Audio

Hier ist eine Liste an Audiotiteln, welche ich grundsätzlich und regelmäßig konsumiere. Ich schreibe da einerseits, was ich mir anhöre und unter anderem auch warum ich mir manches nicht anhöre.

In den meisten Fällen sind es wirklich nur minimale Bruchteile des ganzen Programms, die für mich in irgendeiner Weise interessant sind, leider ist das Programm des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks aber doch eher sehr bescheiden bis grottenschlecht, oder subtil grottenschlecht, weil es einfach keinen Informationsgehalt, obwohl dieser angegeben wird. In vielen Fällen ist es reines Infotainment, Politainment. Deswegen sind auch die meisten Radiosendungen, die ich mir anhöre eher längere Formate.

Ich bin mit dem reinen Medium Radio ohne das Internet sehr unzufrieden. Ich konsumiere absolut alle meine Inputs über Computer, nochmal andersherum gesagt um das zu verdeutlichen: Ich schaue absolut nie Fernsehen, höre absolut nie Radio, lese absolut keine Zeitungen und so weiter.

Wieso bin ich mit dem reinen Medium Radio unzufrieden? Radio hat das strukturelle Problem, das es davon abhängig ist, das Menschen live zuhören können, meistens zu festen Zeitpunkten. Die Folge davon ist, dass es in der Regel keine aufeinander aufbauenden Sendungen gibt. Im gleichen Problem liegt aber auch die Tatsache das Radio mit jeder Sendung praktisch bei Null beginnt. Es hat keine Lernkurve für mich, um mir etwas beizubringen, andererseits ist es als Informationsquelle viel zu langsam und die Menschen dahinter eignen sich nicht als informationelle Gatekeeper, weil die Inhalte die im Radio landen, sowieso schon krasser Mainstream sind. Radio kann im Radio also nur äußerst oberflächlich bleiben.

Zu den akzeptablen Radioformaten gehört deswegen das Feature, das lange Interview und ausführliche Reportagen. Durch die Länge ist es der dem jeweiligen Format möglich mir etwas zu vermitteln.

Eigentlich hat Radio den Vorteil, das mit relativ wenig Aufwand produziert werden kann, folglich können auch Themen aufgegriffen werden, die nicht im Mainstream liegen.

Auch ist für mich das Fernsehinterview nicht ergiebiger oder sinnvoller als das Radiointerview, denn ich brauche kein Bild davon wie Menschen aussehen beim Sprechen, ich brauche den Text selbst – wobei ich zugebe, dass ich Interviews lieber gehört haben will, als den Text nachzulesen. Am liebsten sogar beides, ich lese gerne beim Hören, da ich vermute durch Synästhesie besser zu lernen.

Grundsätzlich ist das gesamte Urheberrecht einfach nur ein lächerlicher Scheiß, der dringend reformiert werden muss. Mir ist das Urheberrecht völlig egal, wenn es meine Bildung behindert. Selbst wenn ich bewusst Illegales hinsichtlich des Urheberrechts mache, halte ich mein Handeln für legitim.

Die Öffentlich-Rechtlichen Medien können jedenfalls im Ist-Zustand nur verlieren, wenn sie einfach keine Chance beim jüngeren Publikum haben.

Meine Forderungen:

Ich will das alle öffentlich-rechtlich produzierten, von den Steuerzahler*innen bezahlten Inhalte grundsätzlich online stehen. Für immer. Ohne Depublikation. Public Domain.

Es ist mir herzlich egal, was da die Gegenmeinung seitens der Menschen der Öffentlich-Rechtlichen ist. Ich kann nur sagen: Ich bin Teil der jungen Generation. Ich finde das Programm zu 99% unbrauchbar. Ich bin Teil der Debatte. Was ich aber sehr deutlich höre sind die weinenden Stimmen genau dieser Menschen, die zum x-ten mal ein aus meiner Sicht eher trauriges Jugendprogramm aufziehen wollen. Wenn das also irgendwie ernst gemeint ist, dass die Öffentlich-rechtlichen auf Junge Leute achten, dann ist diese Seite Kritik und Lob in einem am inhaltlichen Programm – eigentlich eine Chance für die Öffentlich-rechtlichen.

Ich habe absolut keinen Bedarf nach privaten Medien, weil ich grundsätzlich Produkt wäre und eben kein Kunde. Als Hörer/Zuschauer von privaten Medien bin ich Produkt für die zahlenden Werbenden. Das möchte ich per se nicht sein.

Im Übrigen sind deutsche öffentlich-rechtliche Staatsmedien dennoch ein Erfolgsmodell. Dadurch, dass sie von einem großem Teil der Bevölkerung getragen werden, sind sie der Qualität und der Vielfalt verpflichtet. Mich freut, dass dieses kommunistische Element Erfolg hat. Wie im deutschen Staat ist nicht die Institution (ein Staat) das grundsätzliche Problem, sondern die fehlende Demokratie. Ich stände voll hinter dem Öffentlich-rechtlichem System, wenn es einfach demokratisch wäre. Ich halte ein Staat, ein Zusammenschluss von Menschen, auch nicht per se für ein Problem, es muss nur demokratisch sein. Es ist eine andere Frage wieweit dies möglich ist. Beides, im Staat als natürlich auch in seinem Staatsmedium ist dies zwar derzeit nicht der Fall, aber zumindest möglich. Hingegen ist mir ein undemokratischer Öffentlich-rechtlicher Rundfunk dennoch lieber als gar keiner, dass ist für mich klar zu begründen mit anderen Ländern, wie beispielsweise Italien, als Land in dem ich war und somit bis zu einem gewissen Grad kenne, ist ein gutes Beispiel für einen sehr schlechten Zustand. Ich würde auch auf reziproke Effekte verweisen. Ich glaube, dass ein Staat ohne Bildungsmedien der Bevölkerung nichts gutes tut, genauso wie eine ungebildete Bevölkerung einem Staat nichts gutes tut. Das natürlich muss unterschieden werden, für eine Demokratie, für verantwortungsbewusste, aufgeklärtere Menschen ist ein Fehlen öffentlicher Bildungsmedien eine Katastrophe – für das Klischee des autoritären Bunga-Bunga-Party Italien unter Berlusconi mit seinem Medienimperium des Idiotismus ist es hingegen perfekt.

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