner Philharmoniker – Philharmonie im Gasteig – 19 Uhr

Donnerstag, den 2.10.: Philosophie-Ersti-Party – Geschwister-Schollplatz 1 – AU 127 – 19 Uhr

Donnersag, den 2.10.: Philosophie – Erstsemestereinführung

Mittwoch, den 1.10.: 17 Uhr Wiesen – Betriebsausflug

Mittwoch, den 1.10.: Philosophie – Erstsemestereinführung

September:

Dienstag, den 30.9.: Philosophie – Erstsemestereinführung –

Montag, den 29.9.: 8 Uhr morgens vor dem LMU Shop für ne bezahlte Studie…

Sonntag, den 28.9.:

Samstag, den 27.9.:

Freitag, den 26.9.:

Donnerstag, den 25.9.:

Mittwoch, den 24.9.:

Dienstag, den 23.9.: Haus der Kunst – “Georg Baselitz” – 18 Uhr

Montag, den 22.9.:

Sonntag, den 21.9.: Arbeit – 9 bis 18:30 Uhr

Samstag, den 20.9.:

Freitag, den 19.9.:

Donnerstag, den 18.9.: Grüne Jugend München – Mitgliederversammlung – Thema: “Plastikfrei leben” – 19 Uhr

Donnerstag, den 18.9.: Stabi-Wholeday

Mittwoch, den 17.9.: Privat – 21:30 Uhr – Provisorium

Mittwoch, den 17.9.: Münchner Stadtmuseum – “Ab nach München! Künstlerinnen um 1900” – 18:15 bis 21:15

Großartige feministische Ausstellung. +Führung durch die Ausstellung mit einer Kuratorin und danach noch einen nicer Vortrag.

Mittwoch, den 17.9.: Stabi-Wholeday

Dienstag, den 16.9.: Stabi – 11:40 bis Abends

Dienstag, den 16.9.: MELESSA-Laborraum – 9:30-10:30 Uhr

Realzeit. 9:20 bis 10:15. Verdienst: 18€ Inhaltlich: Es gab zwei Gruppen. Gruppe A hat 220 Punkte bekommen, Gruppe B 22. Ein Punkt ist 0,1€. Die Hälfte der Teilnehmer*innen war Gruppe A, andere B – Zuteilung zufällig. Ich war Gruppe A. Du bekommst jede der 6 Runden 220 Punkte. Nun hast du die Wahl entweder alle 220 Punkte zu behalten, oder 140 zu nehmen. Teilnehmer B bekommt in dem Fall auch 140 Punkte. Teilnehmer B handelt danach. Dieser kann mit für jeden eigenen Punkt, auf den dieser verzichtet, 10 Punkte von A abziehen, wenn er also auf seine gesamten 22 Punkte verzichtet, hat Teilnehmer A auch keine

Montag, den 15.9.: Stabi-Wholeday

Sonntag, den 14.9.:

Samstag, den 13.9.: Salzburg

Freitag, den 12.9.:

Donnerstag, den 11.9.: München – Praterinsel – 19 Uhr – ART WORKS – Junge israelische Kunst auf Welttournee

600 Kunstwerke. Davon ~10 wirklich gelungene, meines Erachtens. Die größten Ausstellungsstücke waren letztlich die aufgetakelten Leute selbst.

Donnerstag, den 11.9: Lindau am Bodensee – Sommercamp der Grünen Jugend Bayern und Grünen Jugend Badem-Württemberg – 15:12 -> 17:28 Uhr wieder in München

Mittwoch, den 10.9.: Lindau am Bodensee – Sommercamp der Grünen Jugend Bayern und Grünen Jugend Badem-Württemberg –

Dienstag, den 9.9.: Lindau am Bodensee – Sommercamp der Grünen Jugend Bayern und Grünen Jugend Badem-Württemberg –

Montag, den 8.9.: München Hbf, 13:19 Uhr, Gleis 27 -> Lindau am Bodensee (16:00) – Sommercamp der Grünen Jugend Bayern und Grünen Jugend Badem-Württemberg –

Sonntag, den 7.9.: Bildungsbeirat der Grünen Jugend München – 17:00 – 19:00

Sonntag, den 7.9.: Arbeit – 9 bis 18:30 Uhr

Samstag, den 6.9.: 10 Uhr

Freitag, den 5.9.: Arbeit – spätestens 17:25 da sein. Bis 22 Uhr.

Donnerstag, den 4.9.: Museum Brandhorst – 18 Uhr –

Ausstellung über Richard Avedon, welche ziemlich cool und anregend war. Tolle Photos. Simplizistische Philosophie dahinter, empfand es in diesem Fall als angenehm erträglich. Simple Arrangements – was nicht immer schlecht ist, weil die Leute das Kunstwerk in seiner Photographie machen.
(Was meinen Gedanken von Photografie entspricht, dass va. Personenphotografie, wenn überhaupt, noch einen Wert hat, in Anbetracht, dass sämtliche Natur schon durchfotografiert wurde…)
Und eben die wirklich richtigen Leute photografiert, zur richtigen Zeit.
Einerseits die echt Berühmten.
Andererseits die Verlierer des Kapitalismus.
Avedon ist schon ganz cool, bleibt mir auf jeden Fall in Erinnerung.

Ausstellung über Dark Pop, In München ist es schwer um Andy Warhol herumzukommen. Irgendwie bin ich derzeit nicht so gut auf dessen Kunst+Similares zu sprechen. Ich könnte es noch ausführen, aber das was sich als Kritik tarnt empfinde ich nicht als solches. Irgendwie war mir diese Kunstrichtung bisher immer zu blöd und undurchdacht, verdumment, überoffensichtlich (sodass die Kunst sich ins unerträgliche vom Können entfernt – bspw. “Deep Social Space”, Objektkunst, sichtbar in der Ausstellung). Naja. Interessanterweise, und ehrlich gesagt, war dessen Kunst immer von den Menschen in meiner Schulzeit (unter denen die mit Kunst immerhin was anfangen konnten) ziemlich beliebt. Aber diese Menschen hielt ich, generalisiert, für eher nicht so fähig. Also Literatur und Kunst fiel selten zusammen, bspw. Und sinnvolle Beiträge im Unterricht waren auch selten von Menschen mit Vorliebe für Pop Art. Sry, Warhol & co. – möglicherweise ist es nicht nur ihre Schuld.

Danach noch im Lepanto-Saal. Einer der besseren Räume Münchens für gute Gespräche.

Mittwoch, den 3.9.:

Dienstag, den 2.9.:

Montag, den 1.9.:

August:

Sonntag, den 31.8.: Arbeit – 9 bis 18:30 Uhr

Samstag, den 30.8.:

Freitag, den 29.8.:

Donnerstag, den 28.8.: Pinakothek der Moderne – 18 Uhr – THE GOOD CAUSE: ARCHITECTURE OF PEACE – DIVIDED CITIES

Mittwoch, den 27.8.:

Dienstag, den 26.8.: Österreich – Europacamp am Attersee -Grünalternatives Sommercamp 2014 – Abend: München

Montag, den 25.8.: Österreich – Europacamp am Attersee -Grünalternatives Sommercamp 2014

Sonntag, den 24.8.: Österreich – Europacamp am Attersee -Grünalternatives Sommercamp 2014

Samstag, den 23.8.: München

Deutsches Theatermuseum – eine schöne Ausstellung zu Frank Wedekind besucht. In aller Kürze mal durchgeschaut.

Bogenhausener Friedhof – das erste Mal dort gewesen. Sehr schön!

Freitag, den 22.8.: Stuttgart / München – Wieder für 8,1€ mit City2City vormittags nach München gefahren.

Donnerstag, den 21.8.: Island / Stuttgart – Um 12 Uhr hat uns ein Bus vom Campingplatz in Reykjavik abgeholt und über Umwege zum Flughafen gebracht. Flug dann ~ 15:30 wieder nach Stuttgart. Dort die Nacht verbracht.

Mittwoch, den 20.8.: Island – Den Tag verbrachten wir größtenteils auf einer Busfahrt um den “goldenen Ring” abzufahren. In Kürze: Es war cool, Geysire mal gesehen zu haben. Sowas könnte durchaus auf einer Life-Checkliste stehen, falls mensch sowas macht. Der Originale Namensgeber “Geysir” ist leider vor, afaik ~14/15 Jahren verstorben. Der “goldene Wasserfall” war auch klasse mit afaik 2000m³ Wasser in der Sekunde. Die geologische Grenzlinie als eigentlich erste Station, gleichzeitig Heimstädte der isländischen Demokratie war auch spannend und schön, spannende “Risse” im Boden. Geologisch gesehen war ich also auf dem amerikanischen Kontinent ;), wobei das fast schon pathologisch wäre, wenn es auch auf einer Life-Checklist wäre und sehr zu einer Konsumtourismuskultur passte. Im Nachhinein wäre es möglicherweise besser gewesen, nicht noch einen Tag Reykjavik geplant zu haben, sondern noch weiter ins Land herausgefahren sein. Diese Bustour war das beste (vielleicht wäre ein Besuch in einem Thermalbad auch noch gut gewesen), was noch möglich war, aber es ist halt durchgeplant, also letztlich ziemlicher Massentourismus. Abends noch in Reykjavik gegessen, dann wieder zum Camping.

Dienstag, den 19.8.: Island – Morgens noch in Vík gewesen, das kleinste Museum ever besucht, dann um 14 Uhr nach Reykjavik zurückgefahren.

Montag, den 18.8.: Island – Fahrt ins 300 EW Kaff Vík í Mýrdal um dort einen Tag zu verbringen. Charakteristika des Ortes ist der schwarze Vulkansandstrand und die Klippen. Campingplatz war ziemlich mäßig, dafür immer noch bestes Wetter, also eine weitere großartige Wanderung auf die dortigen Klippen. Wieder großartigste Aussichten. Da wir nur coole Tage hatten erwähne ich das mal nicht immer, selbiges gilt eigentlich auch dafür, dass wir jegliche Wartezeiten, Pausen usw. für tolle Gespräche und natürlich fürs Lesen nutzten. Am Abend gingen wir noch am Strand promenieren und besuchten die großartigen Papageientaucher, welche dort leben. Ein unvergesslicher Anblick von besonderen Vögeln.

Sonntag, den 17.8.: Island – Am Morgen machten wir einen Ausflug nach Jökulsárlón, einem Gletschersee und sahen dort Robben. Da ich nicht in Zoos gehe aus moralischen Gründen, war dies eine bessere, weniger problematische Möglichkeit (ich klammere mal den Flug zerknirscht aus…) Robben zu sehen, die alle wunderbar schwommen, umgeben von Eis und vielen Vögeln. In einem einfach purblauem Gletschersee, auch hier bei bestem Wetter. Nachmittags Wandern, Part zwei. Challenging-Strecke mit Blick auf Gletscher als Belohnung. Vorzüglich großartig. Das allergeilste: Die Strecke war umgeben von wunderschönster Natur und Büschen. Diese hielten den Wind weg und wir konnten mehrere Stunden bei blauestem Himmel in T-Shirt wandern, was saucool war. Abends: Lesen, ftw!

Samstag, den 16.8.: Island – Von 7:30 Uhr an fuhren wir von Reykjavik nach Skaftafell. Die Fahrt ist sehr schön, höchst abwechslungsreich und wäre sogar auch deswegen schon wegen der Vielfalt der Ausblicke alleinstehend empfehlenswert. Soetwas wie eine moosige, hügelige Steinlandschaft (Bild), welche sich kilometerweit ausbreitete hatte ich vorher noch nicht gesehen. Zwischendurch hielten wir an verschiedenen Wegpunkten, wie auch einem sehr coolen Wasserfall (davon gibt’s dort urviele), unter welchem mensch hinten außen herum laufen kann. Einmal zog auch ein Nebel auf, und die Sichtweite aus dem Bus war auf wenige hundert Meter beschränkt, ziemlich spannend, wenn um einen herum besagte Steinlandschaft ist. Ansonsten ist es ja die Südküste Islands, an der wir mehr oder weniger entlang fuhren. Wir sahen also den Atlantik, dessen schwarze Vulkanstrände und auf der anderen Seite Vulkane, Gletscher und Berge. Auch den berühmten Eyjafjallajökull. Tiere: Pferde, Ziegen und extrem coole Wildschafe, zottelig, schwarz und weiß und gemischt. Großartig. Abends dann in großer Nähe des größten Gletschers Europas gezeltet. Der Campingplatz war auch sehr teuer, verlangte sogar 500ISK (3,x€) für 5 Minuten duschen und hatte nur einen, monopolistischen Shop…Hätte mensch halt in Reykjavik eingekauft…Wayne.
Es ist ungewöhnlich, dass ich derart viel über Wetterverhältnisse schreibe, aber hier ist es angebracht. Wir fuhren praktisch in die Sonne. Manko: Wind war dort noch stärker und insgesamt war es dort, wenn die Sonne weg war, sehr kalt. Die Island Reise war eine Winterreise im Sommer. In den Nächten in Skaftafell zog ich alles an, was ging. T-Shirt, 3 Pullis und warmen Schlafsack, mehrere Socken. Das Bild wird wohl deutlich…
Zurück zum Camp. Wieder das Zelt aufgebaut, aber durch die lange Busfahrt hatten wir noch Kräfte, gingen also noch nachmittags, lange wunderschön wandern unter Himmelblau und Dauersonne. Wunderschöne Touren sind dort möglich. Cooler Basaltstein-Wasserfall namens Svartifoss. Tolle, einzigartig vielfältige Ausblicke. Ein klassischer, toller Hiking-Tag!
Der Trick letztlich dabei: Möglichst früh aufstehen, und mit dem Sonnenuntergang ins Bett. Wer das nicht hinbekommt, hat bei gleichwertigem Equipment wie unserem das Problem, möglicherweise nicht einschlafen zu können vor Kälte. Wer aufwacht schläft am besten weiter – ansonsten ist’s halt verkackt.
Spoiler: Am Ende der Reise war meine Nase rot. 80% eher Sonnenbrand, 10% natürliche, ichtypische Röte, 10% durch die Kälte der Nächte in Skaftafell. Es war aber auch nicht übertrieben unmöglich oder zehrend dort, alles machbar und letztlich gar nicht sonderlich spektakulär.

Freitag, den 15.8.: Island – Früh aufgestanden und den Tag in Reykjavik verbracht, der einzigen Stadt Islands. Für 150.000 EW ging da ganz schön was ab. Für einen Städter, wie ich es durch und durch bin, war es eine höchst ungewohnte Mischung aus Verschlafenheit und Kosmopolitismus in einem. Welthipsterhauptstadt, postmodern, zweifelsfrei. Wirkt wie Disneyland. Eine allgemeine Feststellung: Islands Bebauungen, aber auch die Supermärkte sind eine Chimäre zwischen Europa und den USA, wie ich sie bisher noch nicht so kannte. Alles sehr schnuckelig, winzige, pragmatische und zuckersüße Häuschen, viele Katzen und Cafés. Touristisch sowieso, auch ein Allgemeinplatz über ein Land, das wohl bis in den letzten Winkel den Tourismus nahezu optimal durchorganisiert hat – eine Abhängigkeit des Landes, aber keine allzu schlechte. Wir besuchten die Harpa Konzerthalle, für mich Höhepunkt in vielerlei Hinsicht. Architektonisch das wohl schönste Gebäude der Stadt. Auch süße Public Library. Vereinigt studentische Bibliothek und die typische “Bib-Für-Alle” auf mehreren Stockwerken – cool dort: Ein Schachbrett steht schon in der Kinderabteilung. Modernes Equipment, PCs usw, kann durchaus was gelernt werden. Praktisch dabei: Ein Fotografiemuseum ist gleich im selben Gebäude. (Efficacy und so.) Die Nationalgalerie ist auch interessant, aber letztlich v.a für Skulpturenliebhaber richtig empfehlenswert. Wirklich gut haben mir kaum Werke gefallen, abgesehen eines isländischen Malers, dessen Beeinflussung von Kandinsky eindeutig war, der war auch länger in Berlin…Das Rathaus ist architektonisch interessant (Bild), ansonsten eher mäßig. Da aber alles wirklich klein ist, ist es praktisch unmöglich Reykjavik zu besuchen ohne das Rathaus auch mindestens von außen gesehen zu haben. Und dann lohnt sich die riesige (analoge) 3D-Karte von Island (Bild), welche innerhalb von rechnerisch 21 Lebensjahren angefertigt wurde. Ansonsten ist vieles wie “Alter Hafen” echt ziemlich klein, klingt zwar versprechend, aber als Städter ist das echt eben klein. Kulinarisch hat ganz Island nichts zu bieten. Insbesondere nicht für Vegetarier. Für sehr reiche Menschen vielleicht doch, dann möglicherweise sogar auch für Veganer*innen, das kann ich aber nicht beurteilen – Restaurants sah ich während der ganzen Reise nur von außen. Ganz Island ist sakrisch teuer gewesen und ich musste mehr Geld ausgeben als ich für Essen geplant hatte. Schöne Mitbringsel sind auch selten. Außer die Postkarten, die waren schön und an unterschiedlichen Orten auch verschieden – was cool ist, was aber nicht für klassische, immergleiche Touri-Souveniers gilt (was aber für mich auch keine Rolle spielt). Wirklich witzig sind diese nordischen Pullis, welche praktisch überall beworben wurden, was aber eine auffallende Diskrepanz zwischen den modernen. stilbewussten Isländer*innen und diesen eher ungetragenen Pullis aufwirft. Abends ging es noch in den empfehlenswerten botantischen Garten, neben der wichtigsten Bibliothek des Landes versuche ich in Ländern immer auch die botanischen Gärten zu besuchen. Island ist ja gerade und wirklich vorweg wegen der Geologie, der Fauna und Flora eben der Natur spannend, mehr als alles andere, auch schön: Dieser Hortus Botanicus ist sehr wenig durchlaufen, die Ruhe in derartigen Orten ist eine angenehme, wiederkehrende Erscheinung. Die zweite Nacht im Zelt war vor allem extrem windig. Auch der Wind ist ganz anders als es mir bisher bekannt war – selbst in der Hauptstadt!

Donnerstag, den 14.8.: Stuttgart / Island – Mit einem City2City Bus ging es für 8€ nach Stuttgart, von wo wir flogen. Empfangen wurden wir von einem kalten Nieselregen, 50km von Reykjavik entfernt am Flughafen. Mit einem Busshuttle ging es für 2400ISK direkt zum Reykjavik Camping, der einzige nennenswerte, größere Campingplatz in der Hauptstadt. Mitten in der Nacht, in der Kälte und dem Regen bauten wir unser Zelt auf, welches den Regenhärtetest gut bestand, bis auf die Tatsache, dass wir nicht merkten, leicht in einer Kuhle aufgebaut zu haben. Folglich nasser Zeltboden und ebenso die Isomatten, aber letztlich unproblematisch.

Mittwoch, den 13.8.: München

Dienstag, den 12.8.: Lenbachhaus – 18 Uhr – Die Ausstellung zur Neuen Sachlichkeit angesehen, welche mir sehr gut gefallen hat.

Montag, den 11.8.:

Sonntag, den 10.8.: Arbeit – 9 bis 18:30 Uhr

Samstag, den 9.8.: Hypokunsthalle – Dix/Beckmann Mythos Welt – Großartige Ausstellung! Beide Künstler sind einfach großartig, haben mich wirklich weitergebracht und ich habe nun einen besseren Einblick in die Neue Sachlichkeit, Verismus und auch magischen Realismus bekommen, ästhetisch höchst befriedigend.

Juli:

Donnerstag, den 31.7.: GJM Sommerfest (ab ~22:40 dagewesen, Theater zuvor…)

Donnerstag, den 31.7.: Residenztheater – William Shakespeare – “Ein Sommernachtstraum” – 19:30 Uhr (8€ Kosten)

Sonntag, den 29.7.: Arbeit – 9 bis 18:30 Uhr

Samstag, den 26.7.: An der Gegendemonstration zur heuchlerischen “free palestine”-Demo teilgenommen von ca. 13:20 bis 15:20 Uhr. Natürlich angepöbelt und angeschrien worden.

Donnerstag, den 24.7.: Pinakothek der Moderne – Ernst Ludwig Kirchner – großartig!

Mittwoch, den 23.7.: Münchner Bildungs-Demo – 10:30 – Karlsplatz/Stachus

Montag, den 21.7.: DotA2 Tag im Jahr.

Samstag, den 19.7.: Ab 16 Uhr im CN YTer* Treffen.

Montag, den 14.7.: Bayerische Staatsoper – “Les Ballets Russes” – 19:30 Uhr (3,5€ Kosten)

Einfach großartig!

Montag, den 14.7.: MELESSA-Laborraum – 9:30 Uhr bis 11:10 – 7,9€ = 4,74€ Stundenlohn

Okay, hier mal wieder ein ausführlicher Bericht zu einem Uni-Experiment. Situation: 15 Runden à 3 Minuten an einem Aktienmarkt. Startportfolio: 200 Geldeinheiten – 3 Aktien. Geldeinheiten: 500 = 1€. Am Ende einer Runde in der ge- und verkauft werden kann, ist die Wahrscheinlichkeit 2/3, dass die Aktie 0 Geldeinheiten bringt und 1/3, dass sie 150 Geldeinheiten bringt. Durchschnittliche Erwartung für das Experiment war folglich: 15*200 + 3*[15(1/3*150+2/3*0)] = 5250 (10,5€) = 350 (0,7€) pro Runde.

Spieltheoretisch sinnvoll wäre es folglich Aktien ab 51 zu verkaufen und für bis 49 zu kaufen. In diesem Experiment gab es zudem Leerverkäufe. Das bedeutet, mensch konnte Aktien verkaufen, obwohl er*sie nicht hat, und das beliebig viel. Dies ist insofern relevant, als dass ich bspw. 10 Aktien verkaufen kann zu je 40 oder sowas, und dann einfach hoffe, dass die Aktien nicht triggern. Somit hätte ich schnell 400 Gewinn gemacht. In der ersten der 15 Runden habe ich normal gespielt um zu schauen, wie das game so funktioniert. Ich habe sehr viele Aktien erworben und 2000 gemacht. Jetzt wirds lustig:
In allen anderen Runden habe nur Leerverkäufe für eine Geldeinheit gemacht, also zum niedrigst möglichen Preis. Dadurch habe ich zwar mir überhaupt keinen Gefallen getan und aus diesem Teil habe ich auch kein Geld mitgenommen, aber dadurch habe ich ziemliche Gewinne für meine Gruppe gemacht. Ich habe pro Runde ca. 70-80 Aktien verkauft. Leider triggerten die recht selten, noch 3-4 mal insgesamt. Jetzt kann gerechnet werden: 75*4= 300, diese 300 bringen dann 150 pro, also 300*150=45000. 45000/500 = 90€. Dadurch habe ich vllt. 5-6 Personen, sagen wir 5 je +18€ gebracht, wenn diese alle gleich schnell meine Aktien gekauft haben. Deren Gewinne dürften folglich also pro Person um die 30€ betragen haben. Ich selbst hatte natürlich am Ende einen “Verlust” eines sehr hohen zweistelligen Eurobetrags, mehr als Minus 70€. Darüberhinaus habe ich mich eben als solcher Agent verhalten, der im höchten Maße selbstschädlich und altruistisch war, d.h. habe immer mein Geld ausgegeben für andere. Nur dadurch war es möglich, dass jede*r andere das dreifache des üblichen machen konnte, während ich eben auch ~10,5€ verzichtete. Was also im Hintergrund ablief: Ich kann natürlich keine echten Verluste machen, aber durch mein schlechtes Spiel in diesem Fall für extreme Gewinne für andere sorgen. Ich habe also Unigelder kommunalisiert, sozusagen, und nicht zu knapp. Ich hatte meine Freude daran, es hätte auch sehr krass viel mehr werden können wenn die anderen sich schneller und besser verhalten hätten. In 180 Sekunden nur 80 Aktien von mir zeugt nicht gerade von hohem APM und guter Präzision – zu wenig (ex-)Gamer*innen…270€ wären da auch locker drin gewesen, bei 1 Aktie pro Sekunde. m(. Ich gönne es den anderen, mir hat es mehr Spaß gemacht etwas zu hacken. Und ich habe die Gesichter im Nebenraum sehen können, also die der Experimentleiter*innen, die das an ihren Bildschirmen verfolgen konnten. Das war sauwitzig. Ich glaube zwar, ich habe deren Experiment zerschossen, aber das ist nicht mein Problem, wenn es falsch gebaut ist. (unendlich Leerverkäufe – Verlust trägt Uni…). Und auf die Möglichkeit ist auch keine andere Person gekommen – auch eine meiner Freuden.

Sonntag, den 13.7.: Fußball  – 21 Uhr – Finale

Freitag, den 11.7.: MELESSA-Laborraum – 11 Uhr – 9,25€

Dieses Experiment bestand aus einem demographischen Fragebogen, einem 3-seitigen Auszug der ifo-Studie über TTIP den mensch in 12 Minuten lesen konnte und sich möglichst viel davon merken, und zuletzt einen Multiple-Choice-Verständnistest mit 16 Fragen, für den mensch 15 Minuten Zeit hatte. 6€ gabs für den demographischen Fragebogen, für jede richtige Frage im Verständnistest 0,25 Cent. Ich hab folglich 13 Fragen von 16 richtig beantwortet, was noch akzeptabel ist – der Text war nicht einfach und die Fragen waren es auch nicht.

Donnerstag, den 10.7.: Münchner Volkstheater – Abbas Khider – “Der falsche Inder” – 20 Uhr – (5€ Kosten)

Die besten Aufführungen sind oft die spontanen, so wie diese als ein Schauspieler erkrankt ist und von einem anderen ersetzt wurde. Natürlich mit Textbuch. Dadurch wurde alles sehr unterhaltsam, was okay ist. Eigentlich ja eher ein vordergründig politisches Stück.

Donnerstag, den 10.7.: GJM MV

Mittwoch, den 9.7.: Münchner Volkstheater – Johann Wolfgang von Goethe – “Faust” – 11 Uhr – (5€ Kosten)

Mittwoch, den 9.7.: Fußball 22 Uhr – Halbfinale

Dienstag, den 8.7.: Fußball 22 Uhr – Halbfinale

Sonntag, den 6.7.: Münchner Volkstheater – Henrik Ibsen – “Gespenster” – 19:30 Uhr – (5€ Kosten)

Sonntag, den 6.7.: Arbeit – 10 Uhr bis 18:30 Uhr

Freitag, den 4.7.: Münchner Volkstheater (Kleine Bühne) – Thomas Mann – “Felix Krull” – 20 Uhr – (5€ Kosten)

Freitag, den 4.7.: Deutschland – Frankreich angesehen

Donnerstag, den 3.7.: Münchner Volkstheater – Rolf Hochhuth – “Der Stellvertreter” – 19:30 Uhr – (5€ Kosten)

Donnerstag, den 3.7.: MELESSA-Laborraum - 11:00 Uhr – 4€ hat mich 5 min gekostet. Waren schon voll. Ich berechne das eig. vorher, dass mir das nicht passiert, aber meine Fahrradkette ist zweimal raus…

Mittwoch, den 2.7.: Literaturhaus München – “Die schrecklichen Kinder der Neuzeit – Peter Sloterdijk im Gespräch mit Rüdiger Safranski” – 20 Uhr – S. war krank, ausgefallen. :(

Mittwoch, den 2.7.: MELESSA-Laborraum - 10:00 Uhr – 12,6€

Nachtrag: Ein Teil bestand aus Multiplikationsaufgaben, 36 Minuten lang, 6 Runden à 6 Minuten in einer Gruppe von 5 Menschen. Ich war 5 mal der beste, einmal zweitbester, das verwunderte mich aber sehr, weil ich weiß wie verbesserbar das ist.

Juni:

Montag, den 30.6.: Fußball – Deutschland – Algerien angesehen

Sonntag, den 29.6.: Fußball – Chile – Griechenland angesehen

Sonntag, den 29.6.: Stadtlauf 10km

Samstag, den 28.6.: Münchner Kammerspiele (Werkraum) – “Trunkener Prozess” – 20 Uhr – (4€ Kosten)

Samstag, den 28.6.: Fußball – Brasilien – Chile angesehen (bis zur 90.)

Samstag, den 28.6.: 7. Lisar Bücherflohmarkt & Hinterhofflohmarkt Lehel

Mittwoch, den 25.6.: Literaturhaus Münchern – “Faust, ein Frühkapitalist? Goethe trifft Karl Marx” – Sahra Wagenknecht im Gespräch mit Manfred Osten” – 19 Uhr

Ein bisschen Poppolitik muss auch mal sein. Und das so was ausverkauft ist, finde ich ziemlich genial.

Montag, den 23.6.: Münchner Volkstheater (Kleine Bühne) – Mark Haddon – “Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone” – 19 Uhr – (5€ Kosten)

Sonntag, den 22.6.: Lenbachhaus – 19. Jahrhundert-Ausstellung angesehen.

Samstag, den 21.6.: Fußball – Deutschland – Ghana angesehen.

Freitag, den 20.6.: Marstalltheater (Residenztheater) – Nis-Momme Stockmann – “Phosphoros” – 19 Uhr – (8€ Kosten)

Mittwoch, den 18.6.: Kyreinstr. 3  – Stolpersteinverlegung mit Schüler*innen aus Kalifornien – 14 Uhr

Dienstag, den 17.6.: Marstalltheater (Residenztheater) – Ingmar Bergman – “Persona” – 20 Uhr – (8€ Kosten)

Dienstag, den 17.6.: GJM – Mitgliederversammlung – 19 Uhr

Montag, den 16.6.: Fußball – Deutschland – Portugal angesehen.

Montag, den 16.6.: Literaturhaus München – “Der Gesang des Todes – Robert Musil und der Erste Weltkrieg” (2€ Kosten)

Sonntag, den 15.6.: Arbeit – 9 Uhr bis 18:45 Uhr

Samstag, den 14.6.: ALLTAG UND RASSISMUS: KULTUR – Eine Diskussionsreihe im Rahmen der Initiative “Kunst und Kultur für Respekt” – 21 Uhr

Samstag, den 14.6.: Arbeit – 10 Uhr bis 18:45 Uhr

Freitag, den 13.6.: Münchner Kammerspiele (Werkraum) – “Laboratorium 4 – Polen ist mein Italien” – 20 Uhr – (6€ Kosten)

Die Beschreibung sagt im Prinzip alles.

Donnerstag, den 12.6.: MELESSA-Laborraum – 13:15-15:15 – Gewinn: 21€ – Stundenlohn folglich 10,5€ – Exp. eig. wie immer, unspannend.

Mittwoch, den 11.6.: Münchner Kammerspiele (Spielhalle) – “Spectacular Lightshows of which u don’t see the effect” – 20 Uhr – (4,83€ Kosten)

Angekündigt ist dieses Stück als ein Zufallsort und Installation, indem es keine andere Verständigung und Annäherung als über die mit Hilfe des Körpers möglich ist. Das Bühnenbild ist sehr karg: Nur ein Bett, ein leerer Holzlaminatboden, ein Wohnzimmer, ein Tisch, zwei Stühle und eine Art Küche mit Ablage. In diesem 2-Personenstück passiert die knappe erste halbe Stunde nichts anderes als, dass Benny Claessens und Risto Kübar in Stille mit einander Armrangeln, es ist klar, sie ringen um Liebe. Es wird Musik eingespielt, aber sie rangeln fast unverändert weiter. In der Pause blieben sie einfach auf der Bühne und rauchten und starrten sich unentwegt in die Augen, von Pause war also kaum zu sprechen auch wenn viele rausgingen oder gar ganz gingen. Danach ging es ähnlich weiter, mehr Gerangel, irgendwann lagen sie auf dem Boden und onanierten. Dann schlugen sie sich ernsthaft, mit echten Schmerzen für gut 20 Minuten. Danach gab es eine Annäherung mit schüchternem, erfolgreichen Kuss. Zum Schluss wurde noch Musik eingespielt mit einem philosophisch angehauchten Text, der aber so klang als ob er unüberlegt einfach niedergeschrieben wurde, weil er Nichtigkeiten enthielt, die ich nicht im Wortlaut wiedergeben kann, aber in der Art klangen wie: “Liebe ist Verschmelzung und Spaltung”, “Liebe ist die Mutter, die Schwester und die Tochter des Todes”. Was kann das Stück? Es ist von meiner persönlichen Perspektive auf Theater, also nicht von der inhaltlichen Ebene betrachtet, gut und spannend. Körper und Bewegung ist im Vordergrund, es geht um nichts anderes als den Menschen und dessen Verhalten, insbesondere die Liebe und Mitmenschlichkeit. Die Stille zwingt zum eigenen Soundtrack, das karge Bühnenbild zum Fokussieren. Üblicherweise besteht Theater heute aus einem großen Mix an Reizen: Musik, Effekte, Lärm, Licht, Text und Schauspiel. Das kann gut sein, ist oft genug aber ein unhinterfragte Prämisse für Theater und eine eierlegende Wollmilchsau. Oft genug ist Theater ganz nach Brecht und älterer Theoretiker*innen ein Lehrraum, bspw. zur Veredelung des Menschen. Das ist heute natürlich keine emanzipierte Daseinsform für den Zuschauenden, der somit per se als unwissend gelten muss. Dieses Stück läuft mit einem sehr spannenden Verhältnis zu den Zuschaunden ab. Bis auf eine Szene gibt es keine Blicke in den Zuschauerbereich, sondern nur gegenseitiges Anstarren der Protagonisten. Am Ende des Stücks gehen die Schauspieler einfach. Nach längerer Leere, das Stück ist aus, kommt es zu Applaus aber die Schauspieler kommen dennoch nicht. Der Zuschauer wird für sich allein gelassen und das mag ich. Ich glaube es gibt ein Zitat von Adorno das in etwa lautet, es sei im Theater nicht möglich Schmerz, Orgasmus und Tod zu reproduzieren, sondern höchstens zu spielen oder eben darzustellen. Wieso Schmerz und Orgasmus nicht möglich sein sollte, weiß ich nicht. Tod ist unter allgemeinen Umständen nicht möglich, aber auch hier ist gerade der Schluss spannend, also das radikale Wegbleiben der Schauspieler, die logische Konsequenz des Schmerzexstase wäre ja eigentlich der Tod, welcher somit zumindest im Ungewissen und somit als Möglichkeit bestehen bleibt, was wohl die einzig legitime Form ist, denn Tod auf der Bühne anzudeuten wäre unvollständig. Was mir auch aus einer antivoyeuristischen Perspektive gut gefallen hat war, dass das Theater in diesem Stück die Hauptsache ist und nicht die zahlenden Zuschauer*innen, welchen die Schauspieler*innen am Ende die Ehre erweisen müssen. Wie hat mir das Stück gefallen? Letztenendes zwiespältig. Es geht um Liebe und der letzte Satz der Stückbeschreibung lautet: “Ein Plädoyer für die Verletzlichkeit.” Nun ist es aber so, dass Liebe im Prinzip eigentlich nicht verteidigt werden kann. Liebe passiert oder nicht, in der Liebe geht es nicht um verteidigen oder das Gegenteil: Angreifen. Der Versuch echte Liebe darzustellen ist darüberhinaus zum Scheitern verurteilt. Das Stück hat klar versucht reale Konsequenzen auszulösen, durch die echten Ohrfeigen und Schläge. Dies geschah unter der Annahme, dass Liebe und Schmerz oft zusammenfallen. Liebe, die eigentliche Liebe, halte ich jedoch für undarstellbar, eben nicht wie Schmerz oder Orgasmus. Somit kam dieses Stück bei mir als Kampfansage für die Liebe herüber. Gerade ob der gewünschsten realen Einflussnahme. Und da muss ich sagen: Wenn Liebe mittlerweile einen Kampf braucht, dann ist sie längst verloren.

Sonntag, den 8.6.: Residenztheater – Johann Wolfgang von Goethe – “Faust” – 18:00 Uhr – (8€ Kosten)

Samstag, den 7.6.: Cafe Netzwerk – Münchner YouTuber Treffen ab 18:30 Uhr

Coole Leute, und vor allem wunderbar vielfältig!

Samstag, den 7.6.: Arbeit – 10 Uhr bis 18:30 Uhr

Donnerstag, den 5.6.: Hofbräuhaus, Wappensaal (1. Stock) – Grüne MünchenStadtversammlung – 19 Uhr

Mittwoch, den 4.6.: Rationaltheater München – Franz Kafka – “Beschreibung eines Kampfes” – 19 Uhr (8€ Kosten)

Dienstag, den 3.6.: Niederlassung – Buttermelcherstraße 6 – GJM Stammtisch – 19:00

Dienstag, den 3.6.: Hochschulwahlen in der Schellingstraße 4

Montag, den 2.6.: Marstalltheater (Residenztheater) – nach Frank Wedekind – “Frühlings Erwachen! (Junges Resi)” – 10:00 Uhr (8€ Kosten)

Sonntag, den 1.6.: Arbeit – 9 Uhr bis 18:45 Uhr

Mai:

Donnerstag, den 29.5.: Münchner Kammerspiele – Frank Wedekind – “Franziska” – 19:30 – (4€ Kosten)

Mittwoch, den 28.5.: Münchner Volkstheater – Johann Wolfgang von Goethe – “Die Leiden des jungen Werther” – 19:30 Uhr – (5€ Kosten)

Dienstag, den 27.5.: Münchner Volkstheater – Ken Kesey – “Einer flog über das Kuckucksnest” – 19:30 Uhr – (5€ Kosten)

Sehr klamaukik, ein teilweise intelligenter Subtext über linke Kultur, Marx, Psychologiekritik entschädigt kaum. Ich bin auch nicht sicher, ob das Stück nicht erstaunlich gealtert ist und ob Humor der noch ein sinnvoller Zugang ist um auch (immernoch?) 2014 den Zugang zu den Menschen in Psychatrien zu ermöglichen.

Montag, den 26.5.: Institut français München – “‘An die Kulturwelt!’ Das Versagen der Intelligenz” – 20 Uhr

Wow, das IFM hat eine wunderschöne Örtlichkeit und sehr kompetente Leute. Die 3 Vorträge waren von exzellenter Qualität und auch die Diskussion war gut, etwas was praktisch nie der Fall ist.

Mit dabei waren: Emmanuel Cohet, Französischer Generalkonsul, München; Jutta Höcht-Stöhr, Leiterin der Evangelischen Stadtakademie München; Prof. Dr. Horst Möller, ehem. Direktor des Deutschen Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin: Französische und deutsche Intellektuelle im Vergleich; Dr. Alf Christophersen, LMU und Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt: Theologie und Philosophie; Prof. Dr. Carla Schulz Hofmann, ehem. Stv. Generaldirektorin der Bayerischen Staatsgemäldesammlung: Bildende Kunst; Dr. Julien Thorel, Leiter des Institut francais München

Montag, den 26.5.: MELESSA-Laborraum – 9:30-10:30 Uhr

Gewinn: 13,1€. Zeitaufwand: 80 Minuten. Stundenlohn: 8,1875€ – Zusammengefasst gab es in diesem Experiment eine Gruppe aus 4 Probant*innen, welche dann in 2*A und 2*B noch eingeteilt werden. Es gibt ein Gruppeneinkommen und ein Einzeleinkommen. Mensch kann pro Runde 20 Punkte setzten, also bspw. 15 in den Gruppentopf, folglich 5 für den Einzeltopf. Typ-B bekommt 0,8*(Gruppentopf) wieder, Typ-A nur 0,4(Gruppentopf). Wenn also alle kein Geld in den Topf einzahlen, bekommt jeder 20 Punkte. Wenn alle ihre 20 Punkte einzahlen, bekommt Typ-A 32 Punkte, Typ-B 64 Punkte. Ich war Typ-B. Ich setzte also immer 20 Punkte, der andere Typ-B leider nicht konsequent und die Typ-A-Menschen praktisch garnicht. Ich hab also den Gewinn der anderen verursacht. Die anderen hätten mehr Geld gemacht, wenn sie stets auch 20 in den Gruppenaccount gesetzt hätten. Aber die Leute können kein Mathe, oder sind egoistisch auf Kosten des eigenenen Gewinns. Wieder ein Experiment, indem es für mich vollkommen unverständlich bleibt, dass Leute nicht logisch handeln – obwohl ein Maximum an Geld fast mit dem Maximum an eigenem Geld verbunden ist. Diese Mitstudierenden machen mich echt fertig…

Sonntag, den 25.5.: Bayerische Staatsoper – Bernd Alois Zimmermann – “Die Soldaten” – 19 Uhr – (7€ Kosten)

Premiere. Hat mir leider nicht gefallen.

Sonntag, den 25.5.: Europawahl

Ich werde als Grüner die Piraten wählen. Auch wenn die Grüne Europafraktion mit Jan Philip Albrecht, Ska Keller und vielen weiteren für mich sogar die beste Fraktion auf allen grünen föderalen Ebenen ist, werden die Grünen ihr Mandat schon bekommen, aber wenn die Piraten reinkommen, kommen somit auch Leute rein, die ich unbedingt ebenfalls drin haben will: Julia Reda, Gert Kramm, Fotios Amanatides, Anke Domscheid-Berg sind die ersten 4 auf der Liste, was so in etwa im Bereich des möglichen liegt. (7,5% = 8 Sitze, siehe Die Linke 2009) Genau die 4 möchte ich im Parlament haben. Langfristig ist das äußerst förderlich eine Piratenfraktion im EP zu haben. Ich hoffe zudem, dass eine deutsche Piratenfraktion im EP der Piratenpartei Seriösität verleiht und einen letzten, notwendigen Anschubser verpasst. Wenn das nichts wird, dann ist die PP echt noch mehr kaputt. Zukünftig werde ich aber sicher Grün wählen. (solange die Grünen gut weitermachen, ofc.) Ich hoffe die Piraten schaffen ein paar Sitze…

Nachtrag: Für einen Sitz hat’s gereicht. Glücklicherweise und immerhin. Schade um die schwedischen Piraten – das ist eine wirkliche Katastrophe. Jetzt ist nur Julia Reda als einzige Piraten im EP vertreten. Die Notwendigkeit ihres Daseins ist also drängender denn je.

Sonntag, den 25.5.: Völkerkundemuseum München – Sonderausstellung – “From Samoa with Love? Samoa-Völkerschauen im Deutschen Kaiserreich. Eine Spurensuche

Sonntag, den 25.5.: Völkerkundemuseum München – Dauerausstellung – “Kunst aus Afrika. Themen der Künstler

Samstag, den 24.5.: Münchner Kammerspiele (Schauspielhaus) “Gesäubert / Gier / 4.48 Psychose” – 19:30 Uhr – (8€ Kosten)

Freitag, den 23.5.: Münchner Kammerspiele (Werkraum) – “Laboratorium 3 – Country Kitchen” – 20:30 Uhr – (6€ Kosten)

Freitag, den 23.5.: Spontane Experimentteilnahme. 60 Minuten – 5€.

Ich musste nen Fragebogen ausfüllen. Dann bekam ich noch ein körpereigenes Hormon, musste 40 Minuten warten und noch mehr Fragebogen ausfüllen. Aber gute Gespräche und nebenbei Lesen können, ist mehr als eine Aufwandsentschädigung. Und ich musste in 5 Minuten ein Haus, Baum, Fluss, Mensch + Horizont malen. Urgh!

Donnerstag, den 22.5.: Cuvilliéstheater – Elias Canetti – “Die Befristeten” – 20 Uhr – (8€ Kosten)

Donnerstag, den 22.5.: MELESSA-Laborraum – “10 Uhr bis 11 Uhr”

Ich muss mit dem Ende beginnen: Als ich dann in der Mensa war hab ich mich noch aus anderen Gründen mich geärgert: Als einem Obdachlosen, der in der Mensa jeden Tag als Gast isst, die Zeitung heruntergefallen ist – hoben zwei Personen diese nicht auf, sondern ließen sie einfach liegen, das waren so gut angezogene Studierende. Klar bin ich eingesprungen aus 20 Meter sozusagen. Was will ich sagen? Asozialität – als solches werden die falschen beschrieben.

Zum Experiment: Ich habe so schlecht verdient wie kein anderer und keine andere. Wieso? Es war ein zweiteiliges Experiment, der erste Teil bestand aus 40 Runden und der zweite auch. Mensch bekam pro runde fiktive 25€ und konnte sich entscheiden, ob mensch entweder diese 25€ als ganzes zu versteuern gibt oder angibt 7,5€ verdient zu haben. Wenn Mensch ersteres angibt, bekommt mensch einfach 10€. Bei letzterem Fall kann es sein, dass eine Steuerprüfung auftritt zu einer gewißen Wahrscheinlichkeit.

In Gruppe 1 war die Wahrscheinlichkeit folgendermaßen: Wenn 2 von 8 angaben nur 7,5€ verdient zu haben (folglich 6 angaben 25€ verdient zu haben, dann wurden alle beide, die 7,5€ angaben, überprüft. Die Formel: 2 werden geprüft pro Runde. Also wenn 8 Leute 7,5€ angegeben haben, dann werden 2 darauf geprüft. Die Chance erwischt zu werden und in der Folge als Strafe nur 2,5€ übrig bleiben war 25%.

In Gruppe 2 war es so, dass es 4 statt 2 Steuerprüfungen pro Runde gab. Also, falls alle 8 angaben 7,5€ verdient zu haben, die Wahrscheinlichkeit beim Steuerbetrug erwischt zu werden bei 50% lag.

Ich hab mir also vorher ausgerechnet, dass es für alle, also sogar auf individueller und gemeinschaftlicher Ebene, statistisch Sinn macht stets 7,5€ anzugeben.

Aus diesen 80 Situationen wurden dann zufällig je eine aus Runde 1 und 2 ausgewählt. Die Gewinnformel war: (R1+R2)/2. Bspw: Runde 1: 22,5€ (Also wenn man erfolgreich so getan hat, als ob mensch nur 7,5€ zu versteuern hat) + 2,5€ (wenn mensch dabei erwischt wurde) = 12,5€. Oder: Wenn Mensch immer einfach “ehrlich” bleibt: (10€ + 10€)/2 = 10€.

Ich hab mir also gedacht, okay – die können ja alle bestimmt rechnen und geben immer 7,5€ an. Denn: Erwartungswert wäre, wenn es alle machen, bei Gruppe 2: (0,5*22,5€)+(0,5*2,5€)= 12,5€ und bei Gruppe 1: (0,75*22,5€+0,25*2,5€)=17,5€ (Etwas, das auch nicht schwer war kurz auszurechnen!)

Aber was ist passiert: Ich bekam am Ende 2,5€ zusätzlich zu den 4€ fürs pünktliche Erscheinen und alle, bis auf ca. 1 Person 10€+4€ ausbezahlt. Ich war eben so naiv zu glauben, dass alle das so machen würden wie ich, weil es ja logisch ist, dass 12,5€ oder 17,5€ attraktiver sind als 10€.

Mir war es auch egal, obs 6,5€ oder 14€ werden, es wäre ja durchaus nicht unwahrscheinlich gewesen sogar 26,5€ zu bekommen!

Die Menschen sind also manchmal asozial ohne es zu bemerken, schaden, weil sie nicht alle Parameter verstanden haben. Schaden sich selbst durch Mutlosigkeit, was durchaus typisch ist für Deutschland)

Mittwoch, den 21.5.: Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (Leonrodstraße 46b) – Überwachtes Deutschland – Alliierte Lauschangriffe auf die alte Bundesrepublik – 18 Uhr

Das war richtig klasse. Der Typ kennt sich aus wie sonst keine*r, der mir bekannt ist. Ich empfehle sein Buch: “Überwachtes Deutschland”!

Dienstag, den 20.5.: (Theater fiel leider aus, ein Darsteller ist kurz vor Beginn krank geworden.)

Sonntag, den 18.5.: Residenztheater – David Mamet – “Die Anarchistin” – 19 Uhr – (8€ Kosten)

Sonntag, den 18.5.: Arbeit – 9 Uhr bis 18:45 Uhr

Samstag, den 17.5.: Residenztheater – Leonce und Lena. Dunkle Nacht der Seele – 20 Uhr – (8€ Kosten)

Freitag, den 16.5.: Münchner Kammerspiele – Premiere – “Die Zofen” – 19:30 Uhr – (8€ Kosten)

Donnerstag, den 15.5.: Marstalltheater (Residenztheater) – G.M. Cervo, M. Mayenburg, A. Ostermaier, R. Spregelburd – “Call me god” – 20 Uhr – (8€ Kosten)

Mittwoch, den 14.5.: Marstalltheater (Residenztheater) – Edgar Allan Poe – “Der Untergang des Hauses Usher” – 20 Uhr – (8€ Kosten)

Dienstag, den 13.5.: Residenztheater – Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière – “Der Vorname” – 20 Uhr – (8€ Kosten)

Bei Komödien/Lachtheater ist ausschließlich spannend zu analysieren warum wer lacht. Es war durchaus witzig, weil das Stück einen Sog hat und diesem kaum zu widerstehen ist – aber die Witzigkeit funktioniert eben nur in dieser Parallelwelt. Es ist kein Theater, indem eine zusätzliche Welt aufgemacht wird, sondern eine andere Welt.

Dienstag, den 13.5.: Salon Irkutsk – Vernissage der Ausstellung von (@Leonhard_Simon – FB-Profil) – 18 Uhr

\o/ – Tolle Bilder!

Dienstag, den 13.5.: MELESSA-Laborraum von “16 bis 18 Uhr”

Der Zeitaufwand: 15:55 bis 18:15: 140 Minuten. Erwirtschaftetes Geld: 19,5€. Stundnlohn folglich: 8,35€

Das Experiment war sehr ausführlich. Zu 6 verschiedenen Zeitpunkten wurden Cortisolproben per Speichel genommen. Im Experiment wurde alles per Webcam gefilmt, was am Computer bearbeitet wurde: Eine Marktsituation mit Aktien zum kaufen und verkaufen. Mensch bekam ein Startkapital und Startaktien. Dann gab es 15 Runden. Nach jeder Runde warfen die Aktien entweder 0, 0,08, 0,28, oder 0,6 € ab. (ich vereinfache, eig. Taler zum Tausch 3 Taler = 2 €) Also 15 Dividendenrunden und am Schluss sind die Aktion wertlos. Jede Runde können Aktien zu selbstausgesuchten Preisen gehandelt werden. Im Durchschnitt war eine Aktie also pro Runde 0,24€ ab.

Der Erwartungswert nach 15 Runden ist für eine Aktie also 3,6€, bei Maximum 9€ und Minimum 0€. Ich bekam Am Anfang 14,4€ und 2 Aktien. Ich verkaufte direkt beide Aktien für 4€. Hatte also dann 22,4€. Das ist mathematisch völlig unzweifelhaft sinnvoll. Gegen Ende hatte ich dann sogar noch ein wenig mehr, weil in den letzten Runden irgendwer unter Erwartungswert verkaufte. Bei Runde 13 (14) verkaufte jemand für 0,73 (0,47) an mich noch zwei Aktien – völlig dumm (aus stochastischer Perspektive) – beide Runden brachten lustigerweise noch je 0,6€ pro Aktie für mich. Ich bin mir also ziemlich sicher, dass ich ziemlich perfekt agiert habe – wenn jemand besser war, dann nur durch Glück – diese Person müsste 0,8€ durch Zufall bekommen.

Leider – was ich erst nach Auflösung herausfand – war die Ausgangsposition nicht gleich. Ich vermute, andere hatten ein höheres Startkapital – denn ich glaube auf einem Zettel, den ich eigentlich nicht sehen sollte, gesehen zu haben, dass andere Personen wesentlich mehr bekamen, ich schätze mind. 25€. Da es weder durch Zufall, noch durch Skill (Nur einer von den anderen 5 verstand im Laufe des Spiels die simple Mathematik dahinter und wir gaben dann immer 0.01€ unter dem Erwartungswert  der jeweiligen Runde unser Kaufangebot ab. (Ich wollte in Runde 1 schon für 3,59€ kaufen…). Locker 10 Runden wurde dann auch gar nicht gehandelt, ich weiß nicht, wieso Personen dachten, sie könnten in Runde 8 noch 3€ dafür verlangen :o

Wirklich lustig war an der Studie einerseits das Adrenalin und die Professionalität, aber ein krasses Schmankerl hatte sie zusätzlich. Vor dem Marktexperiment gab es eine fiktive Bewerbungssituation auf die wir uns 10 Minuten lang vorbereiten duften. Wir wurden dann alle gleichzeitig in einen Raum gebracht mit 2 absichtlich sehr harten Prüfer*innen. Ich kam als letztes dran. Vor mir bewarben sich die anderen 5 auf: 2*Lehrer, Projektleiter, Statistiker und noch irgendwas richtig gut bezahltes, was ich nicht mehr zusammenbekomme – leider. Jedenfalls: Alle waren unsicher und verplapperten sich. Dabei nahmen sie das aber durchaus sehr ernst. Irgendwie wirkte das, mit verlaub irgendwie lustig auf mich, auf der einen Seite derart gesellschaftlich anerkannte Jobs, auf der anderen ein Herumgestammel sondergleichen. Ich bewarb mich als Fachkraft für Abfallentsorgung – aber mit dem Twist, dass ich ungefähr meine Rede so aufbaute, als ob ich mich in Wahrheit – von den gedroppten Buzzwords und Floskeln – direkt bei irgendeiner elitären Unternehmensberatung bewerben würde. Das ganze wurde gefilmt – da werden ein paar Menschen sicher Spaß haben.

Nach der Rede wurden Mathematikaufgaben gestellt. 17-er Reihe herunterzählen von vierstelligen Zahlen. Da ich es so lächerlich fand, dass alle sich um derartige, typische, elitäre Jobs – auf so eine pseudoselbstsichere Art bewarben – strengte ich mich ein wenig an und bekam das herunterzählen auch besser hin als alle anderen. Die Bezahlung war an dem Tag lausig – ich hatte mein Spaß auf dieser Ebene. Denn: Dieses Melessa ist, imho, für die Forschung unverwertbar, weil es nur für elitäre Studierende (ich nehme mich nicht aus) gilt, die sich gerne einer intellektuellen Phallometrie stlellen (ich nehme mich nicht aus) und dafür auch noch Kohle kassieren (Hell yeah) – es geht also genau um Geld und darum, zu schauen, ob das eigene Gehirn so funktioniert, wie mensch es möchte.

Montag, den 12.5.: Marstalltheater (Residenztheater) – Arthur Schnitzler – “Reigen” – 20 Uhr – (8€ Kosten)

Jeder Kommentar ist verlorene Zeit. Das Buch hat heute nur noch historische Relevanz, das Stück von vorneherein hatte keine wirkliche Chance sich zu emanziepieren, weil die Basis komplett fehlte.

Sonntag, den 11.5.: Bayerische Staatsoper – Mason Bates / Mukul / Frank Zappa – “Der gelbe Klang / Uraufführungen” – 19:30 Uhr – (3,5€ Kosten)

großartig!

Sonntag, den 11.5.: Arbeit – 9 Uhr bis 18:45 Uhr

Samstag, den 10.5.: Berlin – Pergamonmuseum & Museum für Islamische Kunst (6€ Kosten)

Freitag, den 9.5.: Berlin

Donnerstag, den 8.5.: Berlin - Neue Nationalgalerie Berlin (6€ Kosten)

Ausweitung der Kampfzone. 1968-2000. Die Sammlung Teil 3

Marsden Hartley – Die deutschen Bilder / The German paintings 1913-1915

Jörg Immendorff – Druckgraphik – Kabinett in der Neuen Nationalgalerie

Houellebecqs Buchtitel war für mich ein Hauptgrund unbedingt da rein zu gehen.

Donnerstag, den 8.5.: Berlin – re:publica

Mittwoch, den 7.5.: Berlin – re:publica

Shadow libraries – pirate archivists

Tales for GrownUps

Cultivating Whimsy through Applied

Common kids can code!?

Re:framing Learning

Let’s understand how the world functions

Wild Wild Web: Netzkultur ohne niedliche Katzen

Dienstag, den 6.5.: Berlin – re:publica

So, jetzt ist es kurz nach 1 Uhr und ich werde noch kurz was schreiben, bevor ich dann viel zu kurz schlafen werde – zu Anbeginn die Liste der besuchten Vorträge:

Welcome!

Ist halt ein Willkommenspanel. Leute werden begrüßt, Hände geschüttelt, die Wirtschaft gepriesen und ausgelacht zu gleich.

Opening Keynote for re:publica & MEDIA CONVENTION

Was zum Lachen als Einstieg. Akzeptabel, weil es die Stimmung aller aufputscht.

Heroes

Entpuppte sich leider im Prinzip als (hochwertige) Auflistung von Whistleblower*innen. Als ob Hero identisch wäre mit Whistleblower. Im Prinzip fühlte es sich an wie eine angenehme Themaverfehlung.

Erkenntnisgewinn: Paar Namen zum ersten Mal gehört, die ich nachschlagen werde. Von daher: Ganz gut.

Black to Grey to Black: Lessons From Two Decades of Online Activism

Ich hätte ein wenig mehr Inhalt erwartet von @xor, dem ich seit langem auf Twitter folge. Ich wusste gar nicht, dass der Vortrag von ihm ist. Wirklich viel außer: Schau an, was früher war um jetzt gut zu handeln – als wirklich abstrakter Leitsatz, welcher aus einem eher drei kleinen Beispielfelsen herausgeschlafen wurde, musste mich letztlich enttäuschen, da er mir schon bekannt war.

Erkenntnisgewinn: Hotlinking zu Bildern die im Notfall ausgetauscht werden gab es in den Neunzigern auch schon, nicht erst mit der Internet Defense League 2012. Von daher: Von einem international Speaker, der bei der EFF ist, hab ich mir ein wenig mehr erwartet.

In doubt, be in doubt

Akkustikkatastrophe. Tiefpunkt des Tages. Während es WUNDERSCHÖN war, bei den letzten 2 Vorträgen Kopfhörer aufzuhaben, fand dieser schlechte Troll in einer lauten Halle statt. Sein registerreiches Englisch trug meinem Vergnügen auch nicht zu. Ich hab dann aufgegeben und Twitter gelesen… Erkenntnisgewinn: Verdammt nochmal besser darauf achten, wo die Lautsprecher stehen. Von daher: Vergeudete Zeit

Hacking History

Was heute alles als Hacken durchgeht. Dat gab’s vor 20 Jahren och noch nicht. Ansonsten ganz positiv, weil es wirklich um das akademische Fach der Historik ging. Leider war der Vortrag eine eierlegende Wollmichsau. Es ging mal um Tools, mal um früher und dann die Utopie und zuletzt um konkrete Speziallinguistiktools. Woot?

Erkenntnisgewinn: In etwa:Akademiker*innen fürchten sich auch vor den digitalen Veränderungen und bremsen, weil sie sich wohlfühlen mit ihrem akademischen peer-review System. Von daher: Ganz in Ordnung

From ACTA to TTIP – Global trade agreements

Eigentlich auf 60 Minuten angelegt, bin aber auch – weil auch hier die Akustik mir nicht genügte und weil er Typ sein (muttersprachliches) so genuschelt hat, zudem sein Vortragsstil miesem Herunterreden ähnelte – in mein Handy geflüchtet.

Erkenntnisgewinn: Bücher sind so viel besser und effektiver in manchen Bereichen…Bei einem komplexen Thema kann ich die Dinge die ich schon weiß schnell ablesen, Neues so lange analysieren bis ich’s zum gewünschten Grad verstehe. Von daher: Ungut

Networking [European] Democracy

Zwei coole Menschen erzählen konkrete funktionierende Geschichten von europäischer Bürgerbeteiligung/Öffentlichkeit auf örtlicher Ebene. Dazu klare und richtige Analysen, warum und was derzeit nicht funktioniert – angenehmerweise aus pro-europäischer Sichtweise.

Erkenntnisgewinn: Frischer politischer Wind war spürbar, zudem kannte ich die NHS und auch die Dänische “radikal” Party bisher nicht, ich freu mich aber einfach so sehr, wenn junge Menschen klar europäisch leben und richtig power und Herzblut dem europäischen Traum widmen. Gut!

Why should you know who has been asking about you?

Spannend ist’s immer über den Tellerand zu schauen, bisher hab ich nur online von der Panoptykon Foundation aus Polen gehört. Der Vortrag von Katarzyna Szymielewicz bot viel neue Einsicht, denn diese Gruppe von Menschen visualisierte Teile der Snowden Dokumente hinsichtlich welches Stichwort wie oft genannt wird und wie diese verknüpft sind, bspw. XKEYSCORE oder PRISM. Das führt tendenziell einfach zu einer besser Übersicht – etwas was einfach nach wie vor ziemlich fehlt. Szymielewicz ist auch sehr cool, weil sie bei EDRi ist. Gut aufgebauter Vortrag mit klaren Fragen und klarem Ziel zur Diskussion von Lösungen / Hinführung zu möglichen Hebelpunkten.

Erkenntnisgewinn: Diejenigen die nach deinen Daten fragen sind ca. 66% Law Enforcement und ca. 33% Police. Nur der Rest ist Geheimdienst. Daraus ließe sich jetzt viel ableiten, Vieles aber auch spekulativ. Von daher: Gut!

Data gone wild – wie frei darf Datenvisualisierung sein?

Talk von vier Menschen, die beruflich mit Datenvisualisierung zutun haben. War ganz spannend, weil es viele Beispiele guter und schlechter Umsetzungen von Visualisierungen zu hören gab.

Erkenntnisgewinn: Ich freue mich auf Datenvisualisierung in der augmented reality, Begehbares und stuff. Von daher: Okay bis gut.

LobbyCloud

Marco Maas und Sebastian Vollnhals stellten ihr diesjährigen neues Projekt vor. Toll! Sie entwickeln LobbyPlag weiter.

Ich empfehle einfach die Homepage selbst: lobbycloud.eu

Es gibt schon Kooperationen mit ein paar MdEPs, ergo da läuft was. (Auf der re:publica sind durchaus auch ein paar GJler*innen, und wir saßen zusammen mit JPA und hörten uns das an.

Erkenntnisgewinn: Kleine Gruppen können richtig was bewegen. Die Lobbygruppen haben sich durch die partikulare Arbeit von LobbyPlag gezwungen gesehen einen Spin weiter zu drehen und Direktiven wie: “Bitte nicht direkte Formulierung übernehmen” in ihre neuen Proposals geschrieben. Von daher: Sehr gut.

Dezentrale Social Networks. Warum sie scheitern und wie es gehen könnte

Guter Vortrag, klare und gut ausgearbeitete eigene Meinung zu Social Networks.

Ich bin im Übrigen der Meinung, dass das nächste große soziale Netzwerk keinen privaten Bereich haben wird, außer private Nachrichten. Zudem wird der Fokus stärker auf Videos liegen, anstelle von Text. Selbst Facebook weiß um die Kraft der Bilder (und pusht mittels Algorithmen Bilder stärker als Text), es bedarf aber noch eine gewisse Zeit bis da ein kultureller Wandel stattfindet und Menschen es okay finden kurze Clips von sich zu machen und hochzuladen. Das war ja früher auch sicher eine Beschränkung des Datenvolumens. Mit dieser Idee wird das was. Im Prinzip geht es laut mir dann nur noch um die Implementierung von Videos und Dezentralität. Aber das Menschen zur Aufgabe von Privatssphäre bereit sind, hat richtigerweise WhatsApp schon gezeigt.

Erkenntnisgewinn: Sehr, sehr anregende Gedanken was ein soziales zukünftiges Netzwerk für Anforderungen stellt. Von daher: Sehr gut.

Unsinn stiften als performative Aufklärung. Ein Vortrag im Sinne des Katersalons

Klasse Vortrag, durch eine kenntnisreiche Kulturwissenschaftlerin. Von allen Vorträgen, die ich empfehlen würde online nachzuschauen, wäre es dieser hier, der am besten informativ/unterhaltend war heute.

Erkenntnisgewinn: Unsinn, vormals von mir eher als Fluchtmittel betrachtet, kann auch Werkzeug sein um zu Wahrheiten zu gelangen. Von daher: Sehr gut!

Guter erster Tag. Wenn ich die re:publica mit den gemeinsamen Schnittmengen (Gesellschaftsrelevant/Aktualität/Leute/…) der Literaturmesse in Leipzig vergleiche, dann gewinnt die re:publica immer. Großartig, wie schnell die re:publica auch ihre Videos hochlädt. Den Lobo werde ich mir natürlich auch anschauen – aber in doppelter Geschwindigkeit, auf die live-(ego)-show hatte ich keine Lust bei guten Alternativen.

Sonntag, den 4.5.: Münchner Volkstheater (kleine Bühne) – Juli Zeh – “Schilf” – 20 Uhr – (5€ Kosten)

Sonntag, den 4.5.: Arbeit – 9 Uhr bis 18:45 Uhr

April:

Mittwoch, den 30.4.: Münchner Kammerspiele (Schauspielhaus) – Lot Vekemans – “Judas” – 21 Uhr – (6€ Kosten)

Dienstag, den 29.4.: Hochschule für Film & Fernsehen, Audimax, Bernd-Eichinger-Platz 1 – “Zehn Morde, zwei Bombenanschläge, 15 Raubüberfälle: Die Aufklärung des NSU-Terrors ist Aufgabe eines Jahrhundert-Prozesses.” – 19:00 Uhr – (10€ Kosten – welche an die Angehörigen der Opfer gespendet werden)

“Die Süddeutsche Zeitung ist an jedem einzelnen Tag seit Prozessbeginn vor einem Jahr im Gerichtssaal dabei. Die SZ-Redakteure Annette Ramelsberger und Tanjev Schultz schildern ihre Eindrücke. Sie geben Einblicke in die Welt der Neonazis und ihrer Mitläufer, aber auch in die Welt der Polizei und der Geheimdienste.

Die Süddeutsche Zeitung beleuchtet das Thema am 29. April bei einer interaktiven Veranstaltung mit Publikumsdiskussion, Filmdokumenten mit nachgestellten Szenen aus dem Gerichtssaal und einer 360-Grad-Visualisierung der Tatorte.”

Die Veranstaltung war in Ordnung, ein guter Mix aus Münchner Leuten, manche sehr cool, manche eher langsam. Mir persönlich ging es zu sehr um den Prozess selbst, die beiden SZ-Gerichtsreporter berichteten praktisch ausschließlich vom Prozess selbst, dadurch wirkte das recht entfernt, besser hätte ich es gefunden das nicht so distanziert und emotionalisert zu machen. Es ging halt auch schon wieder so unterschwellig um Zschäpes Verhaltensweisen, Frisur und Laptop. Auch ging es mir zu sehr um persönliche Empfindlichkeiten der Redakteur*innen, auch wenn es vielleicht andere als wichtig empfinden zu erfahren, wie die Atmosphäre im Gericht ist, mich interessiert das nicht. Insbesondere so Floskeln, wie “Man gewöhnt sich an Alles” (im Hinblick auf die Gerichtsatmosphäre) sind nicht nur überall sonst undurchdacht, sondern eben auch hier. Auch wenn es negativ klang, danke SZ, dass es diese Veranstaltung gab, danke für die Prozessbegleitung. Das war durchaus ein vorbildlicher Gesellschaftsbeitrag.

Montag, den 28.4.: Hofbräukeller am Wiener Platz – Grüne MünchenStadtversammlung – 19 Uhr – mit Reinhard Bütikofer

Gleiches Problem wie bei der Grünen Jugend, nur wesentlich verschärfter. Weil die Politik ein wenig hängt, werden Anträge geschrieben, die Prozesse beschleunigen sollen. (Antrag auf Ausstieg aus Kohlekraft, egal wie viel das kostet) Der Antrag war so unfähig geschrieben, auch wenn er inhaltlich von vielen geteilt wurde, dass es die Versammlung ungut lange beschäftigte.

Letztlich hasse ich Politik für diese Ineffizienz. Nicht weil Prozesse per se so lange dauern, sondern weil da klares Versagen vorliegt. Als MdEP stundenlang herumsitzen zu müssen kann ich mir nicht vorstellen. Genau immer dann wird vergessen, für wie viele Menschen mensch eigentlich im Parlament sitzen soll. Und da ist ersichtlich, auch grüne Politiker*innen beschäftigen sich unleugbar vor allem mit den eigenen Leuten, mit der eigenen Filterbubble, wenn mensch so möchte.

Auch ein Grund, warum ich Versammlungen hasse: Es ist so laut – ich verstehe dort einfach nichts. Barrierefreiheit tralalala – No wonder why there are no deaf people around the Greens in Munich… Geräusche = Stress – fuck that. Aber selbst beim BuKo war es leiser bei wesentlich mehr Leuten, selbst nach krasssen Anstrengungen.

Sonntag, den 27.4.: Dortmund – Bundeskongress Grüne Jugend

BuKos sind toll, dieser war es auch. Es ist mir nicht bekannt, dass in Deutschland anderswo derart viele coole junge Menschen auf­ei­n­an­der­tref­fen und Dinge besprechen. Die inhaltlichen Anträge waren eher mäßig. Viele waren einfach faul formuliert mit einer bescheidenen literarischen Qualität. Auch wenn Anträge inhaltlich richtig sein mögen, kann der Stil derart schlecht sein, dass die Beschäftigung einer großen Versammlung mit diesen deren eigentlich zu würdig ist. Das liegt aber auch an der GJ selbst, denn diese stellt katastrophaler Weise kein Downloadportal alter Beschlusslagen zur Verfügung. Ältere Dokumente als vom Jahr 2000 ganz zu schweigen. Da muss ich persönlich was verändern, sonst macht’s keine*r.

Samstag, den 26.4.: Dortmund – Bundeskongress Grüne Jugend

Freitag, den 25.4.: Dortmund – Bundeskongress Grüne Jugend

Donnerstag, den 24.4.: Gasteig (2.OG) – Ausstellung – Kreolische Lebenswelten Fotografien von Karl Haimel

Ooch, einfach nur eine Ansammlung vieler Fotos… Ganz okay.

Donnerstag, den 24.4.: Gasteig (Vortragssaal der Bibliothek) – Vortrag – “»Einstellung zum demokratischen Staat – Bedenkenfrei« – Personelle NS-Kontinuitäten in bayerischen Polizeibehörden nach 1945” – 19 Uhr

Ankündigungstext:

“Nur wenige Polizeiangehörige wurden nach dem Krieg wegen ihrer Beteiligung an den während der NS-Herrschaft verübten Verbrechen zur Rechenschaft gezogen. Ebenso unterblieb weitgehend ein umfassender und konsequenter Personalaustausch – dies wird an verschiedenen Beispielen bayerischer Polizeikarrieren verdeutlicht.”

Donnerstag, den 24.4.: Gasteig (Foyer Kleiner Konzertsaal) – Ausstellung – “Die Münchner Polizei und der Nationalsozialismus

Der Begleitband der Ausstellung wurde vom Polizeipräsidium München herausgegeben. Das werde ich mir sehr genau anschauen.

Gute Ausstellung. Erstaunlicherweise ist dennoch ersichtlich, dass sich die Aufarbeitung in qualitativer, quantitativer und allgemein in bewertender Hinsicht ab 1945 noch in den Anfängen befindet. Im Prinzip wiederholte sich eine Beschäftigung, welche ich auf bundesdeutscher Ebene bereits durchführte, nämlich das Lesen von individuellen Karriereverläufen, dieses Mal auf der Ebene der Münchner Polizei.

Was habe ich gelernt? Polizisten (es waren nur Männer…) mussten keine Nachteile befürchten, wenn sie nicht der Gestapo und der NSDAP beitraten. Manchen gelang sogar eine Beförderung ohne Mitgliedsschaft. Das widerlegt sämtliche Verteidigungslinien, welche sich auf einen angedrohten Berufsnachteil beriefen. Die eigentlich spannende Frage empfinde ich: Waren diejenigen, die für Recht sorgen sollten verbrecherischer als der Rest der Bevölkerung? Waren sie stärker von faschistischen Ideen überzeugt, als der damalige “Durchschnittsdeutsche”? Unbestreitbar kamen viele Polizisten (Nur Männer…) aus dem Militär, bekamen dort eine besonders auf Disziplin achtende Sozialisation.

Den Begleitband las ich mir dann auch durch, war also über 2 Stunden in der Ausstellung, länger als alle Anderen an diesem Tag.

Donnerstag, den 24.4.: Münchner Kammerspiele – Führung – Blick hinter die Kulisse – 17 Uhr

Ich hab jetzt einen Überblick über die verschiedenen Räumlichkeiten bekommen, über den Entstehungsprozess und insbesondere um das Herum des Theaters, die Schneidereien, Maske, Schreinerein, Tapeziererei und auch die Probebühnen.

Mittwoch, den 23.4.: Welttag des Buches – ich lese viel!

Dienstag, den 22.4.:Münchner Kammerspiele (Spielhalle) – “>März – 20 Uhr – (6€ Kosten)

Schauspielerische Spitzenklasse!

Montag, den 21.4.: Bayerische Staatsoper – Giuseppe Verdi – “Simon Boccanegra” – 19 Uhr – (10€ Kosten)

Wenn ich mir überlege was Menschen wie Cohn-Bendit, Fischer, Bütikofer oder sogar Barroso(!) früher ihre Zeit mit Radikallinkem verbracht haben und sich doch angepasst haben (alle unterschiedlich, ofc), dann finde ich es urkomisch mich zu extrapolieren. Wobei es letztlich eben genau die Abweisung meinerseits gegenüber vielen ähnlichen Situationen ist, die mir denen Situationen, wie sie sich in den sog. 68ern und auch den folgenden Jahren der radikalen Linken ereignet haben, zu sehr gleicht, welche mich veranlasste es andersherum zu machen. In die Oper gehen, statt Maoist sein oder Steine zu schmeißen. Beide Sozialereignisse eigenen sich zum studieren bestimmter Gruppen von Menschen.

Montag, den 21.4.: Arbeit – 10 Uhr bis 18 Uhr

Sonntag, den 20.4.: Bayerische Staatsoper – Richard Wagner – “Parsifal” – 16 Uhr – (5€ Kosten)

Was könnte mensch Besseres machen als in Wagner zu gehen an Führer Hitlers 125. Geburtstag? ;) Es ist einfach großartig, wenn der Text dann auch noch manchmal so gut passt, als vom heutigen heiligem Tag die Rede ist.

Sonntag, den 20.4.: Familie – ab 11 Uhr

Samstag, den 19.4.: Münchner Kammerspiele – Franz Kafka – “Der Prozess” – 19:30 Uhr – (8€ Kosten)

Donnerstag, den 17.4.: MaximiliansForum – Nina Fischer & Maroan el Sani: “COMMON GROUND”

Irgendwie ist da abends nie was los außer ein paar Projektoren die irgendwas Unspannendes an die Wand werfen. Für diese riesen Fläche wird das MaximiliansForum unterbenutzt.

Donnerstag, den 17.4.: Münchner Kammerspiele (Werkraum) – William Shakespeare – “Ophelia” – 20 Uhr – (6€ Kosten)

Ich war so in Gedanken versunken, so dass ich kaum etwas vom Stück mitbekam und es völlig auf einer anderen Ebene wirkte. Theater ist für mich der letzte Ort der massenhaften Stille. Das Stück zeichnet sich dadurch aus. Es lässt dich und deine Gedanken in Ruhe und befeuert diese zusätzlich durch einen sehr vielfältigen, gut ausgewählten und spannenden Wortfluss.

Es war bereits mein 8. Stück mit Marie Jung, dieses hier ist stark von ihr – es ist ein 50-minütiges Einpersonenstück!

Mittwoch, den 16.4.: Marstalltheater (Residenztheater) – “Urteile” – 20 Uhr

Zusammen mit dem AK Antifa der Grünen Jugend München

Cool, dass im Anschluss die Regisseurin Christine Umpfenbach und Schauspieler Gunther Eckes mit uns noch gesprochen haben.

Im Stück sitzen zwei Statist*innen, welche als solche nicht erkennbar sind, in Polizeiuniformen die ganze Zeit bei den Zuschauer*innen selbst. Das halte ich für eine gute Idee, denn im Stück kommt mensch kaum darum herum, dass einem der Hass auf den Rassismus der deutschen Polizei hochkommt – so wird dieser Hass oder die Emotionen auf die falschen Beamt*innen projiziert. Oder zumindest in häufigen Blicken der Neugierde danach wie diese auf das Stück reagieren und mensch erwischt sich selbst bei unzulässigen Generalisierungen.

Außerstücklich gesehen ist es einfach stark, wie das Stück zustande kam durch gute Zusammenarbeit mit den Münchner Familien der Opfer. Vorbildliches Resi: Rückt die Opfer in den Vordergrund – Spitzenleistung!

Dienstag, den 15.4.: Stuttgart

Montag, den 14.4.: Stuttgart

Sonntag, den 13.4.: Münchner Kammerspiele (Schauspielhaus) – Elfriede Jelinek – “Die Straße. Die Stadt. Der Überfall” – 19:30 Uhr (8€ Kosten)

Zwei Abende, zweimal Regie von Johan Simons. Es war auch heute ein langweiliges Trauerspiel. Bisher, von allen Stücken, bin ich einmal vorzeitig gegangen, Regie: Johan Simons, das war aber bei Dantons Tod.  Der Typ macht mich echt fertig. Heute hab ich mich wenigstens durchgerungen – es war hart, weil Zombie Rudolf Moshammer einfach nicht sterben wollte. Auch belustigend: Lange nicht so viele Abonnent*innen-Zombies höheren Alters gesehen. Weißes Scheiß-Theater, 10 Männer, 2 Frauen. Und allein die (wie Theater meistens: pseudokritische) Beschäftigung mit der Maximiliansstraße und den absolut Reichsten zeigt in welchen Sphären dieses Theater schwebt. Es gibt Stücke, die machen nicht mal Lust eine Kritik zu schreiben – weil sie einfach unwichtig sind. Partikularer Kot. Ich bin entsetzt, wenn ich ihm Nachhinein lesen muss, dass Sandra Hüller für das Stück zur Schauspielerin des Jahres gewählt wurde. Ich möchte ihre persönliche Leistung nicht beurteilen, strukturell fällt mir aber vor allem ihre leichte Kleidung auf. Auch die Einladung zum Berliner Theatertreffen ist vollkommen lächerlich. Nach dieser Darbietung: Ich bin vollkommen überzeugt, da kam es nicht auf Namen an, sondern rein auf das Schauspiel. Wer hat die eingeladen? Gibt es dort Vertreter*innen der FIFA, des IOC und des ADACs oder wie konnte das passieren. Selbst objektiver gesehen war der Applaus verhalten, und ganz ehrlich, selbst den fünf Musikern und der einen Musikerin war es aus dem Gesicht zu lesen, dass sie diesen Unsinn bereits nach dem zweiten mal verdammt anstrengend fanden. Unter meine (unbedeutenden) Fittiche möchte ich an der Stelle noch den Dramaturgen Matthias Günther nehmen, dass der was kann, bemerkte ich schon an anderen Stellen.

Sonntag, den 13.4.: Arbeit – 9 Uhr bis 18:45 Uhr

Samstag, den 12.4.: Münchner Kammerspiele (Schauspielhaus) – William Shakespeare – “König Lear” – 19 Uhr – (8€ Kosten)

3 Schweine werden für Theaterzwecke missbraucht und aßen in dieser Umgebung gleich mal Lametta(!). Wer bei diesem Stück Regisseur war, sollte jetzt auch schon instinktiv erahnbar sein: Johan Simons. Ich finde sowas geht einfach nicht. Keine Tiere einer derartigen Größe, Kaninchen gehen vielleicht noch. Das die Schweine alles vollkackten war bestimmt auch nur Zufall und kein Anzeichen von Stress… :/ – War auch nicht unbedingt mein Geschmack der Inszenierung: Körpertheater, Rumgebrülle, überzogene Lächerlichkeiten, Gerangel und auch auf theatertheoretischer Ebene meiner Ansicht nach selbteliminatorisch, weil das Stück versuchte so real wie möglich zu sein durch Unmengen von Blut. Wer nicht abstrahiert, verliert.

Höhepunkt des Abends: Der von mir sehr geschätzte Thomas Schmauser hatte beim Applaus einen Antifa-Pulli an.

Samstag, den 12.4.: Münchner Volkstheater (Kleine Bühne) – “Der große Gatsby” – 16:00 Uhr – (10€ Kosten) + Nachgespräch mit dem Regisseur

Freitag, den 11.4.: Münchner Volkstheater – Michel Houellebecq – “Les Particules élémentaires” – 19 Uhr – (12,5€ Kosten) + Nachgespräch mit dem Regisseur

Geniales Theater nach einem genialen Roman. Das hat mich wirklich wieder an die Mächtigkeit von Theater glauben lassen. Das gehörte für mich klar zu den besten 3 Stücken die ich bisher sah. Fehlerfreies langes Theater (meistens sowieso besser als dieses unsägliche Hollywood-Format), es bot sinnvollen Einsatz moderner Technik, ein perfekt eingespieltes Team von 10 zueinander passenden jüngeren Schauspieler*innen. Wichtiger Punkt: Der Text war ausschließlich von Houellebecq selbst – alles andere wäre auch fast pervers zu versuchen, folglich war das richtig gelöst und nicht frevelhaft herumgestümpert. Richtig m.E. auch: Minimalistische Umsetzung des sonstigem Bühnenbild, abgesehen des Audiovisuellen. Mir gefällt übrigens, dass es in Frankreich anscheinend üblich ist ohne Dramaturg*innen zu arbeiten, so laut Regisseur – bei diesem Stück war das Ergebnis überzeugend. Und auch ein weitere Bedingung meines Wohlwollens wurde erfüllt: Das Stück wurde offensichtlich im Ernste erarbeitet und auch von den Schauspieler*innen ernst genommen – ich hasse Lächerlichkeit und deplatzierten Humor. Das ist in keinem Stück sonderlich angebracht, weil es irgendwann immer ins Zynische abgleitet.

Houellebecq ist sticht hervor, weil er drastisch ist und weil er dem Vergleich darüber wer in der Welt Wichtiges sagt, standhält. Wenn ich mir überlege wie viele Stücke bloße Unterhaltung sind, Volksvergnügen geradezu, dann bin ich froh, dass es Gegenpole gibt. Ich stehe voll hinter der Totalität des Stückes – weil ich glaube, dass Literatur auch nur dann einen Funken Berechtigung in sich hat, wenn sie total ist. Hoeullebecq schafft es eine Generation zu beschreiben, ohne dabei fehlerhaft zu generalisieren, das ist total und selten. Wenn ich ehrlich bin: Wenn es um Anderes geht als um den Menschen selbst, dann ist mir das in der Regel auch komplett egal. Ansonsten bleibt für mich ja nur Ästhetik, und dazu gehört letztlich auch Mathematik, Logik, Physik, Linguistik.

Dieses Stück verhandelt den Menschen. Es kann deswegen nur pathetisch sein – denn der Mensch ist ein leidendes Wesen, Houellebecq mit dazu, logisch. Und auch das ist genial, weil Hoeullebecq sich stets mit dazu nimmt. Er sprengt damit für mich die Grenzen zwischen Literatur und Realität. Hoeullebecq ist im Buch präsent und konsequenter Weise auch auf der Bühne. Seine “Fiktion” ist derartig stark, dass es wie eine Religion wirkt – und wie jede Fiktion subjektive Realität wird. Ich habe keinen Respekt vor Autor*innen und Regisseur*innen, die sich nicht an diese Ganzheitlichkeit des Menschen trauen oder in irgendwelchen partikularen Unwichtigkeiten, allen voran Stücke die bspw. nur um die Liebe gehen, flüchten, bewusst oder unbewusst, vor ihrem eigenen Versagen im Denken. Ich bin Totalitarist, weil Menschsein total ist. Es steht nichts zwischen dem Individuum und dem Menschengeschlecht. Das universelle Menschentum.

Faschismus, im Gegensatz zu diesem Houellebecq’schen und natürlich auch meinem Totalitarismus, ist eben die Spaltung der Menschen. Genauso wie untrennbar verbunden und letztlich, auch Nationen grundfaschistisch sind, oder das Geschlecht oder früher das Blut, der Stand oder immernoch die Rasse – ich möchte nicht all diese faschistischen Menschenspalter nicht auflisten. Welcher Schriftsteller verkörpert Individualismus so sehr wie Houellebecq? Selbst im Buch sind subtile Kritiken am Buddhismus zu finden – welcher im Westen völlig gehypt – in vielen Formen des Buddhismus Individualität, individuelle Persönlichkeit und individuelle Seele verneint.

Bezüglich der Seele für die Doofen: Mir ist es scheißegal ob es eine Seele wirklich gibt – das Postulat dieser war einer der genialsten Errungenschaften jemals. Der Grund meines jetzigen Seins und der Beschaffenheit der Erde muss im Kontext dessen gesehen werden, dass Menschen Jahrtausende für sich überzeugt waren unsterbliche Teile oder gar Gottesteile in sich zu tragen und in der Folge zu Höherem bestimmt waren. In allen Ausprägungen und inmitten dieser Ruchlosigkeit heute – ich lebte nicht gerne in einer Höhle.

Hätte das Christentum nicht etwa einen Himmel behauptet, sondern die Erde selbst zum Ort der Auferstehung erkoren – wie sähe es dann mit Umweltschutz aus?

Donnerstag, den 10.4.: Münchner Volkstheater (Foyer) – “Austrian Psycho” – 20:30 Uhr – (12,5€ Kosten)

Ich fange teilweise von hinten an: Szene aus der Diskussion danach: Ich frage ob das jetzt Zufall sei oder auch einer der Widersprüche, dass ausschließlich Typen auf der Bühne sitzen. Verärgerte Antwort: “Ja mir ist das bewusst, ich wusste auch, dass das kommt. Ich beschäftige mich aber eigentlich viel damit. Ich bin Feminist.” Und dann sogar überscharf der Satz: “Ich kann jetzt auch ganz viele Freundinnen aufzählen” Ich: “Das hört sich sich jetzt schon so ein wenig danach an wie: ‘Einige meiner besten Freunde sind auch Frauen'”

Moral von der Geschichte: Theater mit dem Anspruch politisch zu sein ist eine Seltenheit. Wenn ein Stück es aber probiert sollte nicht nur einfach ein Bewusstsein über Probleme vorhanden sein, sondern auch eine Antwort in der Praxis zu erkennen sein. 5-Typen-Theater, dass über Widersprüche, Hierarchien, Ausbeutung, Räume und Verhältnisse verhandelt – aber ohne Frau, das finde ich einfach seltsam, ich empfand folglich meine Frage berechtigt, insbesondere auch Standards(!) linken, progressiven Verhaltens, wie das Gendern fehlte. Im Stück selbst, sind auch Männer die handelnden, beim Vorkommen einer einzigen Frau. Das bittere an dem Stück war einfach, dass ich ja politisch völlig d’accord wäre mit dem Gesagten. Aber es ist schlechtes Theater für mich persönlich gewesen, weil wenn ich etwas nicht brauchte, dann war es eine Systembeschreibung, welche so schon auch ein halbes-jahrhundertalter Hut gewesen ist. Kapitalismuskritik ist derzeit überall. Nix neues. Was das also ein Multiplikator-Theater? Für wen soll das denn gewesen sein? Wer im Raum war sich denn nicht all-einig, dass Ausbeutung kacke ist und Theater somit widersprüchlich ist im Kapitalismus wenn die Billeuter*innen outgesourct werden und andererseits von Heterotopien des Theaters gesprochen wird?

Was bleibt: Die Story eines Menschens, der versucht hat für ein paar Minuten eine Rede zu halten. Die Story einer allzeit als harmlose Spaßaktion erkennbaren Schulbusfahrt zu Hoeneß’ seinem Haus. Der Realpolitikteil davon: Praktisch Null. Das Theaterpublikum des Volkstheaters fand das aber schon würdig für den Applaus. Abstrakte politische Einstellungen, welche an abgehobenen Orten von abgehobenen Menschen für abgehobene Menschen applaudiert bekommen – und das sogar im klaren Bewusstsein(!) der realen Umstände. Und auch übrigens: Theater auf der Metaebene zu spielen, diskursiv, selbstkritisch und so, scheint ja recht in Mode zu sein. Lasst das. Der Zustand dieses Mediums Theater muss nicht auch noch künstlich heruntergetreten werden, es weiß doch jeder wie es um Einfluss bestellt ist – außerdem: Wenn es so oft auf der Metaebene diskutiert wird, dann wird das auch unlogisch, weil es dann kein Theater mehr für sich stehend gibt. Auch über die 4. Wand des Theaters zu diskutieren, wie es das Stück versucht, macht einfach keinen Sinn, weil es da eben auch schon ein allgemeines Bewusstsein darüber gibt. Wenn mir also jemand Dinge erzählt, die mir bewusst sind, dann ist das 1. Zeitverschwendung 2. Hierarchisierung der anderen Zeit gegenüber meiner 3. Der Glaube des Gegenübers an meine Dummheit. Letzteres zeigt einfach den stupiden Gedankengang der Theatermacher. Es bleibt ein Haufen junger Pseudopolitiker.

Wo liegt der Unterschied zu mir?

1. Im Stil. Ich würde beispielsweise nicht so unbedacht sagen, ich sei Feminist. Ich würde gerne einer sein und gebe mir gewissenhafte Mühe in all meinen Möglichkeiten, überlasse die Beurteilung meiner Beschreibung darüber aber Frauen, alles andere ist anmaßend und nicht zuletzt unlogisch.

2. Ich bin politisch. Vieles meiner politischen Tätigkeit ist abstrakt und diskursiv. Der seltenere Teil ist praktische Hilfe. Aber: Wenn ich schon hunderte Leute einladen würde, dann definitiv nicht, weil ich kaum was vollbracht habe. Ich versuche also Demut gegenüber der Zeit anderer aufzuzeigen.

PS: Einen Tag später saßen die selben 5 Herrschaften stundenlang unter sich in der Volksküche und waren unter sich wohl schwer am Politik betreiben. Lustigerweise hat ihre Kunstaktion sogar ein Nachspiel im Rathaus ausgelöst, als der CSU-Stadtrat eine Anfrage diesbezüglich gestellt hat. Nicht unberechtigt – denn sie sind von der Stadt gefördert worden. Und zwar mit 12.000€, wie sie selbst am Aufführungstag verlautbarten. Für 12.000€ könnte viel angestellt werden, wirklich politisches gar – so hat die Stadt das Geld aber rausgeworfen an diese Fünfe.

Donnerstag, den 10.4.: MELESSA-Laborraum – “13:00 bis 15:00″

Das war ein völliger Reinfall aus zeitökonomischer Perspektive heute: Es war eine Studie, in der ein Körpereigener Botenstoff per Nasenspray eingenommen wurde – damit hab ich kein Problem, leider davor schon ein knapp 9 minütiges Telefongespräch, E-Mailverkehr (mit der bitte, mensch solle eine Einverständniserklärung ausgedruckt mitbringen – was folglich mich auch noch mal zusätzlich 15 Minuten kostete). Dann war ich früh da, weil ein “sehr guter Studierendenlohn” winkte, nämlich schon um 12:30 Uhr. Der Stoff, ich glaube nicht, dass ich in der Plazebogruppe war, war in Ordnung. Experiment war langweilig, Gesichter Emotionen zuordnen. Als es um kurz vor 14 Uhr spannender wurde, stürzte bei einem das Programm ab. Wurden dann alle heimgeschickt mit 15€. (Schuldfrage kann ich nicht beantworten) Folglich: Mindestens zwei Stunden Beschäftigung damit (Anfahrtswege usw.), körperliche Nachteile (jegliche Veränderung aus dem geistig-aktiven Normalzustand…) und dann also ca. 7,5€ Stundenlohn.

Mittwoch, den 9.4.: Münchner Volkstheater (große Bühne) – “Ich rufe meine Brüder” – 20 Uhr – (12,5€ Kosten)

Toll! Auch wenn es mir persönlich wenig gebracht hat war es ein an sich sehr gutes Stück. Die Themen (Post-)Migration, Rassismus, Zusammenleben in der Gesellschaft und Überwachung werden auf höchst sympatische Art und Weise verhandelt.

Dienstag, den 8.4.: Münchner Volkstheater – “The Lottery” – 19:30 Uhr – (12,5€ Kosten)

Genial diese Idee mal umgesetzt zu sehen und selbst daran teilhaben zu können.

Montag, den 7.4.: Residenztheater – Louis-Ferdinand Céline – “Reise ans Ende der Nacht” – 19 Uhr – (8€ Kosten)

Ein Stück, das sich jeglicher Beurteilung in “gut” oder “schlecht” entzieht, es ist auf jeden Fall anspruchsvoll – etwas, was sehr gut ist. Es bietet unzählbar viele Anspielungen und Referenzpunkte, vieles wirklich tief durchdacht und schwer zu verstehen ohne Hintergrundwissen, beispielsweise wurde für wenige Sekunden “Tintin in Congo” gezeigt, das Heft, in welchem Kapitän Haddock’s Flüche auf Célines “Reise ans Ende der Nacht” stammen. Das Stück verhandelt auch Theater selbst, wirklich großartig. Ich habe jedenfalls noch nie ein Stück gesehen, indem eine derart große Menschenmenge in der Pause gegangen ist. Gegen Ende waren es keine 100 Personen mehr. Die vorteilhafte Folge der überforderten Masse sind die eigenen guten Sitzplätze – natürlich mittig in der ersten Reihe. Frank Castorfs Theaterarbeit ist aktuell wie kaum eine andere, es fühlt sich an, als ob Castorf die den Menschen heutzutage zugrundeliegenden Gedanken, den Weltgeist, die Parameter ihres Handelns durchaus gut auf die Bühne bringt, es ist fragmentarisch, alogisch – es ist eben kein Theater der Antworten, sondern des Fragens. Es ist anspruchsvoll und auch anstrengend und damit großartig wie selten, in einer Zeit, in der der optimale Facebookpost 40 Zeichen und der optimale Tweet 100 Zeichen beinhaltet und auch sowieso die Sprachkultur selbst der schreibenden Menschen seicht anmutet. Ich würde sogar behaupten, dass selbst die Notwendigkeit nach physischer Anstrengung für dieses Stück interpretatorisch  geplant ist, denn die Videotafel, ist sehr weit oben angebracht. Und wer traut sich denn bitteschön noch die Gesamtkomplexität der Welt zu thematisieren oder gar zu interpretieren? Kaum wer. Dieses Stück ist folglich wichtig und es wird mir auch in Erinnerung bleiben, weil es mir wichtig wurde, ich folglich es versuche zu memorieren, und weil es inhärent wichtig war. Und noch ein genialer Grundzug dieses Stücks: Der Nationalsozialismus und der Holocaust waren in diesem Stück permanent als bedingendes Grundrauschen als Bühnenbild und in manchen Handlungen sichtbar. Ich lebe keinen Tag, ohne nicht an und über den NS und den Holocaust nachzudenken, es ist ein Grundpfeiler meines Seins, der Horst meiner Gedanken. Für mich vergeht keine Zeit, wächst kein Gras in dieser Hinsicht. Ein Stück, das sich dessen bewusst ist, hat eine Chance verdient, ein Stück, welches keine historische Allgegenwärtigkeit sämtlicher Vergangen relevanten Handlungen in sich trägt, diesen Versuch nicht erst wagt, ist Zeitverschwendung.

Montag, den 7.4.: Gasteig – 17 Uhr – Gespräch mit Srećko Horvat

»Die EU ist eher Teil des Problems als der Lösung« sagte der Philosoph und Autor Srećko Horvat vor kurzem in einem Interview. Dennoch bezeichnet er sich nicht als »euro-skeptisch«, sondern als »euro-realistisch und euro-utopisch«. Sein neuestes Buch, das er mit Slavoj Žižek verfasst hat, trägt den polemischen Titel »Was will Europa – Rettet uns vor den Rettern«.

War ganz cool, sein Interviewpartner war aber nicht so kompetent. Ich hab mir gleich das Buch mitgenommen. (14,9€ Kosten) Es ist einfach großartig, dass in einer Großstadt wie München des Öfteren coole Leute zu Gast sind.

Sonntag, den 6.4.: Münchner Volkstheater – Eyal Weiser – “This is the Land” – 18:30 Uhr –  (12,5€ Kosten)

Israelbashing – von Israelis. Nicht cool. Das erste Drittel des gedrittelten Stücks war eine reine Aufzählung angeblicher Verbrechen Israels. das zweite Drittel ging um die “Holocaust-Obsession” die Israel haben soll. Die Story dahinter: Israel hat einen “Zionist Creation Award”, wo Künstler*innen sich mit Zionismus auseinandersetzen könnten und dann dafür diesen Award gewinnen können, aber anscheinend ist die Existenz desselben schon so empörend, dass es ein Alternativfestival als Theaterprojekt braucht, welches eben nicht zionistisch ist. In der Umsetzung ist das Theaterstück, dieses fiktive Festival dann aber nicht einfach nicht zionistisch, sondern tendenziell antizionistisch. Wieso? Weil beispielsweise ein Schauspieler nach Eigenaussage in einer Band zusammen mit Palästinenser*innen spielt, im Theaterstück aber eine vereinfachte und absolut einseitige Schuldzuschreibung zum Nachteil Israels getätigt wird. So als ob Israel sich nur menschlich verhalten müsste und dann alle Probleme gelöst wären. Ich war selten so verstört, wie nach diesem Stück. Wahrscheinlich denken sich auch noch viele Personen, sie seien cool und so liberal, weil sie Theater aus Israel in Deutschland haben, in diesem postnazistischen Land.

Sonntag, den 6.4.: Marstalltheater (Residenztheater) – “Ente, Tod und Tulpe” – 11 Uhr – (10,5€ Kosten)

Samstag, den 5.4.: Münchner Kammerspiele (Schauspielhaus) – Rainer Werner Fassbinder – “Satansbraten”  – 20 Uhr – (8€ Kosten)

Freitag, den 4.4.: Marstalltheater (Residenztheater) – Peter Handke – “Die schönen Tage von Aranjuez” – 20 Uhr (8€ Kosten)

Nicht meine Geschichte, aber ein symmetrisches Bühnenbild als Ausgangspunkt finde ich spannend. Es wird aus dieser Perspektive mit jedem Zeitpunkt menschlichen Handeln immer chaotischer.

Donnerstag, den 3.4.: Münchner Volkstheater (Große Bühne) – Friedrich Schiller – “Die Räuber” – 19:30 Uhr – (8,5€ Kosten)

Dienstag, den 1.4.: Münchner Kammerspiele (Werkraum) – Georg Büchner/Alban Berg – “Woyzeck / Wozzeck” – 20 Uhr – (6€ Kosten)

Dienstag, den 1.4.: Residenztheater – Generalprobe – Harold Pinter –  “Der Hausmeister” – 10:30 Uhr

An sich gutes Theater, ich habe nur nicht das Gefühl viel mitgenommen zu haben. Es ist ein sehr zähes Stück. Zäh ist keineswegs abwertend gemeint, sondern in diesem Fall sogar durchaus positiv.

März:

Montag, den 31.3.: Gasteig – Ausstellung – Tiflis – Leben in einer neuen Zeit

Schönes Fotoprojekt. Abgebildet sind 34 verschiedene große Tafeln mit verschiedenen Menschen und ihrem Lebensweg und Beruf aus Tiflis. Die Künstlerin kann was und die Fotos sind sehr lebendig und sehr nahegehend.

Wirklich angenehm ist ja, dass Ausstellungen heutzutage auch eigene Homepages mit sich bringen.

Montag, den 31.3.: Gasteig – Ausstellung – “Aspekte Galerie: perspektiva” – Künstlerische Positionen im postjugoslawischen Kontext

Hab leider den Zettel verloren, auf dem zu allen Künstler*innen Biographisches stand, daran wollte ich eigentlich was zu schreiben, denn allgemein ist die Ausstellung dieser vielen verschiedenen Künstler schwer zu beschreiben, es ist alles dabei, Bildende Kunst, Malerei, Fotografie bis konzeptuelle Videokunst. Es gab 3 Fernseher, aber auf einem lief ein 84-minütiger Film namens “25 years of the lesbian group ŝkuc-li” von 2012, das zwar cool ist, aber in der Umgebung völlig unnütz. In einem anderen Film lies sich ein auf einem Stuhl sitzender und automatisch drehender Künstler mit einer Filmrolle einwickeln, fand ich gut, ich glaube das war von 1973. Die Vergangenheit Bosniens ist auch Thema in der Ausstellung, ein völlig von Schüssen durchlöcherter Kochtopf wird zu einer Installation. Spannend ist die Äußerung der Künstlerin und Philosophin Marina Gržinić aus Ljubljana: »Die Verbindung von Theorie, Politik und Kunst ist die einzige Position, die man in einer Welt struktureller Ungleichheit einnehmen kann«, es geht also auch wieder zwischen das Verhältnis zwischen West und Ost.

Montag, den 31.3.: Gasteig – Ausstellung – »Zyprischer Frühling« 2014: »PhOETRY« – when words become images

Ich las mir Gedichte durch, die neben Fotografien junger Künstler*innen abgebildet wurden. Es gab zwar noch Videoinstallationen, die aber größtenteils leider ausgeschaltet waren, was so definitiv nicht sein sollte. Begeistert hat mich sehr wenig, ich fand da eigentlich nur genau 2 Gedichte, deren Autor*innen namentlich zu erwähnen, eines von Christiana Avraamidou und stellenweise(!) eines von George Christdoulides, der nach Selbstbeschreibung in seiner Dichtung die Einfachkeit wichtig findet, “nach dem vorausgegangenen Verständnis der Wirklichkeit” – was ich einfach mal sagen muss: Das sollte eine Grundvoraussetzung Schreibender Menschen sein – aber heutzutage erscheint es schon in der Flut an schlechter Schreibkunst (was auch diese Ausstellung über zyprische Gedichte beweist) als Notwendigkeit. Ein cooles, freies Zitat aus einem Gedicht noch: “Sprich mit denen, die die Richtung der Vergangenheit in die Zukunft kennen”, ich finde den Satz einfach gut und tief, mag es, wenn sich wer was traut und einen Anspruch zu formulieren weiß.

Bilder der Eröffnung der Ausstellung gibt’s hier beim Mitorganisator, die “Kulturabteilung der Republik Zypern”

Montag, den 31.3.: Gasteig – Ausstellung – Šta ima!? – Literatur, Kunst und Kultur aus Sarajevo und Ex-Jugoslawien – »ZOOM Sarajevo. Positionen zeitgenössischer Kunst« – Homepage

Dort habe ich mich einfach hingesetzt ein Buch durchgelesen. Insgesamt war ich an dem Tag ca. 3 Stunden im Gasteig.

Sonntag, den 30.3.: Marstalltheater (Residenztheater) – RW Fassbinder – “Die bitteren Tränen der Petra von Kant” – 19 Uhr – (8€ Kosten)

Sonntag, den 30.3.: Arbeit – 9 Uhr bis 18:45 Uhr

Samstag, den 29.3.: Münchner Kammerspiele (Werkraum) – Frank Wedekind – “Lulu. Eine Monstretragödie” – 20 Uhr – (5€ Kosten)

Freitag, den 28.3.: Münchner Volkstheater (Große Bühne) – Franz von Kobell / Kurt Wilhelm – “Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben” – (8,5€ Kosten)

Donnerstag, den 27.3.: Münchner Kammerspiele (Probebühne 3) – “Ergüsse” – 20 Uhr – (4€ Kosten)

Donnerstag, den 27.3.: Bayerischer Landtag – Shadowing – ganztägig

Mittwoch, den 26.3.: Bayerischer Landtag – Shadowing – ganztägig

Dienstag, den 25.3.: Marstalltheater (Residenztheater) – “Quartett” – 20 Uhr – (8€ Kosten)

Dienstag, den 25.3.: Bayerischer Landtag – Shadowing – ganztägig

Montag, den 24.3.: Münchner Kammerspiele (Werkraum) – Franz Xaver Kroetz – “Bauern Sterben” – 20 Uhr (6€ Kosten)

Montag, den 24.3.: Bayerischer Landtag – Shadowing – ganztägig

Sonntag, den 23.3.: Grüne Jugend – Vortreffen zum Shadowing am Abend

Freitag, den 21.3.: Münchner Kammerspiele (Schauspielhaus) – Alain Platel – Tauberbach – 20 Uhr – (8€ Kosten)

Donnerstag, den 20.3.: Münchner Volkstheater (Kleine Bühne) – Güner Balci – “Arabboy” – 20 Uhr – (8,5€ Kosten)

Mittwoch, den 19.3.: Münchner Volkstheater (Große Bühne) – Ödön von Horvath – “Geschichten aus dem Wienerwald” – 19:30 Uhr – (8,5€ Kosten)

Dienstag, der 18.3: Grüne Jugend München – Mitgliederversammlung – 19 Uhr

Montag, den 17.3.: Münchner Kammerspiele (Schauspielhaus) – Georg Büchner – “Dantons Tod” – 19:30 Uhr – (8€ Kosten)

Sonntag, den 16.3.: Münchner Kammerspiele (Schauspielhaus) – William Shakespeare – “Macbeth” – 19 Uhr – (8€ Kosten)

Sonntag, den 16.3.: Kommunalwahl in Bayern.

Ich habe meine 80 Stimmen folgendermaßen verteilt: Grün: 37, Piraten: 12, HUT: 4, Linke: 9, Rosa Liste: 6, SPD: 9, CSU: 3. Davon waren 40%, also 32 von 80 Stimmen an Frauen. (was ich erst im Nachhinein so feststellte. Das lag unter anderem an HUT, Marian Offmann und an meiner Stimmverteilung an die Linke und die Piraten – von denen ich persönlich ein paar Menschen kenne und diese nicht-weiblich sind. Ich hoffe, das ist so akzeptabel für alle. Auf verschiedene Berufsverteilung und Menschen verschiedener Herkünfte habe ich auch versucht einigermaßen zu achten.

Sonntag, den 16.3.: Arbeit – 9 Uhr bis 18:45 Uhr

unwahrscheinlichst: Samstag, den 15.3.: Hassreden

Samstag, den 15.3.: Leipziger Buchmesse

Freitag, den 14.3.: Leipziger Buchmesse

Donnerstag, den 13.3.: Residenztheater – Carl Sternheim – “Aus dem bürgerlichen Heldenleben” – 18:15 Uhr Einführungsbeginn

Mittwoch, den 12.3.: Residenztheater – “Die Ballade vom traurigen Café” – 20 Uhr – (8€ Kosten)

Ich hatte einen der besten Plätze – in der erste Reihe, ein wenig links in der Mitte (für mich idealer als die Mitte selbst). Wahrscheinlich wurde das möglich, weil das Stück in der vorherigen Kritik bereits verschrien wurde, kann ich mir gut vorstellen. Ich werde keine Kritiken lesen, aber für manches muss ich nichts lesen, wenn ich mir erdenken kann, was andere Leute denken. Das Stück passt einfach nicht in die üblichen Bewertungsschemata der alltäglichen Theaterkritik. Nicht weil das Stück überragend war in einer der Kriterien, wie im Text oder in der Schauspielerei, wäre – es war einfach anders. Es war ruhiges Theater. Bis auf ein paar Szenen nachdenklich, gefühlsbetont und auch traurig, womit ich nicht meine, dass das Stück eine traurige Stimmung verbreitete, wie Stücke bspw. die Leute zum Lachen bringen, sondern die Geschehnisse auf der Bühne führten bei vielen Figuren zu traurigen Gefühlen. Ohne, dass dies ein dramatischen Kampf oder Selbstkampf auslösen würde, welcher das Publikum packen müsste. Die lauten Szenen – oft die eindrücklichen – sind es, welche die Ruhe im Stück verdeutlichen. Ich fand es ein spannendes und gelungenes Stück mit einer guten Handlung. Insbesondere behaupte ich, dass eine mögliche Interpretation nicht im Denkhorizont des Publikums vorhanden war: Ich denke, es ist möglich, die Cafébesitzerin Miss Amelia als asexuell zu sehen, die aber dennoch sich auf eine Heirat einlässt. Etwas was für viele Menschen auch nicht unbedingt ein Thema ist, worüber nachgedacht wird. Es ist das traurige Café, weil es weder von ihrem Mann akzeptiert wird noch von der Gesellschaft überhaupt daran gedacht werden könnte. (Geschweige denn außerhalb des Stücks vom Publikum) Wenn ich es so auslege, halte ich das Stück für sehr klug, weil es die Problematik dieser kleinen Gesellschaft  in der Sexualität verortet. Wäre ihr Mann nicht darauf aus sie um jeden Preis (materielle Geschenke & Gewalt) zu sexualisieren – könnten es eine glückliche Ehe sein. Amelia denkt in der Hochzeitsnacht überhaupt nicht an Sex. Im Stück kommt nicht heraus, ob sie es absichtlich missversteht, als ihr Mann vom sexualisierten “ins Bett gehen” redet, oder als Flucht vor dem Unverständnis ihres Mannes. Auch wird das Verhältnis zwischen Amelia und Vetter Lymon nicht verstanden. Es ist natürlich ein Verhältnis – aber auf asexuelle Weise. Wobei auch diese Beziehung nicht zweiseitiger Natur und gleichberechtigt ist, für Lymon ist es eher eine Zwangslage, weil Amelia nichts Sexuelles will, Lymon aber doch. Lymon nutzt sie in der Beziehung so weit er kann als Notnagel aus um überhaupt eine Beziehung führen zu können, aber sie bestimmt letztlich doch die Beziehungsart, denn für ihn ist es natürlich kaum möglich ist, weil Amelia stark ist und er auch noch körperlich schwächer aufgrund seiner Behinderung. Dennoch probiert er es in einer Szene, bedrängt Amelia und sagt, er “liebe sie so sehr.” Amelia kann nur blockieren, sie sagt, sie möge ihn auch, aber es bleibt ihr gar nichts anderes möglich, denn Lymon besetzt den Liebesbegriff selbst mit seinem Verständnis von Umklammerung und Körperlichkeit. Das fand ich sehr anregend, dass Liebe eben, was mir ja selbst oft nicht bewusst ist, ausschließlich körperlich oder platonisch besetzt ist – nicht aber in einer asexuellen Beziehungsart. Wenn Theater Gesellschaftsdiskurs ist, ist es ein Zeichen, dass es ein gutes Theaterstück ist. Ich bin völlig unvorbereitet ins Theater gegangen und habe auch keine Kritiken gelesen – ich fände es mittlerweile aber spannend nachzulesen, was andere Menschen über das Stück denken. Ich bin mir aber recht sicher, dass von “Unfähigkeit” (zur Liebe) gesprochen wird, also ein Wort des Mangels benutzt werden würde. Aber das ist nicht richtig. Es ist die Unfähigkeit der Anderen.

Dienstag, den 11.3.: Bayerische Staatsoper – Giacomo Puccini – “Madama Butterfly” – 19 Uhr

Lustig war ein Erlebnis mit einem Ehepaar, ein Deutscher und eine Japanerin, sie saßen neben mir im Rang. Wirkten sehr kosmopolitisch und gebildet – mindestens er hatte Ahnung von Musik. Nun denn, sie gingen in der Pause, weil sie alles ganz fürchterlich und unerträglich fanden. Ich kann das nicht einschätzen. Es war aber nicht die klischeeisierte Art – also des sich brüskierens sondern eher ruhiger. Muss ich die Connaisseure beneiden, oder darf ich mich meiner stillen Unkenntnis noch erquicken? In der zweiten Hälfte versuchte ich dann angestrengt und permanent herauszuhören, ob die Sängerin der “Madame Butterfly” wirklich so grauenhaft singe. Ich weiß es nicht. Ich fand das Stück in mittelmäßig, die Musik war aber durchaus phasenweise richtig schön. Das Publikum klatschte aber für die üblichen Verhältnisse im Nationaltheater sehr spärlich. Vielleicht haben die alle mehr Ahnung davon als ich? Ich fand es jedenfalls sehr toll, einer Dirigentin zusehen zu dürfen – nicht wie bisher immer (!?) einem Dirigenten.

Dienstag, den 11.3.: Bayerische Staatsbibliothek – Ausstellung – Musikschätze der Bayerischen Staatsbibliothek: “con moltissima passione”

Auch wenn es nicht so darsteht, fast die ganze Ausstellung geht um Cipriano de Rore – der mir davor unbekannt war. Ansonsten war es nicht ganz mein Spezialgebiet, aber eine gute Auffrischung von eigentlich bereits angelesenem Musikwissen, wie die früheren Notationsweisen in der Musik, Motetten, Madrigale und all den Dingen, dir mir ja sonst nicht überkommen. Verdi war Randthema – aber mit dem beschäftige ich mich irgendwann noch ausführlicher.

Montag, den 10.3.: Münchner Kammerspiele (Werkraum) – Motive von Horvath, Kafka u.a. – “Der Fall M. Eine Psychatriegeschichte” – 20 Uhr – (4€ Kosten)

Sehr geil!!! Barbara Dussler ist ziemlich cool.

Sonntag, den 9.3.: Münchner Volkstheater – Premiere – William Shakespeare – “Das Wintermärchen” – 19:30 Uhr – (8,5€ Kosten)

Sonntag, den 9.3.: Völkerkundemuseum München – Dauerausstellung – Ozeanien – Weltbilder der Südsee – (1€ Kosten)

Damit bin ich jetzt auch durch. Die Ausstellung selbst ist ein wenig mager, aber ich hab mir 90 Minuten das Buch zur Ausstellung angelesen. Danach war ich noch in der Tibet Ausstellung.

Samstag, den 8.3.: Münchner Kammerspiele (Schauspielhaus) – Premiere – Ferenc Molnár – “Liliom” – 20 Uhr – (8€ Kosten)

Muss mensch nicht gesehen haben

Samstag, den 8.3.: Bundesweiter Tag der Archive:

–> Hier noch ein paar übergreifende Gedanken zum Tag der Archive:

Es wäre zuträglich, wenn es mindestens eine*n Digitalisierungsbeauftragte*n gäbe, wenn nicht gar einen Digitalisierungsplan auf Bundesebene, weil die Archive alle vereinzelt herumtapsen und die Digitalisierung unkoordiniert durchführen. Ich hab das Gefühl, dass die Archive vor allem deswegen Digitalisieren, weil sie von jungen Menschen genervt werden. Als Behörde muss sowas anscheinend von oben kommen, Behörden müssen anscheinend an die Hand genommen werden, brauchen Direktiven und Derartiges. Irgendeine Stelle oder irgendwelche Menschen die zentral eine Zuständigkeit haben. Das ist auch finanziell langfristig, wie ich vermute, günstiger für die Archive.

Was auch zweifelsfrei, m.E., sehr schief läuft: Nach den Gesetzen dürfen Behörden nichts selbst wegwerfen. Das ist gut so. Müsste das Archivgesetz sein. Deswegen bieten die Behörden den Archiven alles an was sie haben, die Archive wählen dann aus, was sie wollen. Das können je nach Behörde sehr wenige bis fast alles sein. Das, was vom Archiv abgelehnt wird, wird vernichtet. Dieser Prozess des Auswählens und das, was vernichtet wird, ist nicht für die Öffentlichkeit einsehbar. Ein Mensch vom Bayerischen Hauptstaatsarchiv hat mir gesagt, dass mensch ja anfragen könnte um das nachzuvollziehen. Das halte ich aber für unsinnig aus mehreren Gründen. 1. Es sollte transparent per Default sein. 2. Es verursacht Logikfehler, denn wenn etwas vernichtet wird, wie soll ich dann von der Existenz wissen, folglich kann meine Anfrage ja gar nicht konkret sein, weil ich nicht weiß was ich anfragen soll. Jemensch müsste dann also bei der Behörde anfragen: “Was haben sie Archiven angeboten”, was kompliziert ist. Da braucht es eine Gesetzesänderung, dass es öffentlich sein muss(!) was Archive annehmen und ablehnen (was folglich dann vernichtet wird).

Und ganz ehrlich: Ich halte es für möglich, dass überhaupt nichts vernichtet wird oder vernichtet werden muss, durch Digitalisierung und OCR. Und es würde auch helfen, wenn Behörden mit diesen Computern arbeiten würden. Alles in allem: Da geht Einiges besser, nur jemensch müsste sich kümmern. Gerade finanziell geht, wie ich finde, da einiges effizienter, was ich nicht im Sinne von Rationalisierung von Stellen meine, sondern durch kompetente Nutzung von moderner Technik.

4. Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (Leonrodstraße 46b):

16:30 Uhr – Allgemeine Führung im Magazin

Klasse Führung durch die sehr kompetente Frau Dr. Esther-Julia Howell. Das IfZ München wirkte sehr modern und besser organisiert als das Stadtarchiv – von beiden konnte ich sozusagen den Maschinenraum, also unter Anderem das Magazin betrachten. Das IfZ hat mich durchaus beeindruckt. Insbesondere scheinen sie bezüglich Digitalisierung den rein staatlichen Archiven weiter voraus zu sein.

Ausstellung: “Propaganda und Alltag – Kindheit im Dritten Reich

Ich bin kaum dazugekommen mir das jetzt im Detail anzuschauen, waren ein paar Plakate eben. Dazu sollte mensch sich vielleicht einfach eine der zahlreichen Bücher durchlesen. Alltag im 3. Reich ist ja ein krass spannendes Thema.

3. Stadtarchiv (Winzererstraße 68):

14 Uhr: Führung im Magazin

Sehr verschlafener Typ. Das Stadtarchiv gibt jährlich 50.000€ für Regale aus und 20.000€ für Archivordner und Vergleichbares. Bezüglich Digitalisierung ist völlig klar, dass es da einen (unbewussten?) Widerwillen gibt. Das Stadtarchiv hat keinen einzigen Cent extra für Digitalisierung zur Verfügung, geschweige denn eine Planstelle. Es gibt eine Planstelle für Langzeitarchivierung. Wieso wird dann bisschen was trotdem digitalisiert? Weil es Private für unternehmen, wie beispielsweise die Mormonen(!) und noch eine Organisation, die ich aber in Kürze nicht im Internet fand, namens “Ancientry”. Der Mitarbeiter konnte mir dann auch nicht sagen, wie viele Dokumente oder Aktenmeter im Jahr digitalisiert werden. Das Stadtarchiv bekommt pro Jahr zwischen 300 und 400 Aktenmeter dazu. Da läuft bei denen durchaus was nicht so gut, sie merken es aber meiner Ansicht nach nicht. Da müsste mal jemand Junges ein paar Wochen reinschauen…

15 Uhr: Führung in der Ausstellung: “Münchner Frauen in den Kriegs- und Nachkriegsepochen des 20. Jahrhunders”

Gute Ausstellung. Ich wundere mich aber, dass die für eine Ausstellung im eigenen Haus mit kaum Publikumsverkehr 2 Planstellen darauf ansetzen müssen. Ich mein, die Mitarbeiter*innen haben ziemlich sicher besseres zutun.

2. Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Schönfeldstraße 5-11):

11:30 Uhr: Präsentation von herausragenden Archivalien im Lesesaal

Das war sehr cool. Ich hab viele spannende Urkunden sehen können, wie die Ersterwähnungsurkunde Münchens von 1158 (die in einer einfachen Vitrine mitten im Saal steht. :O ), Dokumente der Hexenverbrennungen, die Urkunde von Napoleon von 1806, die Bayern zu einem Königreich machte, die Gründungsurkunde der bayerischen Armee aber auch moderneres, wie Ruth Pauligs schwarzes Filztuch, welches sie im Landtag ausbreitete wegen dem CSU filzt. Der Lesesaal ist cool – leider wie bei allen Öffentlichen (abgesehen der Stabi und der Bibliothek des deutschen Museums) mit miesen Öffnungszeiten…)

Das bayerische Hauptstaatsarchiv müsste derzeit 3,5km Archivmeter haben. Selbst heutzutage liefern Behörden praktisch fast alles noch auf Papier. Wahnsinn. Allein von den Kosten ist das doch eigentlich nicht machbar.

12:30 Uhr: Führung durch die Restaurierungswerkstatt

Die Führung war cool, hab gelernt wie beschädigte Dokumente wieder hergestellt werden mittels Anfasern. Alles in allem ist das ist wohl ziemlich teuer. Pro Tag können so 30 bis 60 Dokumente wiederhergestellt werden hieß es in einem Satz, in einem anderen Satz hieß es jedoch, dass im Jahr “3000 Dokumente und ebenfalls knapp 3000 Siegel wiederhergestellt werden.”

Ausstellung: „1914-1918: Der Krieg und die Frauen“ Zeit: ganztägig

Das waren jetzt halt ein paar Kästen…Schmankerl halt, aber nichts Besonderes.

Das Carl-Orff-Zentrum hat auch noch ausgestellt.

1. Staatsarchiv München (Schönfeldstraße 3):

Ausstellung: „Zwischen Salon und KZ – Biographische Skizzen
zu NS-Frauen aus Quellen des Staatsarchivs München“

Die Führung hab ich leider verpasst. Die Ausstellung ist winzig. In einem Raum war ganztägig dann eine Vorführung von 6 Filmen. Mensch hätte sich für 7,5€ dann eine von denen selbstgebrannte CD(!) mit ein paar Bildern und den Filmen darauf kaufen können. Gott, Archive können so auf so viele Arten mächtig verstaubt sein…

Freitag, den 7.3.: Münchner Kammerspiele (Schauspielhaus) – J. M. Coetzee – “Schande” – 20 Uhr – (8€ Kosten)

Mir ist bewusst was ich da tue… Mal sehen wie das Publikum so ist, ob Debatte stattfindet ua. #rassismus

Das Stück war nicht nur strukturell rassistisch (Schwarze Menschen spielen Vergewaltiger, Weiße sind Hauptrollen und gut) sondern auch die Gleichbehandlung zwischen Männern und Frauen fehlte. Ich möchte kein Stück darüber haben, indem ein Vergewaltiger sich mit seinem natürlichen Sexualtrieb rechtfertigen kann. Das Stück war aber auch nicht so klug, als dass es darüberstehen würde und in irgendeiner Art etwas kluges in irgendeiner Debatte beitragen könnte. Ein Stück kann von mir aus gerne Vergewaltigungsrechtfertigungen thematisieren und auch Männer Schwachsinn reden lassen und das kann dann auch als Kunst bezeichnet werden, aber sowas sollte dann auch durchdacht geschehen. Wie immer: Korrelationen treten auf: Gute Stücke sind in vielen Aspekten, aus verschiedenen Perspektiven gut – schlechte Stücke, wie “Schande”, versagen auf ganzer Linie. Debatte fand nicht statt im Publikum. Bis auf einen Menschen war es ein rein weißes Publikum.

Donnerstag, den 6.3.: Adelbert-von-Chamisso-Preisverleihung für Ann Cotten – 19 Uhr

Ann Cotten ist sehr cool. Ich freue mich riesig darauf alles von ihr zu lesen.

Mittwoch, den 5.3.: Münchner Kammerspiele (Werkraum) – Dea Loher – “Erklär mir, Leben” – 20 Uhr (6€ Kosten) + Nachgespräch mit dem Regisseur Thomas Schmauser

Disclaimer: Folgender Text wurde in knapp 3 Stunden en bloc heruntergeschrieben. Er wurde danach nicht nochmal gesichtet, geschweige denn der vielzähligen Rechtschreibfehler bereinigt. Ihr Freund*innen, die ihr meinen Blog kennt, ich bitte um Diskretion, weil ich damit möglicherweise noch nicht zufrieden bin und weil es gegen Ende hin philosophischer wird, was mir wiederum viel bedeutet. (Ich lebe dafür)

Ich sah letztes Jahr schon “Du mein Tod” von Thomas Schmauser, ebenfalls ein klasse Theaterstück, aber das ist für mich noch stärker. In “Du mein Tod” war für mich nichts Neues dabei, weil ich mich zumindest für “Du mein Tod” subjektiv ausfüllend bereits mit Transsexualität beschäftigt hatte. “Erklär mir, Leben” ist ein völlig anderer Stoff. Das ist bemerkenswert, weil die Schauspieler*innen größtenteils schon im vorigen Stück mitspielten. Dessen war ich mir aber dank(!) meiner schlechten Vorbereitung nicht bewusst, umso erfreuter bin ich, endlich Schauspieler*innen gesehen zu haben, die sich nicht gleich anfühlen, wie so viele es tun – auch wenn sie in ihrer jeweiligen Rolle Koriphä*innen sein mögen. Es gibt im Theater bestimmte Typen – den alten Sack, die starke, schreiende Frau die körperbetontes Theater spielt (immer Andrea Wenzl im Resi [Das Resi hat gleich mehrerer solcher Frauen] ), die traumhaft-, bildschöne Frau (Marie Seiser) den jungen Stürmer und Dränger (oft Franz Pätzold) den dicken Kerl, den Trottel, den Quotenausländer und so fort, die Liste wird nicht schöner und die Typen, die nicht auf der Liste stehen (Behinderte, Transsexuelle, Asexuelle, Schwarze in klassischen Hauptrollen) sind gleichermaßen ein Problem – und diese Starrheit festzustellen ist einerseits nichts unerwartetes, jedoch trotzdem desillusionierend.

Ich stimme mit Schmauser darüber ein, was Theater darstellen soll – nach dem Stück gab es noch eine knapp 40-minütige Q&A mit Thomas Schmauser und Dramaturg Matthias Günther. Schmauser ist ein Textarbeiter, der sich begeistern kann für Ingeborg Bachmann, Margarete Mitscherlich und oder Dea Loher. Seine, wie er es nennt Crew ist bemerkenswert großartig. Es gibt für mich nur das Wort commitment dafür. Das Stück ist für die Schauspieler*innen absolute Hingabe und Engagement. Um so etwas spielen zu können braucht es Radikalität. Und es ist commitment, weil ich denke, dass so ein Stück nicht ohne ein radikales Verantwortungsgefühl, eine Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft entstehen kann. Es war gut am vorigen Tag ein völlig bodenloses, banales und somit irrelevantes Stück “Die Jagd nach Liebe” gesehen zu haben, es ist der kritischen Wertschätzung förderlich. Ich denke nicht, dass ich in einem Jahr noch in Stücke gehen werde, in denen Liebe ein größeres Thema ist. Vor allem diese beschränkte, versprengte Liebe zwischen zwei Personen. Für mich gibt es nur Menschenliebe als universelles Prinzip. Das Stück zeigt klug menschliches Verhalten an Abgründen und die Menschen selbst, wer sie sind. Das ist die Frage, welche an virtuellen Plätzen durchgedacht gehören. Es gibt schlechtes Theater, welches die Kriegsgräuel möglichst real darzustellen versucht. Solch ein Theater leugnet sich selbst. Es ist reine Kapitulation, wenn Theater Dinge direkt darstellt, das ist eigentlich ja kein Theater, sondern Unsinn. Erstens weil es immer scheitert, weil dargestelltes Geschehen letztlich nicht mit echtem Geschehen vergleichbar ist. Eine Vergewaltigung in einem Theaterstück? Gibt es nicht Es bleibt eine dargestellte Vergewaltigung, wie alles dargestellt ist. “Erklär mir, Leben” ist kein solches Theater und damit erschreckend klüger als schon so viele andere Stücke – wie auch im Gegensatz dazu bspw. angedeutete Sexszenen aus “Die Jagd nach Liebe”, wo dann Menschen Bewegungen machen. Darin, wie Themen herübergebracht werden ist das Stück vergleichbar mit “Weltenbrand” in der Schauburg. Dort wurden verschiedene Giftgasarten und ihre Charakteristika des ersten Weltkriegs mit verschiedenfarbigen Konfetti dargestellt. Dieser radikale Minimalismus abstrahiert auf das Wesentlichste und bleibt dabei laserscharf. Konfetti ist ein optischer Minimalismus. Schmauser, der im Q&A auch Stockhausen namedropped – was mir sehr sympathisiert – arbeitet ebenfalls minimalistisch, aber durch Sound. Fließendes Wasser. Blumen, die mit Gas gegossen werden ein Amboss und Metall. Klangräume entstehen. Genialität ist auf die Kreativität der Menschen selbst zu setzen. Eine Verfilmung ist tatsächlich die Vernichtung der eigenen Vorstellung eines fiktiven Textes. Menschen sehnen sich nach der Verfilmung aufgrund ihres faschistischen Drangs miteinander synchron sein zu wollen. Keine Verhaltensabweichung, stetes Leben im Jetzt. Normalseinsdrang. Mode. Schönheit. Vernichtung des Anderen.

Hoffnung kann es deswegen nur machen, wenn Inhalt also anregend ist. Inhalt kann im Menschen dann etwas bewirken, wenn es nicht selbst darstellend ist.

Ich habe in meinem Leben jetzt erst eine Serie fertig geschaut, das war “Breaking Bad”. Alles dazu wird geliefert: Bild, Ton und feste Zeit. Bei Abschluss der Serie war nichts mehr für mich übrig, da ich mir dazu nichts vorstellen musste. Ein leeres Gehirn bleibt, das Gefühl, welches zuletzt bleibt ist das einer Abgeschlossenheit. Abgeschlossenheit fühlt sich göttlich an, ist doch die unverständliche Unendlichkeit durch Idiotie im kleinen scheinbar überwunden. Das Endliche auf Erden, juhu! Wer will den schon Unverständliches? Offenheit? Fuck that! Wir müssen wissen! Wir werden wissen!

Und auch wurde etwas geschaffen, keiner weiß wie, von wem und so weiter, aber eins ist mir klar: Es nützt der Kulturindustrie. Angenommen, es gibt abgeschlossene Geschichten, die alle Sinne bedienen, die ein klaren Anfang haben, ein klaren Ende, klare Handlungsstränge – keine Vermutungen, keine Unklarheiten, keine Rätsel und so weiter. Dann kann eine Geschichte nach der anderen produziert werden, Geschichten die sich strukturell ähneln. Der Inhalt wird sogar austauschbarer. Charaktere die handeln, ein Problem welches sich stellt und dann pseudovielfältig gelöst werden kann, Ziele die erreicht werden, ein Ende.

Dinge die am Aussterben sind: Eigenerdachte Welten. Sie werden verdrängt vom Angebot der vorgefertigten Welten. Vorgefertigte Realitäten.

Ein realistischer Topos sind virtuelle Welten. Es geht in diesem meinem Text nicht um Dystopie oder Utopie. Die Frage danach, in was für einem Topos Menschen derzeit leben halte ich für genauso relevant. Wie erleben Menschen ihren Topos? Ihre Realität? Die Realität? Es wundert mich nicht, dass so viele Philosoph*innen derzeit nach Utopien suchen (und das sogar so sagen, wie Zizek). Ich als Analytiker behaupte: Durch den Kapitalismus (und seine Effekte usw.), den Marktzwang wurde nicht nur äußere Vielfalt, wie Sprachen, Natur und Lebensweisen gibt, zerstört, sondern auch Innere Vielfalt, wie Denkweisen, Wahrnehmung der subjektiven Realität und auch die eigene Virtualität, die erträumten Welten.

Wie könnte der Kapitalismus (scheinbar?/anscheinend?) noch effektiver sein? Wenn alle Menschen die gleiche Sprache sprächen und somit Kommunikationsbarrieren wegfielen.

Was passiert derzeit: Kultur globalisiert sich und erreicht alle Menschen. Ich versuche das zuerst von einem neutralen Standpunkt aus zu betrachten. Es hat Vor- und Nachteile, weil evtl. menschenrechtliche Standards globalisiert werden. (Ablehnendes Stichwort: Kulturimperialismus). Es hat Nachteile, weil

Wenn es  eine Art Zwang gibt, bestimmte Kultur zu konsumieren, dann würde ich das Kulturfaschismus nennen. Kein Neologismus, aber ich glaube in dieser Verwendung richtig.

Ich erlebe das Phänomen, dass praktisch alle Menschen die ich kenne unbewusst stets versuchen Neuste Informationen zu bekommen. Tageszeitungen zu lesen ist für mich seltsam geworden in München, weil das was in der Zeitung steht für das was in der Stadt real passiert seltenst korreliert. Theoretisch ist erlesbar, was in anderen Ländern so passiert. Höchstens im Lokalteil passieren Dinge, die aber selbst wiederum auf die Jetztzeit ausgerichtet sind, Events, Veranstaltungen und so weiter.

Ich würde deswegen behaupten, dass die Menschheit von einem Gegenwarts oder schlimmer noch, einem Jetztzeitsdrang besessen ist. Ich muss das nicht ausführen, es ist zum Verzweifeln grunzdumm.

Würden Menschen, statt jeden Tag ein paar vergangene und ein paar voraussichtliche Tage in der Zeitung zu lesen über Dinge die nicht wirklich klar sind, fast immer irrelevant sind (weil Kapitalismus & Nachrichten erscheinen eh immer, Zeitungen sind immer voll…) mit der Gegenwart brechen und sich die vergangen 6000 Jahre anschauen oder sich auch mal Zeit zu nehmen um über die Zukunft nachzudenken – dann würden wir vielleicht nicht diese lächerliche Entwicklungsstufe innehaben, die so viele sogar noch aus Unfähigkeit und ebenso, und hier schließt sich ein Kreis, aus mangelnder eigener Vorstellung (Das Vermögen dazu ist dem Menschen gegeben. Er nutzt es nur nicht.), für fortschrittlich halten.

Kapitalismus erfordert Synchronität von Menschen. Diese Synchronität kann zeitlicher Beschaffenheit sein, örtliche Nähe der Abläufe, oder und das ist mein Gedanke neuer Gedanke: im Denken selbst, weil es Kommunikation vereinfacht.

Der Trend ist dann aber eine Vereinheitlichung der Eigenschaften von Menschen. Es ist ein Typus Faschismus, ohne Rute und Akteur*in. Es passiert, ohne Verantwortlichen. Ein im Konkreten gar unverständlicher Prozess des abstrakten Kapitalismus.

Eigenes Denken? Das ist nichts, was permanent geschieht. Denken ist radikale Selbstbeschäftigung mit dem eigenen Geist. Anregung ist ja in Ordnung – aber erst danach kann wirkliches, eigenes Denken ansetzen. Wenn eigenes Denken nicht angeregt wird, so geschieht es nun mal, dass es passiert, dass das dieses Denken, ohne dessen bewusst zu sein, Ideen erzeugt, welche entweder schlecht sind und oder leider schon vorhanden. Beides ist der Menschheit mindestens nicht zuträglich. Der Menschheit kann mit neuen Ideen geholfen werden. Nachdenken und Ideen suchen ist der eigentlich gefährlichste Job der Welt. Es ist not-wendig angesichts der unzähligen Probleme der Menschheit. Das Leid des Menschen ist größtenteils vom Menschen selbst erzeugt. Das ist der Bewusstseinshintergrund beim Denken. Nazismus ist auch eine Idee gewesen. Viele Menschen hätten gerade das was Hitler vollbrachte als Höhepunkt des menschlichen Daseins gesehen – als Utopie. Nun, dieses Neue oder ich-bezogen ausgedrückt: Originäres zu erdenken, wo soll das möglich sein außer an den Abgründen des menschlichen Daseins? Der Alltag ist unglaublich logisch im Kapitalismus. Die Menschheit ist auf eine minimale Anzahl an Tätigkeiten beschränkt, die sie äußerlich ausführen kann. Das normale Leben im Kapitalismus lässt sich in einem Satz herunterbrechen: Geburt, Kindergarten, Schule (“auf das Leben vorbereiten”), Berufsvorbereitung, Beruf (“um im Alter abgesichert zu sein”), Alter, Tod. Dazwischen gibt es Handlungen wie: Film schauen. Kino. Party. Auto fahren und so weiter.

“Erklär mir, Leben” gibt Anregung. Ich muss sagen, dass es für mich kaum eine andere derart relevante Thematik gibt, als dieses Spiel des Menschen mit seiner eigenen Vernichtung.

Insbesondere bei Harry Potter war es lange Zeit – bis ich die Filme sah – eine eigene Welt, die nicht J.K. Rowling alleine schuf, sondern an der ich für mein ganz persönliches Hogwarts auch beteiligt gewesen bin. Erst als ich die Filme nach und nach vergaß fand ich den Schlossschlossschlüssel wieder zum Eigenen. Minimalismus und radikale Abstraktion sind für mich auch die einzig akzeptable Darstellungsmöglichkeit von größeren Themen, wie bspw. der Faschismus. Natürlich ist Theater immer graduell abstrakt und graduell minimal, aber zu viele Stücke sind es unfreiwillig geschuldet des Unverständnisses.

Ich stimmte mit Thomas Schmauser abermals überein, was Theater nicht machen sollte: Ironie und Zynismus. Ironie und Zynismus (und Sarkasmus) haben meiner Ansicht nach nichts im Theater verloren. Derlei Mittel sollte den Verzweifelten der Realität überlassen bleiben, denn es ist bereits eine Abstraktion. Wenn aber Theater, per se abstrakt, abstrahiert – dann ist das Unfähigkeit, weil es gar nicht möglich ist, denn Theater ist bereits immer abstrakt – auch wenn das wie gesagt manche Stücke aus umgesetzter Idiotie zwangsläufig erfolglos zu verleugnen versuchen. Etwas, das in bestimmter Weise beschaffen ist, kann derart nicht werden, denn es ist bereits. Für Realverzweifelte ist es ein Notmittel, aber auch in dem was wir Realität nennen, ein nicht zu empfehlendes Schlangenöl, denn es löst die Ursache der Verzweiflung nicht. Derlei Eironeia leugnet fundamental das eigene Selbst indem sich dieses Selbst durch Vorstellung oder Vortäuschung einer Selbsterhöhung zerspaltet, und dann wieder lachen kann, weil der andere Teil des Selbst es nicht mehr kann.

Mittwoch, den 5.3.: Gasteig – Ausstellung – “Strauß-Bilder

“Zum Jubiläumsjahr anlässlich des 150. Geburtstages von Richard Strauss präsentiert das Richard-Strauss-Institut die Ausstellung »Strauss-Bilder«, die sich mit der facettenreichen Künstlerpersönlichkeit des Komponisten auseinandersetzt”

War gut, die Ausstellung hatte viele Zahlen und Daten, gute Zitate über Strauß. (Adorno war schon wieder dabei! :) ), ferner gab es auch so “Hörknobbel” mit Musikbeispielen. Das Leben von Strauß war gut verdichtet, genau das was ich mir erwartete.

Mittwoch, den 5.3. Alter Südfriedhof München

Keine Veranstaltung im eigentlichen Sinne, aber es war bereichernd für mich, Münchens Gräber der Prominenten aus vergangenen Tage anzusehen. Prominent, weil sie Wissenschaft betrieben, wie Liebig oder Fraunhofer – nicht diese absurde Form von Prominenz heutzutage. Münchens Geschichte ist immer allzeitlich spannend, so auch die Frage, wer im 18. und 19. Jahrhundert die Stadt geprägt hat. Klasse, dass es so einen Friedhof gibt. Ein weiteres Kleinod, welches es zu bestaunen gilt.

Mittwoch, den 5.3.: MELESSA-Laborraum – “11:00 bis 12:15″

Realzeitaufwand: 10:50 bis 11:45. Erwirtschaftetes Geld: 14,6€. Theoretischer Stundenlohn: 15,927€. Zur Studie: Es gab 14 Probant*innen, davon je 7 Teilnehmer*innen X und je 7 Teilnehmer*innen Y. Die Verteilung war komplett zufällig. Ich war ein Y. In dieser Studie war es maximal schändlich Y zu sein: Es gab zwei mögliche Ausgangssituationen in der Studie. A und B. Wenn A nach Lotterie gezogen wird, dann bekommt X 100 Chips, die je 0,2€ Wert sind und Y 50 Chips, ebenfalls 0,2€ wertig. Wenn B nach Lotterie gezogen wird, dann gibt X eine selbst gewählte(!) Anzahl an Chips an Y ab, und zwar in einem Intervall zwischen 0 Chips(!) und 50(!) Chips. Für Y lohnt es sich also bis auf einen Fall – falls der Gegenüber ein maximal spendabler Mensch ist, dass A gezogen wird.

Die Wahrscheinlichkeit der Lotterie war in einem ultra coolen Spiel beeinflussbar. Es gab 100 Schiebebalken, mit einem Regler der auf der Zahl 0 am Anfang steht und maximal auf der Zahl 100 stehen kann. Ziel ist es den Regler auf 50 zu schieben, also genau mittig. Die Anzahl der richtig auf 50 eingestellten Regler ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass A gezogen wird. Anfangs hatten X und Y eine Proberunde um das Prinzip zu erlernen, dann wurden die Rollen erst gelost. Später musste nur Y das machen, X hatte Pause. Ich als Y schaffte dann 77 Regler. Damit war die Wahrscheinlichkeit für A 77%, was dann auch glücklicherweise triggerte. Wäre es B geworden hätte ich von X 30 Chips bekommen, was sehr gütig gewesen wäre (30 von 50)! Weil es aber A wurde, bekam mein Partner X seine 100 Chips, ich meine 50 – in unser beider Interesse. Ich bin schon wegen meiner 77 richtigen Regler stolz, weil ich nie gedacht hätte, dass sich CS:S, DotA, AoE, WC3 und so weiter mal praktisch anwenden liesen. Ich habe locker 10 Jahre mit Mäusen trainiert. Schade zwar, wegen der fast sicheren 10€ die durch Zufall unerreichbar wurden, aber hey, dafür musste ich wenigstens was für mein Geld zusammenklicken und hatte richtig Spaß. \o/

Dienstag, den 4.3.: Marstalltheater (Residenztheater) – Heinrich Mann – “Die Jagd nach Liebe” – 20 Uhr (8€ Kosten)

Montag, den 3.3.: Bayerische Staatsoper – Felix Mendelssohn Bartholdy/György Ligeti/William Shakespeare – “Ein Sommernachtstraum” – 19:30 Uhr – (5€ Kosten)

Seit langem mal wieder ein Ballett-Stück. Umwerfend gutes Ballett, meisterhaft – weltklasse (Behaupte ich als Unwissender, natürlich). Und zusammen mit Ligeti kommt es zu einer echt geilen Kombination.

Montag, den 3.3.: Hypo-Kunsthalle – “Pompeji – Leben auf dem Vulkan” – ab 10 Uhr – (3€ Kosten + 3,5€ Kosten Audioguide)

Ausstellung ist sehr mainstream, wenig Information/Zeit. Hab eigentlich nicht viel gelernt. Audioguide war auch nicht lohnenswert für 3,5€. Wieso haben Audioguides eigentlich keinen Schneller Knopf? Bei 1,5-facher Geschwindigkeit wäre es besser gewesen. Paar coole Skulpturen waren natürlich schon dabei, es ist ein nices Privileg Dinge zu sehen, die früher erst Könige kaufen mussten und das dann auch noch abschotteten.

Sonntag, den 2.3.: Arbeit – 9 Uhr bis 18:45 Uhr

Samstag, den 1.3.: Residenztheater – William Shakespeare – “Der widerspenstigen Zähmung” – 19:30 Uhr (8€ Kosten)

Februar:

Freitag, den 28.2.: Residenztheater – Gerhard Hauptmann – “Die Ratten” – 20 Uhr (8€ Kosten)

Donnerstag, den 27.2.: Münchner Kammerspiele (Schauspielhaus) – Marieluise Fleißer – “Fegefeuer in Ingolstadt” – 20 Uhr – (8€ Kosten)

Mittwoch, den 26.2.: Bayerische Staatsbibliothek – Lesung – „Die Poesie der Primzahlen“ – mit Daniel Tammet und Knut Cordsen (der ja schon mit Ferdinand von Schirach die Lesung in den Kammerspielen am 9.2. machte) – 19 Uhr

Dienstag, den 25.2.: Schauburg – Theater der Jugend – Tobias Ginsburg und Daphne Ebner – “Weltenbrand” – 19:30 Uhr – (4,7€ Kosten)

Ein Stück über Giftgas, den Ersten Weltkrieg und danach. Es war atemberaubend krass und das was Theater sein soll. Eines der klar besten Stücke, weil es sich unterscheidet von allen Vorhergegangenen, dass auch Bezug zur Gegenwart explizit(!) hergestellt wird. Normalerweise macht es sich Theater so einfach, weil es im Theater eine ungeschrieben Ausflucht in den Themen gibt, dass wenn Diskurs stattfindet, dann nie explizit, immer auf Symbolebene, als ob das dechiffrieren von Symbolen eine intellektuelle Betätigung sei. Das Theater stellt Fragen und ist direkt. Ich habe es genossen… Immer wenn das Thema Krieg behandelt wurde in Stücken wie “In Agonie” oder “Ghetto”, so war es doch leider immer etwas Abgeschlossenes, welch Versagen, so empfinde ich das! Zukunftsbezug? Nicht wirklich vorhanden. Weltproblematiken? Nicht vorhanden. Mein bisheriges Theatererlebnis hatte immer diesen strukturellen Subtext, dass jetzt ja im Prinzip im Großen und Ganzen alles in Ordnung ist, dadurch dass es nicht thematisiert wurde, dafür aber in der Geschichte Vergangene Handlungen abgeschlossen werden sozusagen nacherzählt werden! Theater muss aber immer Utopie verhandeln. Theater muss träumen – fundamental, sonst besteht zumindest Verwechslungsgefahr mit einer Live-History-Fernsehsendung. Sozusagen Public Viewing in pseudointellektuell. Es gibt natürlich auch Stücke, wie “Rosetta. Ilona. Sue”, die sich gerade darüber definieren, nichts Anderes zu machen außer einen Umstand, wie Arbeitssituation von Menschen zu kritisieren. Sowas kann noch nicht mal als echte Kapitalismuskritik benannt werden, weil es schwierig ist ein Abstraktum mittels Theater, selbiges ebenfalls ein Abstraktum, welches wiederum konkrete Misere darstellen zu versucht, zu kritisieren. Der Versuch scheitert, weil in “Ilona. Rosetta. Sue” die konkreten Menschen durchaus ja Jobs bekommen könnten und teilweise im Stück ja auch schon bekommen. “Ilona. Rosetta. Sue” findet eigentlich genau eine einzige Lösung gegen das Problematisierte: Solidarität. Analysiert wird das Stück dann mager, auch wenn sich, auch, dieses Stück subjektiv sich gut anfühlte.

Im Grundsatz und allzeitlich wundere ich mich, ganz zwanghaft und automatisch über Leute, die sich in Theater aus nicht analytischen Gründen begeben, in Stücke von denen von Anfang an klar ist, was passiert, was kritisiert wird. Und wie tiefgreifend die Kritik in den staatlichen Häusern aussehen wird. Ich bin erleichtert, endlich etwas Mutiges sehen zu können, das war relevant! Die meisten Stücke sind verdammt noch mal nicht wirklich relevant! Ich gehe nicht und ich werde niemals ins Theater gehen aus Vergnügen. Theater ist Analys. Theater ist Diskurs. Alle Stücke die das nicht von sich behaupten können, sind eigentlich kein Theater. Und “Weltenbrand” ist Diskurs und zwar auf Gesellschaftsebene und nicht abgehoben oder partiell. Wer ist Gesellschaft? Na alle Menschen! “Weltenbrand” kategorisiert nur in Menschheit und Deutschland, nichts weiter. Bekommt mir schon wohler, als Stücke die explizit Bayern ansprechen oder den Länderwitz benötigen. Endlich kein Theater, dass sich auch nicht für den Bühnenwitz verkauft mit leichten Lachern und anderen Lächerlichkeiten. Theater – dieses Wort verdient sich dieses Stück, weil es schmerzhaft ist zuzuschauen. Angst. Krieg. Und zwar nicht der eindrucksvolle Krieg – auch nicht ein Krieg, der eigentlich keiner ist, weil dieser in anderen Stücken eine Hintergrundrolle zugewiesen bekommt. Es ist nicht “In Agonie”, wo es nackte Menschen braucht und Vergewaltigungen. Das Stück ist nicht für den dummen Zuschenden geschrieben, der sich Krieg nicht auch vorstellen kann. Das Vorstellungsvermögen ist im Heute eines der wichtigsten Parameter an denen ich erkennen kann, ob Menschen klar denken können oder nicht. Vorstellen, das ist nicht Fantasieren, sondern abstraktes Wissen, welches für privilegierte, weiße deutsche Menschen schwer zu erfahren ist durch ihre Beschränktheit des Alltags. Vorstellen ist das sich Bewusstsein abstrakter Taten, zeitlos, ortlos – wenn dies dann im Hirn synthetisiert wird. Vorstellen ist der Versuch auch Dinge zu verstehen, die sonst nicht am eigenen Leibe erfahren werden können. Das Stück ist stark, weil es mich an Stellen fast zu Tränen gebracht hat zuschauen zu müssen, weil das Gesagte so krass war. Das Stück lotet die Möglichkeiten in der heutigen Gesellschaft aus und bringt meinen abstrakten Zorn auf die Ungerechtigkeiten der Welt auf die Bühne. Krieg und Frieden wird verhandelt. Politisch-sein wird verhandelt. Argumentationen werden verhandelt und zwar über die individuelle Rolle des Menschens, die Verantwortung, die Moral. Vielleicht war es das erste Mal überhaupt, dass ich mich nicht als objektiver Beobachter gefühlt habe, der viel mehr die Menschen studierte und wie diese auf Stücke reagieren, wie sie sich bewegen, was sie reden – ob eben Theater wirklich Theater ist und nicht nur Worthülse wie meistens – sondern mich wirklich auch eigentlich so gefühlt, wie der Satz “Ich war im Theater” in seiner allumfassenden Art gemeint sein muss. Nicht, “Ich war physisch da”, oder “Ich war gedanklich teils da”, sondern voll da. “Weltenbrand” bot für mich Identifikationsmöglichkeit, weil ich mich selbst in meinem Handeln auf der Bühne wiederfand. Diese Chance bekomme ich nirgendswo sonst, außer im Theater. Während das Residenztheater vor allem auf Perfektion der Schauspieler*innenkunst achtet, was oft genug eigentlich peinlich wirkt, weil die Schauspieler und ihre Charaktere stückübergreifend betrachtet auf ein Minimum der Vielfalt reduziert sind; auf stets ähnliche Rollen und ihre Verhaltensweisen, so ist das in diesem Stück anders gewesen. Die fünf Schauspieler*innen waren toll, weil sie das Quäntchen Echtheit haben, welches  sonst niemals auch von fast perfekten Schauspieler*innen erreicht werden könnte, wenn diese nicht auch selbst in dem Stück drinnen sind, das nicht auch für sich Leben, für sich selbst nicht auch der Bedeutung ihres Stücks im Klaren sind – und eben nicht selbst auch dabei leiden. Ebenfalls ist das Stück kein Film, weil das Publikum durchaus in dem Stück eine Bedeutung bekommt – und zwar eine durchaus wichtige, nämlich die der Diskursteilnehmerin. Es ist in der Hinsicht zu mindest weiter als praktisch alle Stücke die ich sonst sah. Das Publikum ist wie ein Panoptikum um die Bühne angeordnet, auf Metaebene großartig gelöst, denn Krieg ist allumfassend. Dem Atomkrieg ist es egal wo du auf dem Planeten wohnst. Dadurch, dass mensch sich auf etwas einlässt in diesem Stück, finde ich es großartig. Ich sitze grundsätzlich, wenn es möglich ist, ganz vorne. Alles dahinter ist ja eigentlich auch schon wieder irgendwo Fernsehen. Konservative Kulturleute behaupten windmühlenartig, dass Theater “geil” sei, weil es live ist. Niemensch fragte, ob Theater nicht auch zu Hause/irgendwo gesehen würde, wenn es praktisch panoptischer Perspektiven und ortsabhängigen Stereosound für Zuschauende bieten würde.  Dieses Stück wäre aber auch trotz dieser Hypothese gerechtfertigt, weil es wie erklärt, kein Film ist.

Thorsten Krohn ist wie immer gut –  ich sah bereits Fahrenheit 451 mit ihm und er blieb mir auch damals schon positiv in Erinnerung. Regina Speiseder hat mich völlig umgehauen, sagenhaft. Sie hat das, was ich bisher von 1-2 Schauspieler*innen in all den Stücken vergleichbar so erlebt habe. Ich hoffe ihr das Beste und als neugewonnener Fan hoffe ich, dass sie weiterhin auch derartig tiefe Stücke machen wird.

Dienstag, den 25.2.: Residenztheater – Hans Christian Andersen – “Die Schneekönigin” – 10 Uhr – (8€ Kosten)

Dazu muss ich eine längere Kritik schreiben…

Montag, den 24.2.: Harry Klein – Grüne Jugend München – Hinschauen statt Wegsehen. Rechtsradikalismus in Deutschland – Diskussionsabend mit Claudia Roth – ab 19 Uhr – \o/

Sonntag, den 23.2.: Cuvilliéstheater (Residenztheater) – Dramma per musica von Peter Kreuder und Maurus Pacher in einer Fassung von Tom Kühnel und Jürgen Kuttner – “Lola Montez” – 19 Uhr – (8€ Kosten)

Sonntag, den 23.2.: Residenztheater – Friedrich Schiller – “Kabale und Liebe” – 15 Uhr – (8€ Kosten)

Samstag, den 22.2.: Residenztheater – Heiner Müller – “Zement” – 19 Uhr – (8€ Kosten)

Donnerstag, den 20.2.: Residenztheater – Nikolai Gogol – “Der Revisor” – 20 Uhr – (8€ Kosten)

Dienstag, den 18.2.: Münchner Kammerspiele (Werkraum) – Gertrude Stein – “Laboratorium 2 – Doktor Faustus Lichterloh” – 20 Uhr – (6€ Kosten)

Montag, den 17.2.: Grüne Jugend München – Mitgliederversammlung zu einem queeren Thema – ab 21:10 Uhr

Ich kam genau zum Ende hin. Früher waren die MVs länger…

Montag, den 17.2.: Münchner Kammerspiele (Werkraum) – “Laboratorium 1 – Die graue Stunde” – 20 Uhr – (6€ Kosten)

Sonntag, den 16.2.: Arbeit – 9 Uhr bis 18:45 Uhr (Real: 7:50 aufstehen, 20:40 nach Hause kommen. Aber spannende Erfahrung.)

Samstag, den 15.2.: Münchner Kammerspiele (Werkraum) – Herbert Achternbusch – “Susn” – 19 Uhr – (6€ Kosten)

Der Zahn der Zeit nagte zu sehr an dem Stück. Das Publikum war besonders alt und ich fühlte mich fehl am Platz wegen der einfach nicht passenden Thematik (Rebellion durch wildes Sexleben gegen Christentum)

Samstag, den 15.2.: Münchner Kammerspiele – Theater träumt Schule Kongress – ab 11 Uhr bis 18:30

Hier ein paar eher beschreibende, nicht-inhaltliche Gedanken. An sich war der Kongress heute überladen. Verkürzt gab es 3 bis 4/5 Räume die gleichzeitig bespielt wurden, trotz der hohen Qualität der eingeladenen Redner*innen und auch das innerhalb von 7 Stunden, was keine Zeit bot zum Austausch. Ich hab es leider erst um 14 Uhr geschafft, was mich betrübte, da ich den guten Vortrag von Marco Wehr verpasste. Von diesem Vortrag “Kleine Kinder sind große Lehrer(sic!)” hörte ich zudem im Nachhinein, dass sich meine Erwartung eines guten Vortrags auch bestätigte.

Gerade in den Zufällen passieren die wunderbarsten Dinge. Dadurch, dass ich mein Leben derartig durchgeplant habe, die Wirklichkeit sich aber meistens meiner permanenten Vorabsimulation ein Schnippchen schlägt, erfahre ich viele Zufälle. Derartig viele Zufälle, dass sie mittlerweile ein verlässlicher Bestandteil meines Lebens geworden sind und eine nicht unwesentliche Glücksquelle. Zufälle sind für mich das, was ich nicht im Stande war, in mir vorher auszudenken. Pessimistisch, ist es Beschränkheit, optimistisch, ist es immerhin das Wissen darum und die Faszination was alles passieren kann, woran ich nicht gedacht hatte. Das, was über meine Gehirnleistung der Simulation hinausgeht, ist der Grund, warum Gespräche mit Menschen für mich faszinierend sein können. Ich bin irgendwo der Meinung, dass wenn sich ein Mensch mit diesem Gedankengang Zeit nimmt, könnte dieser Mensch auch zur Frage warum beispielsweise Musik fasziniert einen nennenswerten Beitrag schreiben, wenn dieser einen erkenntnistheoretischen Ansatz als Basis nimmt. Menschen, die mit Menschen reden, das kann äußerst faszinierend sein. Auch wenn das viele Menschen anders sehen mögen, wie bestimmte Menschen im Autismus-Asperger Spektrum, die in menschlichem Kontakt grundsätzlich keine Bereicherung finden können. Ich bin glücklich für mich behaupten zu können, dass ich beide Perspektiven verstehen kann und selbst in unterschiedlicher Form auch beide Perspektiven lebe, aber nicht in einem Tunnel des eigenen Lebens, dessen Grenzen ich nicht kenne, sondern als Verkehrsnetz, indem ich verschiedene Wege zum Ziel für mich aussuchen kann, mit allen Vor- und Nachteilen verschiedener Methoden, die ja, wie alles menschliche von unquantifizierbaren Parametern abhängen. Ich kann, wie durch meine Theaterbesuche diesen einen Weg einschlagen mit dem Ziel Erkenntnis, oder aber alleine Bücher lesen und versuchen diese zu verstehen. Auf der Metaebene ist auch das momentane Schreiben mit einer imaginären Leser*in, von der ich eigentlich nichts weiß, diese aber simuliere, indem ich selbst über meine eigene Relevanz und Qualität des Textes nachdenke,  Teil dieses Wegs der eine Kreuzung aus Gespräch und Alleinbeschäftigung darstellt. Ich möchte an dieser Stelle nicht das Fass Selbstgespräch und seine höchst spannende philosophische und psychologische Ebene aufmachen – vielleicht ein anderes Mal!

Der erste Zufall bestand heute darin, in einen schlechten Vortrag von Herbert Renz-Polster gegangen zu sein, der um 14:15 begann. Ich weiß bis jetzt nicht warum, aber im Werkraum, dort gefüllt mit vielleicht 40 Menschen, waren gut 30 Frauen mittleren Alters die alle einen Block auf dem Schoss hatten und wie fleißige Schüler*innen mitschrieben und dies allesamt mit dem gleichen einem Klischeeblick einer 15-Jährigen Schülerin, als ob es sich um den schönen Sportlehrer handeln würde. Was mich wiederum faszinierte, ist, dass Herr Renz-Polster derartig langsam und betont sprach und dabei gar keinen Inhalt hervorbrachte außer sowieso Bekanntes, aber noch viel besser, nämlich Vages wie seine Erläuterung über Kreativität, sodass ich mich fragen musste, was es eigentlich mitzuschreiben gegeben hätte. Ich vermute mal, dass es an mir lag, und die synchronen Frauen schon ihre Gründe gehabt hatten. Dankbar war ich aber einer, die den Mut hatte aufzustehen und zu gehen. Als erste Person hätte ich mich das auf Höflichkeit nicht getraut, aber als Zweiter fühlt es sich etwas anders an. Nicht so schuldig. So ward es 14:30. Und dies war auch der offizielle Beginn von Ariadne von Schirachs Workshop, der in der Tapeziererei stattfand, welche ich erst erfragen musste, da es weder auf der Veranstaltung noch im Internet ausgeschildert war (außer mensch war praktisch schon davor).

Ich war also um 14:34 in der besagten Tapeziererei und auf mich wartete ein Stuhlkreis von gut 30 Stühlen. Die Veranstaltung hieß “Zukunft träumen und denken”. Ariadne von Schirach und ich waren aber alleine. Das war durchaus sehr lustig, aus meiner Perspektive war das natürlich längst nicht so ungut, wie aus Sicher der Organisation. Deswegen kam alsbald eine Organisatorin und vermittelte uns weiter zu Richard David Precht, der in einem weiteren abgelegenen Raum (Dieses Mal Ebene -3, statt 2), seinen Workshop hielt und es immerhin auf anfangs 9 Menschen brachte, die sich in den nächsten zwei Stunden zu einer wohldiskutierenden Gruppe von 2 Philosop*innen und 14 jungen Menschen im alter von 12 bis 20 (meine Wenigkeit) erweitern sollte. Gerade dieser Zufall, brachte eine gute Mischung zusammen, da Ariadne von Schirach und Richard David Precht sich schon kannten, aber glücklicherweise in vielen Dingen uneins waren, aber alle Beteiligten aus der Kohärenz mit ihren Simulationen wie dieses Zusammentreffen ablaufen würde, geworfen wurden, in eine bessere Situation. Und ich weise darauf hin, dass allein der Umstand des Vorhandenseins von mindestens zwei Philosoph*innen im Raum eine Diskussion auf Stunden garantieren würde!

Auch wenn es von außen jetzt sehr spannend werden würde, was eigentlich jetzt diskutiert wurde, so muss ich genau diesem Wunsch eine Absage erteilen. Ich möchte mich dazu nicht inhaltlich äußern, weil ich diese guten 2 Stunden derart angenehm und bereichernd fand, aber der Meinung war und bin, dass diese nur durch diesen (unvorhergesehenen) geschützten Rahmen möglich waren.

Gerade viele tiefere Fragen sind eben per strictione temporis nicht in einer Fernsehtalkshow zu besprechen. Aber in einer derartig lebhaften Runde war Vielerlei möglich.

Ich muss aber sagen, dass es mich wahnsinnig freut, dass knapp 30% der anwesenden jungen Menschen in der Grünen Jugend sind, ohne dass Ariadne von Schirach und Richard David Precht dies überhaupt wussten. Es ist irgendwo auch Freude, die Möglichkeit an etwas teilhaben zu können, wo es eine Perspektive gibt, und das im doppelten Sinne sowohl in der Diskussion selbst als auch in der Grünen Jugend. Denn: Gesellschaftliche Veränderung wird nicht durch die Junge Union kommen… Auch, wenn diese Veränderung von so wenigen Schüler*innen heraus kommt, weil die meisten die Schule einfach nur hinter sich bringen wollen, möglichst ohne Schaden und dabei natürlich mit möglichst guten Noten. Das ist graduell verständlich ist, aber schade, dass ich trotzdem der einzige junge post-Schule Mensch gewesen bin, der anwesend war.

Ich verbleibe mit der Hoffnung auf einen weiteren Zufall zur Gelegenheit, dass ich die Möglichkeit bekomme insbesondere auf die in der Diskussion untergegangen Visionen in der Bildung/Schule eingehen zu können. Die Utopiefrage wurde durchaus, ohne das Wort zu verwenden, gestellt, aber leider nicht mehr weitergehend diskutiert.

Ein schöner Nachmittag! Vielen Dank an die Organisierenden der Münchner Kammerspiele und an alle Beteiligten! Ich wäre gerne noch zur Abschlussveranstaltung gekommen, muss Sontags aber arbeiten. Sehr schade.

Freitag, den 14.2.: Münchner Kammerspiele (Werkraum) – Émile Zola – “Schnapsbudenbestien Folge 4: Nana” – 21-22 Uhr – (6€ Kosten)

Freitag, den 14.2.: Münchner Kammerspiele (Werkraum) – Émile Zola – “Schnapsbudenbestien Folge 3: Jacques” – 19-20 Uhr – (6€ Kosten)

Freitag, den 14.2.: Münchner Kammerspiele – Theater träumt Schule Kongress – 17 bis 18 Uhr

Hauptfach Kultur – Ein Hirnforscher macht Vorschläge  – Manfred Spitzer

Nichts gegen ein Hauptfach Kultur, da bin ich dabei. Aber mit dem Vortrag Spitzers hatte das überhaupt nichts zu tun, er redete einfach nur über Gehirnforschung, auch wenn die Implikationen gegenüber dem Schulsystem aus seiner Sicht durchaus nicht schwer zu erkennen sind. Eigentlich hätte er mir die Zeit gestohlen, wäre ich mit einer Erwartungshaltung größer Null in seinen Vortrag gegangen. Dennoch war es anstrengend, seinen Dorfwitzen über französische Beamte oder über Dialekte wie Sächsisch zu ertragen. Spitzer verallgemeinert unzulässig und haut einem Studie um Studie bezüglich dem drohenden Untergang des Abendlandes, Oh ne Verzeihung, der Verdummung der Jugend(!) um die Ohren, die allesamt nicht schauen was genau eigentlich Menschen machen sondern nur Korrelationen herstellen. Smartphonenutzer? Statistische Folge: Depression. Einsamkeit, Als Beispiel. Und nur so, Spitzer schaft es wirklich Platon zu zitieren, aber diese zeitlose Idee Sokrates über die Verrohung der Jugend zu ignorieren. Wann hatten Schwarzseher*innen bezüglich diesem Thema eigentlich je recht? Was ist das eigentlich für ein Kongress, indem mir als junger Mensch in einem belehrenden Ton etwas über mich und meine Gleichaltrigen oder jüngeren Zeitgenoss*innen erzählt wird und ich dennoch das Gefühl habe, das dies nichts mit meiner Realität zutun hat. Und das Publikum lässt das auch noch durchgehen (indem es lacht und applaudiert). Wirklich eklig wird es, wenn Spitzer sich das komplett weiße, ältere Publikum auch noch mit deutschem Wohlgefühl befriedigt, weil es beispielsweise eine Initiative in Südkorea gibt, die 1-1-1 heißt, also einmal in der Woche schaltet ein*e Student*in das Smartphone für eine Stunde aus. Da lacht das gut gekleidete, homogen wirkende Publik, irgendwo also die sich überlegen fühlenden Deutschen, die natürlich unkritisch Spitzers Worte hinnahmen und die Früchte der Bildung in besonderer Weise zu sich genommen haben. Im Balkon kann ich mit absoluter Sicherheit sagen, dass ausschließlich eine Freundin und ich nicht geklatscht haben. Ansonsten war diese Veranstaltung lächerlich, weil kaum Schüler*innen da waren und vereinzelt Student*innen. Auch mit dabei: Witze über Autist*innen, die natürlich nur dann lustig sind, wenn mensch kein Betroffener ist oder die Perspektive nicht versteht. Spitzer benutzt auch eine leicht durchschaubare Rhetorik aus  unantastbarer Wissenschaft und Studiengläubigkeit mit pseudokritischem Bewusstsein, wie so viele Wissenschaftler*innen in ihren Vorträgen ihren Zwang zum elitären Habitus bedienen, indem sie über unseriöse Studien lästern. Als ob es dazu ein Bedarf gibt, als ob Menschen nicht selbst wüssten, dass da viel Schrott dabei ist, aber das erzeugt natürlich eine vermeintliche Glaubwürdigkeit und den Anschein von Differenziation des Experten gegenüber dem Stuss. Ferner erzeugt es dem dummen Menschen sogar ein perfides Wohlbefinden, wenn dieser in seinem Tunnel die Tunnelwand vor Augen geführt bekommt. Ein guter Vortrag ist der, von dem du nichts wusstest, dessen Fakten dich umhauen und für dich schlichtweg neu sind. Das heißt dann auch berechtigt “den Horizont erweitern”. Der einfache Vortrag, sagt den Zuhörenden was sie bereits wissen, worauf die meisten sich dann sogar auch noch freuen, weil sie ja bereits etwas wussten und sich deswegen gut fühlen können. Das ist schändlich, aber die Regel. Es ist elitär und klassistisch, diese Freude an der eigenen Bildung, die nicht in einem produktiven Sinne, sondern als Mittel zur sozialen Abgrenzung von Menschen in einer Gesellschaft benutzt wird, in der Bildung eigentlich zu etwas essentiellerem bestimmt sein sollte und nicht eben zum Sich-überlegen-fühlen. Genau das bedient Spitzer. Ach, was schreibe ich das Offensichtliche, die Korrelation zwischen öffentlicher, gut besuchter Veranstaltung und Peinlichkeit in Höchstform hat mal wieder zugeschlagen und ich ging ja auch aus genau diesem Hauptgrund hin. Wenn es doch nur kein im realen Leben so bitter ernstes Thema wäre, könnte ich darüber gelassener sein. Und da hat Spitzer natürlich mit seiner erwähnten Offensichtlichkeit recht: Bildung muss früh geschehen, sonst wird es immer schwieriger. Was Spitzer im übrigen auch vermeidet ist politisch zu werden, obwohl er über Entwicklungen negativ redet, vermeidet er es die aus seiner Sicht sinnvollen Reformen auszuführen. Sowas könnte auch als rein destruktive Kritik entlarvt werden.

Freitag, den 14.2.: Sendlinger Tor – Grüne Jugend München – Aktion bezüglich des Red Hand Day – 16 Uhr

Video zur Aktion hier

Freitag, den 14.2.: Stachus – One Billion Rising München – Demo – 15 Uhr

Leider weniger los als letztes Jahr, aber dennoch eine große Aktion, sehr bunt, sehr sichtbar.

Freitag, den 14.2.: GLS Bank München (Bruderstr. 5a) – Einweihung der neuen Geschäftsräume – ab 14 Uhr

Ich finde die Blicke reicherer Menschen bis zu einem gewissen Grad lustig, die positiv korrelieren mit der Geschmacklosigkeit meiner getragenen Klamotten, was ihren verderblichen Fokus auf Äußeres wunderbar entblößt. Jedenfalls, danke an die GLS für den Zwischensnack am Nachmittag.

Donnerstag, den 13.2.: Münchner Kammerspiele (Werkraum) – Émile Zola – “Schnapsbudenbestien Folge 2: Etienne” – 21-22 Uhr – (6€ Kosten)

Donnerstag, den 13.2.: Münchner Kammerspiele (Werkraum) – Émile Zola – “Schnapsbudenbestien Folge 1: Gervaise” – 19-20 Uhr – (6€ Kosten)

Von allen vier Folgen gefiel mir die erste am Besten durch den coolen Umgang mit Zeit im Theater. Handlung wurde maximal heruntergebrochen, sodass in minimalster Theaterzeit und durch minimale Theaterhandlung maximal viel Stückzeit- und Handlung geschah. Als Beispiel lernt die Mutter Gervaise gerade Coupeau kennen und schon 10 Sekunden danach heiraten sie und es kommt die gemeinsame Tochter Nana ins Bild. Dadurch bekommt das Stück eine serienhafte Geschwindigkeit. Großartig!

Mittwoch, den 12.2.: Cuvilliéstheater (Residenztheater) – Franz Kafka – “Die Verwandlung” – 20 Uhr – (8€ Kosten)

War schon ganz gut gemacht, insbesondere ein spanneneds Bühnenbild. Ich kann aber nicht verstehen, wieso Menschen ein Interesse an dem Stück auch in älteren Semestern zeigen. Für mich ist das Stück exemplarisch für die vielen Stücke, die ich derzeit besuche, mit denen ich später eigentlich nie wieder etwas zu tun haben möchte.

Mittwoch, den 12.2.:  MELESSA-Laborraum – “14:30-16:00″ – (23€ Gewinn)

14:2o bis 15:20 (leider eigentlich ineffektiver, weil ich ausschließlich zum Experiment fuhr, ohne Mensakoppelung) – Erwirtschaftetes Geld: 23€ – Komische Studie, die aus einerseits einfachen Entscheidungsmöglichkeiten zwischen zwei Lotterien bestand und andererseits ein recht schwerer Intelligenztest (logisches Ergänzen von Bildern) für maximal 5€ in 10*40 Sekunden. Vereinfacht gesagt, gab es für den einfachen Teil es eine 50% Chance ob mensch 10€ bekommt oder nicht. Ich hatte halt Glück. Bzgl. dem Intelligenztest war’s in Ordnung, 6 von 10 gewusst – nicht schlecht für den 3. Tag ohne nennenswert Schlaf zu bekommen, wofür ich persönlich aber nichts kann. 10€ gab’s einfach safe ohne irgendetwas tun zu müssen, vielleicht weil der statistische Erwartungswert des ausgezahlten Geldes bei den Teilnehmern eben ohne den Bonus bei 5€ liegt plus Intelligenztest zwischen 0€ und 5€. Mit dem Bonus dürfte der Durschnitt des erwirtschafteten Geldes so bei 18€ gelegen haben, da kann ich mit meinen 23€ von maximal 25€ ganz zufrieden sein. Erfreulich war, das alle Menschen im Raum sich einfach beeilt haben mit dem Klicken, sodass das Experiment schneller fertig wurde.

Dienstag, den 11.2.: Münchner Volkstheater (Große Bühne) – Joshua Sobol – “Ghetto” – 19 Uhr – (6€ Kosten)

Ein großartiges, unglaublich starkes Stück.

Montag, den 10.2.: Arbeit – 16:45 – 22:30 Uhr

Montag, den 10.2.: MELESSA-Laborraum – “13-15 Uhr” – (24,5€ Gewinn)

Gesamtrealzeitaufwand: 12:55 bis 13:49 = 54 Minuten. Erwirtschaftetes Geld: 24,5€. Errechneter Stundenlohn: 27,22€ – Studie war nicht kompetitiv und bestand aus 32 Entscheidungsfragen, welche logisch lösbar waren (Erwartungswert von verschiedenen Optionen ausrechnen, was jetzt keine Raketentechnik ist), folglich dürfte ich alles bestmöglich beantwortet haben. Der Rest war Glückssache und  in dieser Hinsicht hat es neutral bis leicht positiv getriggert. An Computern sitzen und denken, dass habe ich nun auch jahrelang geübt. Ich war fast enttäuscht, dass keiner mein äußerst unscheinbares, aber für Insider*innen verständliches, ESL-T-Shirt verstand. (Electronic Sports League) Und mit dieser “sportlichen” Erfahrung und Sozialisation sind solche Experimente echt toll. Zocken in der Amateur*innen-Uniliga der Gehirne. Profiliga wäre natürlich mit Wissenschaft Geld zu verdienen, also Forscher*in zu sein und nicht Probant*in. =)

Sonntag, den 9.2.: Residenztheater – Miroslav Krleža – “Trilogie “Die Glembays”, “Galizien” und “In Agonie”” – 16-22 Uhr – (8€ Kosten)

Sonntag, den 9.2.: Münchner Kammerspiele (Schauspielhaus) – Lesung&Gespräch – Ferdinand von Schirach – “Wirklichkeit und Wahrheit” – 11 Uhr – (6€ Kosten)

Samstag, den 8.2.: Lenbachhaus (Kunstbau)- “Gerhard Richter Atlas Mikromega” – 16 Uhr Führung – (5€ Kosten)

Freitag, den 7.2.: Münchner Volkstheater (große Bühne) – William Shakespeare – “Julius Cäsar” – 19:30 Uhr (6€ Kosten)

Spannend war, dass ich hinter dem Menschen (Souffleur? Prompter?) saß, der das “Theater-Libretto” hielt, sodass ich während dem Stück mitlesen konnte und erstmalig die Unterschiede zwischen Text und der laufenden Inszenierung beobachten konnte. Spannend waren auch die ganzen Anmerkungen im Text, weil sie den gewünschten Fokus offenlegten)

Freitag den 7.2.: Maximiliansforum – Ausstellung – Jakub Nepraš – 17:20 bis 18 Uhr

“Die raumgreifenden multimedialen Arbeiten, die der tschechische Medienkünstler Jakub Nepraš in der unterirdischen Passage installiert,vermitteln Bilder und Visionen maschinenartiger urbaner Landschaften und Gebilde, die von organischen Formen durchzogen sind. Sie können als Metaorganismen gelesen werden, die den heutigen Lebensentwürfen und den fundamentalen Wandlungen in Kommunikation, Technologie und Gesellschaft neue Formen verleihen.”

Es war nicht so spannend, wie erhofft. Die Ausstellung bestand aus 5 Videoinstallationen, denen ich mich gut 20 Minuten lang als einziger Besucher der sowieso seltenen Öffnungszeiten widmete, dennoch aber nur bei 2 Videoinstallationen einen Zugang fand. In einer ebendieser Installationen flossen Buchstaben wie in einem Fluss durch eine gestrichelte Trennlinie, nur dass die Trennelemente der vertikalen Linie eben wie Felsen im Fluss wirkten. Später floss anstelle der Buchstaben Baupläne und technische Zeichnungen. Auf der rechten Seite war folglich alles bruchstückhaft. Ich hielt es für eine besonders kluge Überlegung wie unser Gehirn funktioniert, es nimmt theoretisch erstmal alles auf, filtert und später erinnert es sich doch nur bruchstückhaft an Details (Zumindest bei mir ist das so. Leider. ;) ) Die andere Videoinstallation war voller Elemente neuesten menschlichen Verhaltens, wie Digitaluhren, Autobahnen, Städte, Mobilitätszeuge, die zu einer Videocollage komponiert wurden, folglich auch sehr spannend und sich einer Vielzahl an Interpretationsmöglichkeiten anbietend.

Freitag, den 7.2.: Pinakothek der Moderne – “Traum-Bilder Ernst, Magritte, Dalí, Picasso, Antes, Nax die Wormland-Schenkung” und Weiteres – bis 17:00 Uhr – (7€ Kosten)

Ich sah dort den Film “Dial H-I-S-T-O-R-Y” von Johan Grimonprez der mir sehr gut gefiel. Großartig und stark war auch der Film “80064” aus dem Jahre 2004, indem der polnische Künstler Artur Żmijewski den 92-jährigen Auschwitzüberlebenden Josef Tarnawa überredet sich seine tätowierte Lagernummer nachstechen zu lassen, was dann auch gezeigt wird. Provokante, messerscharfe und gute debattierende Kunstaktion.

Donnerstag, den 6.2.: Münchner Kammerspiele – Anton Tschechow – “Onkel Wanja” – 20 Uhr – (8€ Kosten)

total awesome, die Kammerspiele rocken einfach.

Donnerstag, den 6.2.: Marienplatz – Demonstration – Solidarität nach Russland – Protest gegen Homophobie bei Olympia’14 – 18 Uhr – was für eine gelungene Aktion!

Donnerstag, den 6.2.: Bayerische Staatsbibliothek – Ausstellung – Die Vermessung Bayerns – 450 Jahre Philipp Apians Große Karte – 16:30 Uhr – kostenlose Führung!

Die Ausstellung selbst ist ziemlich gut gemacht, hat sogar ein knapp 200-seitiges, gutes Begleitbuch, welches ich aus Zeitgründen leider nur durchblättern konnte. Die Führung war sehr gut, eine kompetente Mitarbeiterin der Ausstellung seitens der Staatsbibliothek, Dr. Cornelia Jahn, führte die locker 30-köpfige Gruppe informativ durch und es war meines Wissens und nach Eigenaussage, das allererste Mal, das für die Führung, die museumstypischen Headsets eingesetzt wurden. Das war ziemlich gut, weil deswegen alle ruhig waren und Frau Jahn ihr kulturwissenschaftliches Wissen voll zur Geltung kommen lassen konnte. Es ist auch spannend zu sehen, welche Fortschritte Bayern bezüglich Digitalisierung macht, immerhin sind jetzt schon 1 Million der 10 Millionen Bücher (und vieles Kategorieübersteigendes) digitalisiert. Auch Premiere seitens Bayern und der BSB: Im Zuge der Ausstellung wurde der Erdglobus von Philipp Apian digitalisiert, also in 3D natürlich. Das klappte ganz gut, auch wenn es sich noch sperrig anhört, was die BSB selbst auf ihrer Homepage dazu schreibt:

“Großer Wagen, Kleiner Bär und viele weitere Sternbilder können auf einem völlig neuartigen, erstmals präsentierten 3D-Globus unter die Lupe genommen werden: Diesen so genannten „BSB-Globen-Explorer“ hat die Bayerische Staatsbibliothek gemeinsam mit dem Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (Berlin) entwickelt. Via Touch-Screen lassen sich Philipp Apians Erdglobus und Heinrich Arboreus‘ Himmelsglobus auf der Hightech-Innovation bis ins kleinste Detail erkunden.”

Großartig, dieser Selbstbewusste Umgang mit den neuesten Hightech-Innovationen. ;) Ne im Ernst, da wurde Geld in die Hand genommen und etwas Nachhaltiges geschaffen, nämlich zum Beispiel auch die Karte online verfügbar gemacht beim Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, wie es ja so schön neuerdings heißt. Auch der Globus selbst ist, hier,  auf einer Homepage zu finden, die mir persönlich bislang unbekannt war, die aber vielversprechend aussieht: Bavarikon.de, von der BSB organisiert.

Donnerstag, den 6.2.: Gasteig – Ausstellung – manga do – “der Weg des Manga vom japanischen Holzschnitt zu Manga und Anime”

Mangas sind ein vorurteilsbelastetes Thema, vielleicht stärker noch als Comics selbst. Die Ausstellung widmete sich insbesondere den Anfängen der Mangas, also Zeichnungen vor allem aus dem 18. Jahrhundert, aber mit Vorbildern, die auch deutlich älter sein können. Japan erscheint mir als sehr männerdominiertes Land, praktisch alle ausgestellten Zeichner waren Männer, bis auf wenige Beispiele zeitgenössischer Mangas, die das Themenfeld Mangas heute abbilden sollten. Aber, keine Frage, die Zeichnungen von Katsushika Hokusai oder Genji Monogatari sind einfach großartig. Für mich ist es sehr faszinierend, wie Kultur in Japan crossmedial übergreift und bestimmte Topoi wirklich  ursprünglich nur in Japan zu finden sind, wie Riesenroboter als schlechtes Beispiel. Oder wie die Kultur eines Landes sich durch den Manga-do durchzieht und immer aufs Neue thematisiert wird, wie die Geschichten des Prinzen Genji. Ich war tatsächlich gut 2 Stunden in der Ausstellung und las wirklich alles durch, sogar noch das 30-seitige Programmheft. \o/

Mittwoch, den 5.2.: Münchner Volkstheater (große Bühne) – Letztaufführung – Ludwig Thoma – “Magdalena” – 19:30 Uhr – (6€ Kosten)

Das Volkstheater ist eigentlich nur in den ersten 10, maximal 15 Reihen genießbar. Ich war leider in der vorletzten Reihe, also Reihe 25. Schlechte Akkustik… Das Stück fand ich punktuell sehr gut, aber meistens eher nicht sonderlich gut. Es treten unweigerlich Logikfehler auf, wenn der Grund warum “Magdalena” zu ihren Eltern gebracht wird und “Hausarrest” bekommt Prostitution lautet und nicht Diebstahl, wie im Buch. Deswegen waren ein paar direkte Folgedialoge meines Erachtens sogar unlogisch, was nicht passieren sollte. Ansonsten hatte das Stück Kalauer und  die typische Volkstheater Verfolgungsjagd – das muss ich jetzt nicht unbedingt haben, gerade weil der Ansatz eigentlich sehr spannend war, also dass die Magdalena von einem Mann gespielt wird, es also im Ansatz das Thema Transgender in die tiefsten und dunkelsten Gegenden Bayerns verlegt, was natürlich und erwartungsgemäß in der Katastrophe enden muss, die Scheinheiligkeit aller Dorfbewohner*innen aber deutlich besser zum Vorschein kommt, als im Buch selbst. Das kann Theater eben gut leisten, den Widerspruch zwischen dem Gesagten (à la “Wir waren immer vorbildhafte Eltern”) und den Taten aufzuzeigen (Besoffener Vater der seinen Sohn schlägt).

Montag, den 3.2.: Jusos werden 100 – Party in München, Tonhalle, Theresienhöhe 15 – 18 Uhr

Ich kam nach dem Theaterstück erst nach Mitternacht, da war kaum noch was los. Dieter Reiter soll aber Bella Ciao auf der Gitarre gespielt haben, was sich sehr cool anhört.

Montag, den 3.2.:  Münchner Kammerspiele – Aki Kaurismäki, Luc & J.-P. Dardenne, Amos Kollek – Regie: Sebastian Nübling – “Ilona. Rosetta. Sue.” – 19:15 Uhr – (8€ Kosten)

Montag, den 3.2.: Gasteig – Ausstellung – »Ohr allein … kein Wesen« Neue Musik München (1963–1972) – fotografiert von Karsten de Riese – Machte Spaß, selbst Adorno hatte seine Papptafel! ;)

Montag, den 3.2.: Arbeit – 10:30

Sonntag, den 2.2.: Münchner Kammerspiele – Letztaufführung – Franz Kafka – “Amerika” – 19 Uhr – (6€ Kosten)

Samstag, den 1.2.: Anti-Sicherheitskonferrenz-Demo

Auch wenn da, wie jedes Jahr, wieder ein Haufen schäbiger Leute anzutrefffen sein werden, gehe ich schon hin, weil es ansonsten in München keine bis keine nennenswerten Friedensdemos / Antiwaffen / Antikriegsdemos gibt. Irgendwo ist dieser desolate und lächerliche Zustand der deutschen Massenlinken auch jedes Jahr ein Ansporn, weil die Menschen mit ihren Inhalten ein How-Not-To-Politik veranstalten.

Januar:

Freitag, den 31.1.: MELESSA-Laborraum – 14 Uhr – LLG2 – (19,92€ Gewinn)

Hier die Statistik: Zeitaufwand: 13:40 Uhr bis 15:28 Uhr (Hingehen, Wartezeit, Experiment, zusätzlicher Rückweg zu meiner sonstigen Tagesplanung), also 108 Minuten. Erwirtschaftetes Geld: 19,92€ – errechneter Stundenlohn: 11,06€. Also bin ich zufrieden. Experiment war nur leider bis auf eine Aufgabe ein Entscheiden zwischen Wahrscheinlichkeiten, folglich komplett unanspruchsvoll und eben sehr zufallsabhängig. Eigentlich war es immer 3 Sekunden Denken und Klicken und dann 30 Sekunden warten, eher eine zähe Beschäftigung. (Aber natürlich trotzdem eine der lustigsten und harmlosesten Beschäftigungen um Geld zu bekommen)

Donnerstag, den 30.1.: Alles neu mit Rohani? Das iranische Regime, die Bedrohung Israels & der Atomdeal von Genf – Vortrag von Stephan Grigat – (2€? Kosten)

wie schon ca. vor einem Jahr macht die Grüne Jugend München dieses Jahr abermals einen Vortrag mit Stephan Grigat. Sehr nice.

Mittwoch, den 29.1.: Marienplatz gegen rechtspopulistische Menschen flyern. 14 bis 18 Uhr

Deprimierend.

Mittwoch, den 29.1.: MELESSA-Laborraum – 11:30 Uhr – LLG1 – (22,4€ Gewinn)

Das hat sich total gelohnt. Mein erstes Experiment und ich hab 22,40€ in 67 Minuten Zeitaufwand gemacht. Für meine Gruppenteilnehmer tut’s mir ein wenig Leid, ich hab in einer Aufgabe 9€ von 12€ abgreifen können (die anderen zusammen 3€). Der Rest waren einfach ökonomische Fragen, Rechnen, Intelligenztestartiges aber davon hab ich alles richtig gemacht. Hat total Spaß gemacht, diese kompetitive Form von Intelligenzwettbewerb gibt mir immer Adrenalin. Sehr barbarische Gefühle und so. Aber total angenehm dann gleich 20€ in den Mensa Bar Aufwerter zu schieben und mich über 6 Tage Essen gehen können freuen.

Dienstag, den 28.1.: Residenztheater – Karl Schönherr – “Der Weibsteufel” – 20:30 Uhr – (8€ Kosten) – (und danach wieder zur JHV der GJM^^)

Dienstag, den 28.1.: Grüne Jugend München – Jahreshauptversammlung ab 19 Uhr \o/

Dienstag den, 28.1.: Ehrenamtlich auf dem Marienplatz gegen rechtspopulistische Parteien Flyer verteilen – 14 bis 17 Uhr

(Leider so viele Menschen unterwegs mit schäbigen Meinungen)

Dienstag, den 28.1.: Tolstoi Bibliothek – Erstbesuch und Gespräch – 13 Uhr

Total cool, wunderschön und sehr freundliche Leute.

Montag, den 27.1.: Münchner Kammerspiele – Tennessee Williams – “Orpheus steigt herab” – 19:30 Uhr – (8€ Kosten)

Samstag, den 25.1.: Bayerische Staatsoper – Premiere – Jörg Widmann, Peter Sloterdijk – “Babylon” – 18 Uhr – (Meine Mutter zahlte. \o/)

Donnerstag, den 23.1.: Sudiobühne twm – Philip C. Montasser – “Warten auf Woyzeck” – 20 Uhr – (5€ Kosten)

Mittwoch, den 22.1.: Münchner Volkstheater (Große Bühne) – Georg Büchner – “Dantons Tod” – 19 Uhr – (6€ Kosten)

Dienstag, den 21.1.: Residenztheater – Arthur Schnitzler – “Das weite Land” – 19 Uhr – (Freikarte)

Samstag, den 20.1.: Residenztheater – Henrik Ibsen – “Hedda Gabler” – 20 Uhr – (8€ Kosten)

Donnerstag, den 16.1.: Residenztheater – William Shakespeare – “Was ihr wollt” (Hauptprobe) – 10:15 Uhr – (Freikarte)

Mittwoch, den 15.1.: Residenztheater – “Miasanmia” – 20 Uhr – (6€ Kosten)

Montag, den 13.1.: Residenztheater – Franziska Gräfin zu Reventlow – “Der Geldkomplex” – (8€ Kosten)

Sonntag, den 12.1.:  Völkerkundemuseum München – Dauerausstellung – Ozeanien – Weltbilder der Südsee – (1€ Kosten)

Dienstag, der 7.1.: Residenztheater – Max Frisch – “Stiller” – 19:30 Uhr – (8€ Kosten)

Dienstag, der 7.1.: Innenministerium Bayern –  Kundgebung in Gedenken der Ermordung von Oury JallohBester Blog dazu – 17 Uhr

Sonntag, den 5.1.: Völkerkundemuseum München – Dauerausstellung – Der Orient. Zum Staunen so nah – (1€ Kosten)

komplett durchgelesen. Ca. 2,5h im Museum verbracht. Orient ist  für mich gerade am sinnvollsten gewesen, genau 2 Tage nach meinem Istanbul Aufenthalt, um jetzt eine andere Perspektive zu bekommen.

Sonntag, den 5.1.: Völkerkundemuseum München – Kuratorenführung mit Dr. Wolfgang Stein – Goldenes Land 100 Jahre Burma/Myanmar – 14 Uhr – (4€? Kosten)

War in Ordnung, Herr Stein findet die Frauen aus Myanmar wesentlich hübscher als Thailänderinnen, Chinesinnen. Ansonsten war es allgemein, was dem Publikum geschuldet war. Nicht falsch verstehen, als Mensch der den Anspruch hat drüber zu stehen freue ich mich, wenn sich 60 Menschen an einem Sonntag in ein Museum schleppen. Warum diese sich alle dafür hübsch machen, werde ich sowieso nie verstehen. Insgeheim ist es für mich stets dunkler aber auch verzweifelter Humor darüber, dass Menschen sich zuparfümieren, um dann an einen Ort des Wissens zu gehen – schlimm genug, wieviel Zeit und Geld sonst schon mit Unsinnigkeiten, Klassismus, Lookismus, sich besser fühlen etc. pp. verbracht wird.

Die Bilder, der beiden Fotografinnen waren gut, weil sie viele Aspekte des Lebens und des Landes zeigten. Es wird leider nicht klar in wie weit es schwierig war andere Teile zu fotografieren – es fehlten Bilder der Flutkatastrophe mit den 200.000 Toten, was auch nicht von Herr Stein angesprochen wurde, genauso wie sämtliche Fotos über das Militär. Ich weiß nicht, ob das jetzt Selbstzensur, Druck von Außen, Unmöglichkeit der Aufnahmen, Unbedachtheit oder Sonstiges der Grund dafür war warum ich fühlte, nicht nur für die Möglichkeiten einer Ausstellung, sondern darüber hinaus, nur einen sehr geringen Teil des Landes gesehen zu haben. Natürlich mit dabei Sätze im Stile von: “Die Geschichtsaufarbeitung im Land ist ein schwieriges Thema, bei uns in Deutschland ist das alles besser.” – Was mich daran stört ist die Abgeschlossenheit über die Geschichtsaufarbeitung aus dem Munde eines Ethnologen mit Doktortitel, etwas worüber ich nur den Kopf schütteln kann. (leider) Auch diese Haltung, dass Deutschland die beste aller Welten sein soll, ist zynisch und dumm, weil sie davon zeugt nichts vom Unrecht dieser Welt, auch in Deutschland mitbekommen zu haben. In der Ausstellung wurde großzügig mit Zahlen umgegangen: Auf einem Schild steht 2000km Küste, anstelle 1930km. Herr Stein meint, das Parlament sei zu 3/4 direkt vom Militär bestimmt, aber Wikipedia sagt, es sind 1/4. Was mir die Ausstellung ansonsten gebracht hat: Ich habe die Betelnuss kennengelernt und ihren ungewöhnlichen Brauch in Myanmar, den “Chinese Bull” (Ein Motorpflug, der die alten Bullen ersetzt) und viele spannende Bilder gesehen und ein weiteres Land, das möglicherweise viele gar nicht kennen, andere wiederum sagen würden: “Damit habe ich nichts zutun” kennengelernt, im Rahmen meiner beschränkten, vor allem zeitlichen Möglichkeiten, denn: Ich bin Teil des ganzen Planeten. Mich geht Myanmar genauso an, wie München. Alles andere wäre für mich ein Versagen des eigenen, unlogisch und schwach auf die Lokalität beschränkte, Denkens.

Donnerstag, den 2.1.: Museum of the Ancient Orient und Archaeological Museum

beides durchaus erwartbar aber solide. Das Archäologische Museum wirkte ein wenig veraltet, die Beschriftungen sind ungut lesbar und nicht informativ. Das Alter Orient Museum war natürlich großartig, weil ich Keilschrift und mesopotamische Geschichte sehr mag, ansonsten auch einfach solide.

Mittwoch, der 1.1.: Museum of the History of Science and Technology in Islam (hat noch kein Wikipediaeintrag)

sehr interessant mal die Wissenschaftsgeschichte aus einer anderen Perspektive zu erleben. Vorbildlicherweise war in diesem recht neuen Museum jegliche Tafel immer in 5 Sprachen, Türkisch, Arabisch, Englisch, Französisch und Deutsch, so standen mir praktisch gleich 3 Sprachen zur Verfügung die ich lesen kann (mein mündliches Französisch wird immer schlechter durch Unbenutzung). Es gab verschiedene Bereiche der Ausstellung, wie Mathematik, Astronomie, Militärwesen, Minerale, Zeitmessung, Chemie, Physik, Medizin und noch viel Allgemeines. Der Allgemeine Teil war irgendwo den Menschen gewidmet, die die arabische Wissenschaften wieder nach Europa gebracht haben und dies in der Folge anscheinend viel Anerkennung brachte. Reputation war auch der allgemeine Subtext des ganzen Museums, es kann so gelesen werden, dass, obwohl eigentlich unnötig, arabische Wissenschaftsgeschichte sich enorm rechtfertigt um ihren Platz in der Weltgeschichte. Sehr oft gab es skurrile Sätze, wie bspw. das die Portugiesen ihr nautisches Wissen eigentlich von den Arabern hatten und dass dies belegt ist. Am besten dann noch mit einem Zitat von einem westlichen Wissenschaftler. Sogar Goethe hatte seinen Platz in der Ausstellung, der es als höchsten Genuss empfand, sich mit arabischer Kunst zu beschäftigen, so bekam er eine Tafel. Auch andere Wissenschaftler, wie Eilhard Wiedemann, Ernest RenanJohann Jacob Reise uvm. Richtig geil fand ich die Globenabteilung, ich muss gestehen, das Globen für mich ein Topos meines Nerdtums sind, mit denen ich viel Zeit verbringe. Die Araber hatten ab dem, ich schätze, spätestens 9. Jhd. nach Christus wirklich die besten Globen, die europäischen sind frühestens 600 Jahre später auf das gleiche Niveau gekommen. Ich würde sagen, dass Wikipedia da auch noch zu eurozentrisch ist, mangels Information. Auch ziemlich spannend fand ich ein ausgestelltes Buch namens “Substance for Body and Soul”, welches als erstes Buch der Psychosomatik gilt (laut Ausstellung).

Dienstag, der 31.12.: Hagia Sofia

völlig von Tourist*innen überlaufen, Abzocke. Eignet sich eher für soziologische Feldstudien als für den Genuss von Kunst. Überall Selfie-Kameras, Menschen die rumbrüllen, jede*r hat nen Fotoapparat. Wirklich klasse waren natürlich auch der Shop in der Hagia Sofia, wo gleich (nutzloses) Zeugs gekauft werden kann. Einfach nur zum Schießen waren dann noch Fotowände für Touristen, die dafür da waren von den Tourist*innen fotografiert zu werden. Auf diesen Fotowänden waren Motive der Hagia Sofia, welche schwer fotografiert werden können, weil ja alles voll mit Menschen ist. Wie in China so Fotowände stehen, wo ansonsten alles voll mit Smog ist und die Menschen dort keine schönen Fotos mehr bekommen. Es war ein Trauerspiel. Aber so vieles passiert ja einfach nur zum Schein. Hauptsache die Facebook-“freunde” denken, mensch hat ein schönes Leben, nicht? Solange der Schein steht ist alles gut. Die Menschen hat es zumindest in der Hagia Sofia nicht sonderlich gestört, dass sie stundenlang anstehen müssen für ihre Abzocke, Hauptsache ihre virtuellen Bilder sind schön…

2013:

Dezember:

Sonntag, den 23.12.: Tollwood MünchenDLR – “Globaler Wandel: Die Erde aus dem All

sehr geile Satellitenaufnahmen verschiedenster Instrumente, wie Radar, Interferrometer, Optisch und auch mit Falschfarben, guten Kombinationen aus Bildern, 3D-Aufnahmen und sehr gute, ideenreiche Bilddarstellung um bestimmte Merkmale hervorzuheben (Bewegung bspw.). Ebenfalls ein cooler Teil der Ausstellung: die Sounds, die auf die Golden Record der Voyager gepackt wurden.

Samstag, den 22.12.: Marstalltheater (Residenztheater) – William Shakespeare – “Der Sturm” – (Freikarte)

Donnerstag, der 19.12.: Münchener Volkstheater – Friedrich Dürrenmatt – “Der Besuch der alten Dame” – (6€ Kosten)

Mittwoch, der 18.12.: Residenztheater – Aischylos, Sophokles, Euripides – “Orest” – (9,5€ Kosten)

Dienstag, der 17.12.: Grüne Jugend München – Mitgliederversammlung und Jahresabschlussfeier- Thema: “Afrikabilder in Spendenaufrufen

Sonntag, der 15.12.: Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern – Ausstellung & Führung – “Bern Eichinger – Alles Kino

Samstag, der 14.12.: Residenztheater – Premiere – Oscar Wilde – “Bunbury oder von der Notwendigkeit, Ernst zu sein” – (8€ Kosten)

Freitag, der 13.12.: Residenztheater – Jean Paul – “Flegeljahre” – (8€ Kosten)

Ein Stück im Rahmen der Twitter Theater Woche 2013

Donnerstag, der 12.12.: Münchener Stadtmuseum – Ausstellung – “Hermann Landshoff – Eine Retrospektive

Dienstag, der 10.12.: Grüne Jugend München – Workshop – “PorNo, PorYes? – Workshop zu Pornographie und Sexpositivismus

November:

Samstag, der 28.11.: Münchner Volkstheater (Ort) – Kongress – zf42 – der Zündfunk Netzkongress – (Kosten vergessen)

Freitag, der 22.11.: Münchener Stadtmuseum – Ausstellung – DECOLONIZE MÜNCHEN

Irgendwann und irgendwo muss dieses Projekt, diese Aufzeichnung meiner Veranstaltungen anfangen. Dieser Anfang ist enttäuschenderweise hier. Enttäuschend, weil Sie entweder von oben alles durchlasen, was hieße sie haben sich das angetan und würden potentiell sogar noch weiter lesen wollen – oder aber Sie starteten von unten und müssen sich nun darüber sinnieren wo denn die restlichen 20 Jahre abgeblieben sein mögen und ob ich da überhaupt irgendwas gemacht habe!

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